Russische Schriftsteller kritisieren Lügen bei Geiseldrama
publiziert: Donnerstag, 9. Sep 2004 / 13:08 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 9. Sep 2004 / 14:03 Uhr

Moskau - Russische Schriftsteller haben nach der Geiseltragödie von Beslan die angeblichen Vertuschungsversuche und die Hilflosigkeit der Staatsführung um Präsident Wladimir Putin kritisiert.

Ich wundere mich schon gar nicht mehr über das Lügen, in dem sich die Staatsmacht in solchen Fällen übt, sagte der Romanautor Wladimir Woinowitsch (Aglaja Rewkinas letzte Liebe) in einer Umfrage der Moskauer Zeitung Nesawissimaja Gaseta.

Die Staatsmacht habe sich hinter den Geiseln verschanzt, anstatt das grundlegende politische Problem Tschetschenien zu lösen, sagte der linksnationalistische Schriftsteller Eduard Limonow. Sie werden immer lügen und werden es immer vorziehen, sich hinter den Körpern von Kindern zu verstecken.

Der Tschetschenien-Konflikt könne nur durch dreiseitige Gespräche zwischen der Regierung in Grosny, den Rebellen und Russland beigelegt werden, sagte Limonow.

Im Nordkaukasus sei nach dem Anschlag ein Bürgerkrieg zu erwarten, erklärte Ludmila Ulitzkaja (Die Lügen der Frauen). Und der Bürgerkrieg wurde durch die Plumpheit, Dummheit und Unfähigkeit unserer Führer hervorgerufen.

In jedem anderen Land hätte die Regierung nach einer Tragödie wie in Beslan zurücktreten müssen, nur nicht in Russland, kritisierte die Schriftstellerin.

Abweichend von den Kollegen nahm der nationalistische Publizist Alexander Prochanow Präsident Putin in Schutz. Putin habe zur nationalen Einigung aufgerufen, und da wäre ich erstmals bereit, ihn zu unterstützen.

Allerdings laufe auch diese Initiative Putins Gefahr, zu versanden, und dann hat sich nur erneut ein schwacher Präsident an einer Machtdemonstration versucht.

(fest/sda)

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