Russland erörtert Gnadengesuch nach pionageurteil gegen US-Bürger
publiziert: Freitag, 8. Dez 2000 / 10:15 Uhr

Moskau - Die Amnestie-Kommission Russlands ist am Freitag im Kreml zu Beratungen zusammengetreten über das Gnadengesuch des als Spion verurteilten US-Geschäftsmanns Edmond Pope.

Der 54-jährige Amerikaner war am Mittwoch zu 20 Jahren strenger Lagerhaft verurteilt worden. Ihm wird zur Last gelegt, versucht zu haben, von einem russischen Wissenschafter Unterlagen über den neuen russischen Hochgeschwindigkeits-Torpedo «Schkwal» zu kaufen.

Zu Beginn der Sitzung erklärte Kommissionsmitglied Viktor Schulew, dass es «gewichtige Gründe» für eine Amnestierung von Pope oder eine Herabsetzung des Strafmasses gebe. Dazu zählte er nach Angaben der Agentur Interfax den angeschlagenen Gesundheitszustand des Mannes sowie dessen fortgeschrittenes Alter.

Pope hatte am Vortag das Gnadengesuch an Präsident Wladimir Putin gerichtet. Der Fall hatte zuletzt die Beziehungen zwischen Moskau und Washington stark belastet.

(la/sda)

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