Rund 300 begleitete Suizide 2009 in der Schweiz
publiziert: Dienstag, 27. Mrz 2012 / 15:21 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 27. Mrz 2012 / 18:03 Uhr
Immer mehr Personen nehmen in der Schweiz die begleitete Sterbehilfe in Anspruch - Tendenz steigend.
Immer mehr Personen nehmen in der Schweiz die begleitete Sterbehilfe in Anspruch - Tendenz steigend.

Neuenburg - Rund 300 Personen haben 2009 in der Schweiz die begleitete Sterbehilfe in Anspruch genommen. In den zwölf vorangegangenen Jahren ist diese Zahl stetig angestiegen. Die weitaus meisten Betroffenen sind 55 Jahre und älter. Knapp die Hälfte hatte zuvor an Krebs gelitten.

Akupunktur, Tuina, Massage, Laserakupunktur, Taping
14 Meldungen im Zusammenhang
Das Bundesamt für Statistik legte am Dienstag erstmals Zahlen über den assistierten Suizid aus den Jahren 1998 bis 2009 vor. Danach stieg die Zahl der Personen, die begleitete Sterbehilfe in Anspruch nahmen, von weniger als 50 im Jahr 1998 auf jeweils 250 in den Jahren 2007 und 2008 und auf knapp 300 im Jahr 2009 an. Letzteres entspricht 4,8 von 1000 Todesfällen.

In den Anfangsjahren hatten etwas mehr Frauen als Männer die Sterbehilfe in Anspruch genommen. Seit 2001 sind es deutlich mehr Frauen.

Jede urteilsfähige Person kann, unabhängig vom Alter, Sterbehilfe beanspruchen. 90 Prozent der Betroffenen waren über 55-jährig. Nur ein Prozent war unter 35 Jahre.

Sterbehilfe wird in Anspruch genommen, wenn das Leben nicht mehr lebenswert erscheint, vorwiegend bei schweren Krankheiten. In 44 Prozent der Fälle hatte die Person zuvor an Krebs gelitten. In 14 Prozent der Fälle waren neurodegenerative Krankheiten wie Parkinson oder Demenz ausschlaggebend. Depressionen wurden in drei Prozent der Fälle genannt.

Kantonale Unterschiede

Im mehrjährigen Durchschnitt (1998/2009) sind knapp 3 Promille aller Sterbefälle in der Schweiz begleitete Suizide. Die höchsten Raten weisen die Kantone Zürich und Genf mit 5,6 respektive 4,4 Promille auf. Auch Appenzell Ausserrhoden, Waadt, Basel-Stadt und Schaffhausen liegen über dem gesamtschweizerischen Schnitt.

Während die Zahl der assistierten Suizide steigt, sinkt die Gesamtzahl der Suizide. Nahmen sich Mitte der Achtziger Jahre pro Jahr über 1600 Personen in der Schweiz das Leben, waren es 2009 1105. 2009 war ein Fall von Sterbehilfe auf 4 Fälle von Suizid zu beobachten.

In der Schweiz leisten Organisationen wie Exit und Dignitas Suizidhilfe im Rahmen des Strafgesetzbuchs Artikel 115, der Hilfe zum Suizid nicht verbietet, solange keine selbstsüchtigen Motive bestehen. Die beiden Organisationen haben 2010 nach eigenen Angaben 354 Personen in den Tod begleitet. Zahlen von anderen Organisationen sind nicht bekannt.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die Sterbehilfe wird in der Schweiz nicht strenger geregelt. Nach dem Ständerat hat sich auch der Nationalrat für den Status ... mehr lesen
Suizidwillige Personen urteilsfähig sein und freiwillig handeln.
Amsterdam - In den Niederlanden hat die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe einer Studie zufolge nicht zu einem Anstieg solcher Fälle geführt. Dies berichten Wissenschaftler der Universitätskliniken in Rotterdam und Amsterdam im britischen Fachjournal «Lancet». mehr lesen 
Etschmayer Heimbetreiber in der Schweiz diskutieren darüber, ob Sie der Sterbehilfs-Organisation Exit den Zutritt zu ihren Institutionen ... mehr lesen 9
Selbstbestimmung auch am Ende? Altersheime sind sich uneins darüber.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Zürich - Betagte Menschen seien heute viel informierter, selbstständiger und selbstsicherer als früher. Dies sagte die Präsidentin ... mehr lesen
Eine Frau studiert die Broschüre der Sterbehilfe-Organisation Exit.
Bern - Wie der Bundesrat und der Ständerat sieht die Rechtskommission des Nationalrats keinen Bedarf, die Sterbe- und Suizidhilfe stärker zu reglementieren. Die Kommission hat sich für den Status Quo ausgesprochen und anderslautende Anträge ohne Gegenstimme abgelehnt. mehr lesen 
16 Tötungen haben die Angeklagten gestanden, die Polizei geht von über 50 aus.
Montevideo - In Uruguay sollen zwei Krankenpfleger unabhängig ... mehr lesen
Lausanne - Das Waadtländer Parlament will die Sterbehilfe genauer regeln. Es hat sich am Dienstag deutlich für den Gegenvorschlag des Regierungsrats ausgesprochen und gegen die kantonale Initiative. Das letzte Wort hat das Volk. mehr lesen 
Bern - Bei der Sterbehilfe schliesst sich der Ständerat dem Bundesrat an: Die kleine Kammer will ebenfalls auf eine neue Regelung ... mehr lesen
Der Ständerat will das Selbstbestimmungsrecht von Sterbewilligen hochhalten.
Bern - Bei der Sterbehilfe bleibt alles beim Alten: Der Bundesrat hat am Mittwoch entschieden, auf eine Regelung der organisierten Suizidhilfe zu verzichten. Letzten Herbst hatte er noch angekündigt, an seinen Plänen für strengere Regeln festzuhalten. mehr lesen 
Zürich - Die Sterbehilfe bleibt im Kanton Zürich erlaubt - auch für Ausländer. Die Stimmberechtigten haben zwei EDU-Initiativen bachab geschickt. Die eine zielte auf ein schweizweites Verbot der Sterbehilfe, die andere wollte dem Sterbetourismus einen Riegel schieben. mehr lesen 
Bern - Betagte Menschen, die sterben wollen, sollen künftig mit weniger Aufwand Sterbehilfe erhalten können. Die Organisation Exit hat ihre Statuten entsprechend abgeändert, wie sie am Sonntag mitteilte. mehr lesen 
257 Menschen hat die Sterbehilfeorganisation im 2010 in den Tod begleitet. (Symbolbild)
Zürich - Die Sterbehilfeorganisation Exit hat letztes Jahr 257 Menschen in den Tod ... mehr lesen
Transparenter CH Medikamentenpreisvergleich
Wir kommen zu Ihnen, damit Sie zuhause bleiben können
Ankommen. Ausatmen. Eintauchen.
Seerose Resort & Spa
Seerosenstrasse 1
5616 Meisterschwanden
Massagepraxis Zürich-Oerlikon
Alexa Gesundheitsmassagen
Schwamendingenstrasse 36
8050 Zürich-Oerlikon
Akupunktur, Tuina, Massage, Laserakupunktur, Taping
Experten fordern ein spezielles Label für eine Antibiotika-freie Fleischproduktion.
Experten fordern ein spezielles Label für eine ...
Gesundheit  Bern - Durch den übermässigen Einsatz von Antibiotika breiten sich resistente Bakterien aus. Eine Fachkommission des Bundes fordert nun, dass in der Schweizer Nahrungsmittelproduktion ganz auf Antibiotika verzichtet werden soll. 
Über Asylzahlen, Schweinekeime und «Gender»-Rollen Bern - Die Sonntagspresse veröffentlicht vertrauliche Zahlen zum Schweizer Asylwesen und ...
«Schweiz am Sonntag»: Personen mit Migrationshintergrund wählen vermehrt links, wie aus einer Studie hervorgeht.
Neues Antibiotikum in Pferdemist-Pilz entdeckt Zürich - Forschende der ETH Zürich haben ein mögliches neues Antibiotikum ...
Forscherteam entdeckt mögliche Alternative zu Antibiotika Bern - Ein internationales Forscherteam unter Berner Leitung hat ...
Notwendige Massnahmen getroffen  Genf - Der Gesundheitszustand des kubanischen Arztes, der in Sierra Leone an Ebola erkrankt ist und in Genf betreut wird, bleibt stabil, wenn auch ...  
Der Patient ist in einem Spezialzimmer untergebracht.
Ebola-Patient hat Transport in die Schweiz gut überstanden Genf - Der kubanische Arzt, der nach seiner Ebola-Erkrankung in Sierra Leone in die Schweiz ...
Um Mitternacht landete das Flugzeug in Genf - der Transfer verlief ohne Probleme.
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Die Musen sterben! Es wäre ja eine schöne Sache, wenn alle Waren der Welt überall frei ... gestern 20:28
  • LinusLuchs aus Basel 48
    Demokratie im Niedergang? Ihre Überlegungen finde ich absolut plausibel und sehr spannend, ... gestern 11:32
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Kapitalismus im Niedergang? Ich möchte mich mal nur auf den Schluss ihres Beitrages konzentrieren, ... Fr, 21.11.14 18:36
  • LinusLuchs aus Basel 48
    Inquisition Reloaded Das Festhalten am Bekannten, Bewährten und damit am Sicheren, ... Fr, 21.11.14 13:45
  • jorian aus Dulliken 1521
    Die verdammten Fakten Warum heisst Grönland Grönland? Warum kann man in Schottland keinen ... Fr, 21.11.14 04:03
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Ideologische Scheuklappen? Sie haben wohl Recht, LinusLuchs, wenn Sie bezüglich der Aussage "„Dass ... Do, 20.11.14 18:34
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Das kann ich aus meinem Berufsleben unbedingt bestätigen. Mitarbeiter im Verkauf und den ... Do, 20.11.14 00:51
  • LinusLuchs aus Basel 48
    Neoliberalismus keine Ideologie? Patrik Etschmayer war bei diesem Satz wohl einen Moment etwas ... Mi, 19.11.14 13:18
Christian Schaffner ist Executive Director vom Energy Science Center (ESC) an der ETH Zürich.
ETH-Zukunftsblog Chancen und Risiken im Energiesektor Mit der Energiestrategie 2050 will der Bund das ...
Medizin Jobs und Jobs Gesundheitswesen
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich 7°C 10°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 2°C 12°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 5°C 11°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 3°C 10°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 4°C 9°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 7°C 12°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 5°C 12°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten