Fast 1300 neue Praxisbewilligungen nach Ende des Ärztestopps
Run auf Bewilligungen für Arztpraxen hält an
publiziert: Mittwoch, 29. Aug 2012 / 14:17 Uhr
Alain Berset
Alain Berset

Bern - Der Ansturm hält an: Von Januar bis Ende Juli haben 1296 Ärzte eine neue Praxisbewilligung erhalten. Bis Ende April waren es erst 890. Nun mehren sich jedoch die Stimmen, die den Zulassungsstopp wieder einführen wollen. Selbst Bundesrat Alain Berset zeigt sich offen.

3 Meldungen im Zusammenhang
Der Zulassungsstopp war 2002 eingeführt und danach zweimal vom Parlament bestätigt worden. Ziel war es, die Kosten im Gesundheitswesen in den Griff zu bekommen. Ab Sommer 2010 wurde die Beschränkung für Hausärzte aufgehoben, seit Jahresbeginn dürfen nun auch wieder Spezialisten ohne Einschränkungen eine Praxis eröffnen.

Bis Ende Juli hat der Krankenkassendachverband santésuisse 1296 Ärztinnen und Ärzten eine neue Abrechnungsnummer ausgestellt. Dies geht aus den Zahlen hervor, die der Nachrichtenagentur sda vorliegen. 196 sind Psychiater und Psychotherapeuten, 177 Ärzte der allgemeinen inneren Medizin und 102 praktische Ärztinnen und Ärzte. Im gleichen Zeitraum 2011 waren es insgesamt 576 Bewilligungen.

Chancen für erneuten Stopp

Auf eine erneute Verlängerung des Zulassungsstopps hatte das Parlament verzichtet, weil es sich von der Managed-Care-Vorlage eine Kostensenkung versprach. Doch die Revision des Krankenversicherungsgesetzes erlitt bei der Volksabstimmung im Juni Schiffbruch.

Nun mehren sich die Stimmen, die eine Wiedereinführung des Zulassungsstopps fordern. Gesundheitsminister Alain Berset liess am vergangenen Sonntag in einem Fernsehinterview verlauten, er sei bereit, über einen erneuten Zulassungsstopp zu diskutieren.

Bei santésuisse stossen diese Worte auf offene Ohren. Laut Sprecherin Silvia Schütz wäre grundsätzlich die Aufhebung des Vertragszwangs «die richtige Lösung». Doch da dies politisch schwierig sei, stimme der Verband auch einem Zulassungsstopp zu.

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Der Ständerat ist dagegen, den Vertragszwang zwischen Spezialärzten und Krankenkassen im ambulanten ... mehr lesen
Der Ständerat unterstützt den Masterplan zur Hausarztmedizin.
Ärzte können seit 2012 wieder uneingeschränkt eine Praxis eröffnen.
Bern - Der Bundesrat ist bereit, die ... mehr lesen
Bern - Bundesrat und Gesundheitsminister Alain Berset will dem Gesamtbundesrat einen Gegenvorschlag zur Initiative für eine ... mehr lesen
Bundesrat Alain Berset.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 17
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit ...
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, will ein überparteiliches Komitee aus den Reihen der SVP, CVP und EDU das Referendum ergreifen. mehr lesen 2
Nationalrat sagt Ja zur Stiefkindadoption für Homosexuelle Bern - Homosexuelle sollen künftig Kinder ihrer Partner oder Partnerinnen adoptieren dürfen. ...
Die Mehrheit der Kommission ist für die Änderungen.(Symbolbild)
Unternehmenssteuerreform  Bern - Zu Beginn der Sommersession am Montagnachmittag beugt sich der Ständerat zum zweiten Mal über die Unternehmenssteuerreform III. Von einer Einigung sind die Räte weit entfernt: So weit wie der Nationalrat will die kleine Kammer der Wirtschaft nicht entgegenkommen. mehr lesen  
Ständerat geht bei Unternehmenssteuerreform taktisch vor Bern - Bei der Unternehmenssteuerreform III will der Ständerat der Wirtschaft weniger weit ...
Der Ständerats lehnte Steuervergünstigungen für Unternehmen ab.
Titel Forum Teaser
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
  • Pacino aus Brittnau 731
    Weltweiter Rechtsrutsch . . . . . . weil es die Grünen und die Linken mit ihrer endlosen ... Mo, 30.05.16 13:29
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 16°C 28°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Basel 17°C 29°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
St. Gallen 16°C 24°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Bern 18°C 28°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 20°C 25°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Genf 16°C 27°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 21°C 30°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten