Krisenabkommen gefährdet
Russland kritisiert Poroschenko-Vorschlag für Friedensmission
publiziert: Donnerstag, 19. Feb 2015 / 09:55 Uhr
Separatistensprecher Eduard Bassurin warf der Führung in Kiew vor, planlos zu handeln. (Symbolbild)
Separatistensprecher Eduard Bassurin warf der Führung in Kiew vor, planlos zu handeln. (Symbolbild)

Kiew - Der Ruf der ukrainischen Führung nach einer internationalen Friedensmission im umkämpften Donbass ist bei Russland auf Kritik gestossen. Mit seinem Vorstoss gefährde der ukrainische Präsident Petro Poroschenko das Krisenabkommen von Minsk.

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Falls die prowestliche Führung in Kiew nun ein «anderes Schema» vorschlage, statt die Vereinbarungen von Minsk umzusetzen, wolle sie das Abkommen offenbar «zerstören», sagte Russlands UNO-Botschafter Witali Tschurkin am Donnerstag laut der Agentur Ria Nowosti.

Ähnlich äusserte sich der russische Parlamentspräsident Sergej Naryschkin. «Die Minsker Vereinbarungen sehen ein solches Kontingent nicht vor - es könnte das Abkommen aufweichen», sagte der Duma-Chef.

Separatistensprecher Eduard Bassurin warf der Führung in Kiew vor, planlos zu handeln. «Präsident Poroschenko sagte erst, er braucht keine Hilfe, jetzt will er eine Friedensmission», kritisierte er.

Nach der Einnahme der strategisch wichtigen Stadt Debalzewo durch prorussische Aufständische hatte Poroschenko am Mittwoch einen internationalen Friedenseinsatz vorgeschlagen. «Das beste Format wäre eine von der UNO beauftragte Polizeimission der EU», hatte er gesagt.

(flok/sda)

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