Russland drängt Iran zu Kooperation mit der IAEA
publiziert: Samstag, 13. Sep 2003 / 14:08 Uhr

Moskau - Russland hat an Iran appelliert, im Atomstreit den Vorgaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zu folgen und zu kooperieren. Die IAEA hatte Iran am Freitag eine Frist bis Ende Oktober gesetzt.

IAEA-Chef El Baradei bekommt Unterstützung aus Russland.
IAEA-Chef El Baradei bekommt Unterstützung aus Russland.
Bis dahin soll Iran den Nachweis erbringen, dass das Land nicht über ein verbotenes Atomwaffenprogramm verfügt. Die iranische Delegation verliess aus Protest über den Entscheid die Sitzung der IAEA in Wien.

Die USA verdächtigen Iran, nach Atomwaffen zu streben. Diese Vorwürfe wies Iran zurück. Sollte die Regierung Irans den Auflagen der IAEA nicht nachkommen, könnte dies dem UNO-Sicherheitsrat gemeldet werden, der dann über Sanktionen entscheiden müsste.

Der IAEA-Vorstand mit Vertretern aus 35 Nationen hatte in Wien eine Woche lang hinter verschlossenen Türen getagt. Aus Mangel an Unterstützung im Vorstand hatten die USA ihre Forderung fallen gelassen, die Behörde solle der UNO berichten, dass Iran seinen Verpflichtungen aus dem Atomwaffensperrvertrag nicht nachkomme.

(rr/sda)

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