Russland hat bisher 15 Städte in Georgien bombardiert
publiziert: Sonntag, 10. Aug 2008 / 07:43 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 10. Aug 2008 / 14:18 Uhr

Tiflis - Russland hat nach Angaben der Regierung in Georgien bisher 15 Städte in der Kaukasusrepublik bombardiert. Das sagte der Sekretär des georgischen Nationalen Sicherheitsrats, Alexander Lomaja, in einer Telefonkonferenz.

Eine Wiederaufbauhilfe sei von Präsident Medwedew zugesichert worden. (Archivbild)
Eine Wiederaufbauhilfe sei von Präsident Medwedew zugesichert worden. (Archivbild)
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«Wir haben es hier mit einer totalen russischen Aggression und Invasion zu tun - zu Land, zu Luft und zu See», sagte Lomaja. Unter anderem werde die Stadt Sugdidi nahe der Grenze zu Abchasien bombardiert. Dort ist ein Schweizer Militärbeobachter für die UNO-Mission in Georgien stationiert.

Russische Angaben dazu gab es bislang nicht. Zuvor hatten beide Seiten bestätigt, dass russische Truppen am Sonntag die Hauptstadt des von Georgien abtrünnigen Gebietes Südossetien, Zchinwali, unter ihre Kontrolle gebracht haben.

Georgische Einheiten waren erst vor drei Tagen dort einmarschiert. Nach Angaben der russischen Agentur Interfax wurde bei den Gefechten um Zchinwali auch der Kommandat der 58. russischen Armee, General Anatoli Kouralew, verletzt. Die Stadt selbst soll weitgehend zerstört sein; in den Trümmern harren tausende Zivilisten aus.

Hilfskorridore eingerichtet

Zu diesen Zivilisten, Verletzten sowie Flüchtlingen verlangte das UNO-Flüchtlingshilfswerk dringend Zugang. Flüchtlingskommissar António Guterres forderte sichere Flucht- und Transportwege für Zivilisten und Hilfskräfte. Tausende Menschen sässen zwischen den Fronten fest, sagte er in Genf.

Nach Medienberichten einigten sich Russland und Georgien derweil auf zwei Hilfskorridore aus Südossetien. Unter Berufung auf die russische Armee berichtete die Nachrichtenagentur RIA Nowosti, georgische und ossetische Flüchtlinge sollen in den Norden nach Russland oder in den Süden nach Georgien gebracht werden.

Im ebenfalls von Georgien abtrünnigen Gebiet Abchasien weitete sich der Konflikt aus. Die moskautreuen Machthaber riefen die Mobilmachung aus.

Abchasische Streitkräfte rückten im Landkreis Gali gegen georgische Stellungen vor, wie die Agentur Interfax meldete. Und an der Grenze zu Russland, im vom Georgien kontrollierten oberen Teil des Kodori-Tals griffen Kampfbomber an.

(tri/sda)

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