Vier Tote in Wohnhaus
Rupperswil: Alle Opfer wurden erstochen
publiziert: Dienstag, 22. Dez 2015 / 13:40 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 22. Dez 2015 / 19:03 Uhr
Bislang konnte noch keines der Opfer identifiziert werden. (Symbolbild)
Bislang konnte noch keines der Opfer identifiziert werden. (Symbolbild)

Aarau - Die Gewalttat in einem Wohnhaus im aargauischen Rupperswil mit vier Toten wirft nach wie vor viele Fragen auf. Die Ermittlungen laufen in alle Richtungen. Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren wegen mehrfacher vorsätzlicher Tötung eröffnet.

6 Meldungen im Zusammenhang
Fest steht, dass alle vier Menschen Opfer eines Kapitalverbrechens wurden, und dass der Brand absichtlich gelegt wurde. Offenbar sollten damit Spuren verwischt werden. Die vier Toten wiesen Stich- oder Schnittverletzungen auf, wie die Aargauer Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte.

Eine Tatwaffe ist bislang nicht gefunden worden. Und: «Der Täter ist nicht unter den Opfern», sagte Fiona Strebel, Mediensprecherin der Staatsanwaltschaft. Mehrere Personen wurden inzwischen befragt. Es befindet sich aber niemand in Untersuchungshaft, wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft weiter sagte.

Viel Rauch und starke Hitzeentwicklung

Weil aus dem Wohnhaus am Montag dichter Rauch drang, hatte ein Anwohner um 11.20 Uhr die Feuerwehr alarmiert. Als die Atemschutztrupps der Feuerwehr das Haus durchsuchten, stiessen sie auf die vier Toten. Im Haus gab es viel Rauch und eine starke Hitzeentwicklung.

Die Kantonspolizei schloss bald ein Verbrechen nicht aus. Die Staatsanwaltschaft eröffnete mittlerweile ein Verfahren wegen mehrfacher vorsätzlicher Tötung.

Polizei fahndet nach hellem Kleinwagen

Die Identität der vier Opfer ist noch nicht geklärt. Die Obduktionen und die rechtsmedizinischen Untersuchungen werden vorgenommen. Diese Abklärungen sollen die genauen Todesumstände klären.

In einem Zeugenaufruf sucht die Aargauer Kantonspolizei Personen, die zwischen Sonntagabend und Montagmittag im Gebiet des Wohnhauses an der Lenzhardstrasse in Rupperswil bei Aarau verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Die Polizei sucht insbesondere Personen, die am Montagvormittag im Quartier einen hellen Kleinwagen bemerkten.

Aargauer Familiendramen mit mehreren Toten

Der Kanton Aargau war in diesem Jahr wiederholt Schauplatz von Gewalttaten mit mehreren Toten. Am 9. Mai erschoss ein 36-jähriger Mann in einem ruhigen Wohnquartier in Würenlingen mit insgesamt 14 Schüssen seine Schwiegereltern, seinen Schwager und einen zufällig anwesenden Nachbarn.

Zuletzt richtete sich der Schweizer mit türkischer Abstammung selbst. Der im Kanton Schwyz wohnhafte Mann war neun Tage vor der Bluttat aus einer psychiatrischen Klinik im Kanton Thurgau entlassen worden. Hintergrund des Tötungsdelikts war gemäss Staatsanwaltschaft ein Streit um Erbschaften.

In Sarmenstorf erstach am 8. Juli ein 32-jähriger Schweizer mit einem Klappmesser seinen 64-jährigen Vater und seine 60-jährige Mutter. Der Sohn gestand in der Untersuchungshaft die Tat. Motiv des Tötungsdelikts im Elternhaus ist ein familiärer Streit.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Aarau - Nach der Ankündigung der rekordhohen Belohnung von 100'000 Franken zur Aufklärung des Vierfachmordes von Rupperswil ... mehr lesen
Der Fahndungsaufruf wird mit Flugblättern in verschiedenen Sprachen verteilt.
Die Anteilnahme am Tötungsdelikt in Rupperswil ist riesig. (Symbolbild)
Rupperswil AG - Fast 500 Personen haben am Freitag in Rupperswil AG an einem Gedenkgottesdienst für drei der vier ... mehr lesen
Bern - Wegen der Bluttat in Rupperswil AG hat die Polizei nun auch die internationale Polizeibehörde Interpol eingeschaltet. ... mehr lesen
Die Polizei hat Interpol eingeschaltet.
Die Polizei möchte die Bluttat mit Flugblättern aufklären.
Rupperswil AG - Um die Bluttat von Rupperswil mit vier Todesopfern aufzuklären, ... mehr lesen 1
Die vier Personen, die am Montag in Rupperswil in einem Einfamilienhaus getötet wurden, konnten identifiziert werden. ... mehr lesen
Eines der Opfer, Carla Schauer.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Das Feuer ist inzwischen unter Kontrolle. (Symbolbild)
Rupperswil AG - In einem Wohnhaus in Rupperswil AG sind am Montag vier ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 19
Der 67-Jährige Gino Bornhauser wird seit dem 22. April vermisst.
Der 67-Jährige Gino Bornhauser wird seit dem 22. April vermisst.
Opfer weiterhin vermisst  Rafz ZH - Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstagvormittag in Rafz ZH zwei Personen verhaftet: Sie stehen unter dem dringenden Verdacht, einen seit dem 22. April vermissten Mann aus Eglisau getötet zu haben. mehr lesen 
Deutlich höhere Zahl  Sydney/London - Mindestens 45,8 Millionen Menschen leben zurzeit weltweit in modernen ... mehr lesen  
In Indien hat es 18,3 Millionen Sklaven.
Der 22-jährige befindet sich seit Samstag auf der Flucht. (Symbolbild)
Flüchtiger Mörder  Aarau - Der flüchtige Mörder, der aus der Psychiatrischen Klinik Königsfelden in Windisch AG ausgebrochen ... mehr lesen  
Weitere Verdächtige werden gesucht  Rio de Janeiro - Bei ihren Ermittlungen zur Gruppenvergewaltigung einer 16-Jährigen hat die brasilianische Polizei zwei Verdächtige festgenommen. Nach weiteren vier Verdächtigen werde gesucht, teilte die Polizei am Montag in Rio de Janeiro mit. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... ist ja noch nicht so lange her, als dass einem das alternde aber gut ... Fr, 27.05.16 21:37
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 9°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Nebel
Basel 10°C 21°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
St. Gallen 10°C 18°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Bern 9°C 19°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Nebel
Luzern 11°C 19°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig Nebel
Genf 11°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 16°C 20°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten