Felssturz in Felsberg GR
Rund 4000 Kubikmeter Gestein donnerten in Felschberg zu Tal
publiziert: Donnerstag, 16. Mrz 2000 / 18:22 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 16. Mrz 2000 / 19:04 Uhr

Felsberg GR - In der Bündner Gemeinde Felsberg haben sich am Donnerstag nachmittag 3000 bis 4000 Kubikmeter Gestein aus der «Gälwand» des Calandamassivs gelöst und sind zu Tal gedonnert. Personen oder Häuser kamen nicht zu Schaden.

Die Abbruchstelle auf rund 1500 Metern über Meer werde weiter beobachtet, mit kleineren Steinschlägen sei auch in den nächsten Tagen zu rechnen, teilten die Felsberger Gemeindebehörden mit. Nach menschlichem Ermessen könne aber davon ausgegangen werden, dass die Dorfbevölkerung nicht gefährdet sei, sofern sie sich ausserhalb der Gefahrenzone aufhalte. Felswand in Bewegung Die Felssturzgefahr am Caladamassiv war Anfang Oktober 1999 stark gestiegen. Aufgrund der Bewegungen in der «Gälwand» wird seither erwartet, dass jederzeit bis zu 10 000 Kubikmeter Gestein rund 900 Meter tief ins Tal stürzen können. Die südlich von Chur gelegene Gemeinde hat wegen dieser Gefahr umfangreiche Sicherheitsmassnahmen ergriffen. Wanderwege dürfen im Felssturzgebiet nicht mehr begangen werden. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, die Gefahrenzone zu meiden.
Auf eine Sprengung der labilen Felspartie in der «Gälwand» mit Kosten von rund 300 000 Franken wurde verzichtet. Die Folgen wären laut Gemeindebehörden zu wenig voraussehbar.

(sda)

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