Rund 100 000 Menschen in Liberia brauchen dringend Hilfe
publiziert: Freitag, 4. Jul 2003 / 23:54 Uhr

Genf - Rund 100 000 vertriebene Menschen in Liberia, die sich in Lagern bei der Hauptstadt Monrovia aufhalten, brauchen dringend Hilfe, erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Cholera, Masern und Malaria breiten sich aus.

In Monrovia wird Hilfe benötigt.
In Monrovia wird Hilfe benötigt.
WHO-Generaldirektorin Gro Harlem Brundtland forderte die internationale Gemeinschaft auf, Hilfsgüter und Finanzmittel zur Verfügung zustellen. In den Lagern gibt es nur begrenzt sauberes Trinkwasser, sanitäre Anlagen, Lebensmittel sowie Gesundheitsversorgung.

Seit dem 17. Juni wurde bei mindestens 455 Menschehn Cholera diagnostiziert, teilte die WHO weiter mit. Wegen des verschmutzten Wassers bestehe für Tausende weitere Menschen die Gefahr, diese Krankheit ebenfalls zu bekommen. Chlor werde dringend benötigt.

Die WHO erklärte sich auch besorgt über die Unterernährung und den Mangel an Lebensmitteln in Monrovia. Die Kombination von Unterernährung und Krankheiten wie Masern sei vor allem für Kinder tödlich.

Ein vom UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) gechartertes Schiff traf inzwischen in Monrovia, um Tausende Flüchtlinge aus Sierra Leone nach Freetown zu evakuieren. Insgesamt leben 15 000 Flüchtlinge aus Sierra Leone in Liberia.

Es gebe erhebliche Schwierigkeiten, in Monrovia zu helfen, sagte UNHCR-Sprecher Ronredmond. Die Warenlager der Flüchtlingsorganisation mit Hilfsgütern für 90 000 Menschen seien geplündert und die Fahrzeuge gestohlen worden. Es fehle an Benzin, die Kommunikation sei erschwert und die fehlende Sicherheit bleibe ein Problem.

(bert/sda)

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