Russland kritisiert die Regierung Assads
publiziert: Mittwoch, 14. Mrz 2012 / 23:39 Uhr

Damaskus - Russland schlägt erstmals schärfere Töne gegenüber Syriens Staatschef Baschar al-Assad an. Aussenminister Sergej Lawrow warf Assad am Mittwoch vor, Reformen für ein Ende der Gewalt zu verzögern. Bisher hatte Russland trotz internationaler Kritik Assad die Treue gehalten.

6 Meldungen im Zusammenhang
Bei weitem nicht alle Empfehlungen Russlands würden umgesetzt und schon gar nicht in der gewünschten Zeit, kritisierte Lawrow in einer Rede im Parlament in Moskau. Russland versuche alles, um die Krise in Syrien beizulegen.

Der Sondergesandte Kofi Annan warf Assad vor, seine Vorschläge nicht ausreichend beantwortet zu haben. Noch seien einige Fragen offen, sagte ein Sprecher Annans. Ein Sprecher des syrischen Aussenministeriums erklärte dagegen, sein Land habe «klar» auf die Vorschläge Annans geantwortet.

Der frühere UNO-Generalsekretär hatte nach seinem Gespräch mit Assad erklärt, er habe sich auf drei Punkte konzentriert: Ein sofortiges Ende der Gewalt, humanitäre Hilfe und Beginn eines politischen Dialogs. Annan will am Freitag vor dem UNO-Sicherheitsrat erste Ergebnisse seiner Reise nach Damaskus vorstellen.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel kündigte nach einem Treffen mit dem tunesischen Ministerpräsidenten Hamadi Dschebali in Berlin weitere Gespräche mit China und Russland an. Merkel und Dschebali forderten eine klare Verurteilung der Gewalt in Syrien durch den UNO-Sicherheitsrat, was Russland und China bisher verhindert hatten.

Sturm auf Idlib

Assad ging derweil mit unverminderter Härte gegen seine Gegner vor. Nach der Stadt Homs nahmen die Truppen die Provinz Idlib an der Grenze zur Türkei und die Stadt Daraa in die Zange. Neue Angriffe der Regierungstruppen meldeten die Oppositionellen auch aus den Provinzen Homs, Hama und Daraa.

Ein Aufständischer in Idlib berichtete, das Militär habe die Stadt im Nordwesten des Landes vollständig eingenommen. «Seit gestern Abend gibt es keine Kämpfe mehr, die Freie Syrische Armee hat sich zurückgezogen.» Die reguläre Armee habe die Stadt vollständig gestürmt und zahlreiche Menschen festgenommen.

Am Dienstag sollen in Syrien insgesamt 110 Menschen getötet worden sein. Dazu zählen nach Angaben der Protestbewegung 40 Männer, die in Idlib in der Nacht zum Dienstag hingerichtet worden seien. Am Mittwoch zählten die Aktivisten bis zum Nachmittag landesweit 44 Tote.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Beirut - Syrien hat seinen Verbündeten Russland um Finanz- und Wirtschaftshilfe gebeten, um die Folgen der westlichen Sanktionen ... mehr lesen
Moskau lehnt Forderungen nach einem Rücktritt des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad ab.
Die Regimegegner geben in Syrien nicht auf.
Riad - Die Organisatoren der Proteste in Syrien geben ein Jahr nach dem Beginn der Revolution Durchhalteparolen aus. In einer ... mehr lesen
Güvecci - Die Zahl der syrischen Flüchtlinge in die Türkei ist in kurzer Zeit stark angestiegen. In den vergangenen 24 Stunden ... mehr lesen
Viele Syrer verlassen das Land.
In Damaskus kam es erneut zu Gefechten.
Berlin - Ein Jahr nach Beginn des Aufstandes in Syrien nimmt die Gewalt weiter zu. Am Donnerstagmorgen wurden aus drei ... mehr lesen
Damaskus - Nach der syrischen Protesthochburg Homs nehmen die Truppen von Präsident Baschar al-Assad jetzt die Provinz ... mehr lesen
In Syrien herrscht grosse Unruhe.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Präsident Baschar al-Assad.
Damaskus - Inmitten der anhaltenden Gewalt in Syrien hat Baschar al-Assad ... mehr lesen
Die Taliban kämpfen auch weiterhin für den Dschihad.
Die Taliban kämpfen auch weiterhin für den Dschihad.
Afghanistan  Kabul - Der Durchbruch in der Wahlkrise schürt Hoffnungen auf einen Neuanfang in Afghanistan. Doch auch dem designierten Präsidenten Aschraf Ghani wird der ärgste Feind seines scheidenden Vorgängers Hamid Karsai erhalten bleiben. 
UNO unterstützt Irak gegen IS Beirut/Paris - Der UNO-Sicherheitsrat hat der neuen irakischen Regierung seine Unterstützung ...
Neue Runde der Atomverhandlungen mit Iran New York - Nach dem Auftakt zu einer neuen Verhandlungsrunde um das iranische ...
US-Kongress erlaubt Bewaffnung syrischer Rebellen Washington - Der US-Kongress hat dem Militär genehmigt, die moderaten ...
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2446
    Die... arabischen Staaten werden keine eigene Truppen in den Kampf gegen IS ... gestern 11:24
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2446
    Die... Terroristen der IS, Boko Haram, al-Shabaab, Hamas, etc. legen es drauf ... So, 21.09.14 17:52
  • kubra aus Port Arthur 3155
    Schlupflöcher stopfen Im Energiebereich wird von den meisten Regierungen empfohlen, weniger ... So, 21.09.14 12:29
  • Kassandra aus Frauenfeld 1004
    Man könnte und sollte und möchte und wäre eigentlich und so… Mein Gott Regula, wenn Sie, um mal bei den Konjunktiven zu bleiben, als ... Fr, 19.09.14 17:55
  • kubra aus Port Arthur 3155
    Konjunktivismus Erinnert mich an das Buch von Ralph Giordano. Wenn Hitler den Krieg ... Fr, 19.09.14 12:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1004
    Niemand kommt darum herum, die Lage immer wieder neu einzuschätzen und seinen Standpunkt zu ... Fr, 19.09.14 00:25
  • kubra aus Port Arthur 3155
    Vor dem militärisch-industriellen Komplex hat schon Eisenhower gewarnt. Während des Zweiten Weltkrieges wurde ... Do, 18.09.14 20:51
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2446
    Die... gestörten und kriminellen "europäischen" Muslime die aus D, CH, F etc. ... Do, 18.09.14 15:58
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DI MI DO FR SA SO
Zürich 8°C 11°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 8°C 12°C leicht bewölkt sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
St.Gallen 10°C 13°C leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 12°C 18°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 12°C 16°C leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 13°C 20°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 15°C 26°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten