Russen in den Favoritenrollen
publiziert: Freitag, 21. Jan 2005 / 23:23 Uhr

Ein Jahr vor dem Beginn der Olympischen Winterspiele in Turin finden von Dienstag bis Sonntag an gleicher Stätte die Eiskunstlauf-Europameisterschaften statt. Die Russen gehören in allen vier Disziplinen zu den Titel-Anwärtern.

Pluschenko trat auf Empfehlung seines Arztes in dieser Saison kürzer.
Pluschenko trat auf Empfehlung seines Arztes in dieser Saison kürzer.
Bei den Männern ist Weltmeister Jewgeni Pluschenko der klare Favorit. Der 22-Jährige musste sich im vergangenen Jahr in Budapest nach einer verpatzten Kür überraschend dem Franzosen Brian Joubert geschlagen geben. Diese Scharte will der dreifache Europameister unbedingt auswetzen.

Pluschenko trat auf Empfehlung seines Arztes in dieser Saison kürzer. Wenn er jedoch an den Start ging, war er eine Klasse für sich. Im Grand-Prix-Final Mitte Dezember in Peking erzielte der Russe nach dem neuen Bewertungssystem 251,75 Punkte, ein Total, das bisher keiner auch nur annähernd erreichte.

Herausforderer

Pluschenkos erster Herausforderer ist Joubert, der den Grand Prix "Skate America" für sich entschied. Der Titelhalter liess bisher allerdings die Leistungsstabilität vermissen.

Ein weiterer Medaillen-Kandidat ist der WM-Dritte Stefan Lindemann, dessen Formkurve nach oben zeigt. Der Deutsche wird unter anderen von Ivo Svec, dem Trainer der Schweizerin Kimena Brog Meier, betreut.

Slutskaja wieder da

Der Titelgewinn bei den Frauen führt wohl über die fünffache Europameisterin Jirina Slutskaja. Die russische Olympia-Zweite meldete sich mit Siegen in den Grands Prix von Peking und Moskau sowie dem Triumph am Final in Peking eindrücksvoll zurück.

In der vergangenen Saison hatte sie wegen eine Blutgefäss-Entzündung, die noch immer medikamentös behandelt wird, nur an der WM in Dortmund (9.) teilnehmen können, wo sie verständlicherweise noch nicht in Topform war.

Die Ungarin Julia Sebestyen vermochte bis anhin mehrheitlich nicht zu überzeugen. Als Titelverteidigerin gehört sie dennoch zu den Medaillen-Anwärterinnen. Dies gilt auch für die Italienerin Carolina Kostner, die Russin Jelena Sokolowa und die Finnin Susanna Pöykiö.

Russische Dominanz bei den Paaren

Bei den Paaren würde ein zur Gänze von Russen besetztes Podium nicht erstaunen. Die Vorjahrssieger und Weltmeister Tatjana Totmianina/Maxim Marinin unterstrichen zu Beginn dieses Jahres mit dem Sieg an den nationalen Meisterschaften ihre Vormachtsstellung.

Es war ihr erster Wettkampf seit dem Unfall bei "Skate America", dem ersten GP der Saison. Marinin stolperte damals während einer Hebefigur, worauf seine Partnerin mit dem Kopf aufs Eis schlug. Auf einen Ausrutscher dieses Duos lauern dessen Landsleute Maria Petrowa/Alexej Tichonow und Julia Obertas/Sergej Slawnow.

Im Eistanz sind die Titelhalter Tatjana Nawka/Roman Kostomarow (Russ) sowie Albena Denkova/Maxim Staviski (Bul) als Topfavoriten zu bezeichnen. Die Bulgaren führten den Russen Anfang November am Grand Prix in Nagoya (Jap) die erste Niederlage seit den WM 2003 in Washington zu.

Programm
Dienstag, 25. Januar, 14.00 Uhr: Eistanz, Pflichttanz. 19.15: Paare, Kurzprogramm. -- Mittwoch, 26. Januar, 12.15: Männer, Kurzprogramm. 19.00: Paare, Kür. -- Donnerstag, 27. Januar, 13.30: Eistanz, Originaltanz. 18.25: Männer, Kür. -- Freitag, 28. Januar, 12.25: Frauen, Kurzprogramm. 18.25: Eistanz, Kür. -- Samstag, 29. Januar, 13.00: Frauen, Kür. -- Sonntag, 30. Januar, 14.30: Schaulaufen.

Schweizer Teilnehmer
Männer: Stéphane Lambiel (19, Lausanne), Jamal Othman (18, Münchenbuchsee). -- Frauen: Sarah Meier (20, Bülach), Cindy Carquillat (18, Yvonand). -- Eistanz: Daniela Keller (19, Schachen-Reute) und Fabian Keller (22, Schachen-Reute).

EM 2004 in Budapest
Männer: 1. Brian Joubert (Fr). 2. Jewgeni Pluschenko (Russ). 3. Ilja Klimkin (Russ). -- Frauen: 1. Julia Sebestyen (Un). 2. Jelena Ljaschenko (Ukr). 3. Jelena Sokolowa (Russ). -- Paare: 1. Tatjana Totmianina/Maxim Marinin (Russ). 2. Maria Petrowa/Alexej Tichonow (Russ). 3. Dorota Zagorska/Mariusz Siudek (Pol). -- Eistanz: 1. Tatjana Nawka/Roman Kostomarow (Russ). 2. Albena Denkova/Maxim Staviski (Bul). 3. Jelena Gruschina/Ruslan Gonscharow (Ukr).

(bert/Si)

 
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