Russland - China
Russland sucht wegen Sanktionen engere Anbindung an China
publiziert: Montag, 13. Okt 2014 / 16:08 Uhr
Während eines Besuchs des chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang unterzeichneten beide Seiten dazu in Moskau zahlreiche Finanz-, Handels- und Energie-Abkommen.
Während eines Besuchs des chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang unterzeichneten beide Seiten dazu in Moskau zahlreiche Finanz-, Handels- und Energie-Abkommen.

Moskau - Russland will angesichts der westlichen Sanktionen enger mit China zusammenarbeiten. Während eines Besuchs des chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang unterzeichneten beide Seiten dazu in Moskau zahlreiche Finanz-, Handels- und Energie-Abkommen.

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Unter anderem sollen die von den Strafmassnahmen im Zuge des Ukraine-Konflikts betroffenen Banken Kreditlinien aus China erhalten. Profitieren sollen davon das zweitgrösste russische Institut VTB, die staatliche Entwicklungsbank VEB und die Agrar-Bank Rosselkhozbank.

Der Mobilfunkanbieter Megafon vereinbarte mit der chinesischen Entwicklungsbank einen Finanzierungsdeal von umgerechnet 500 Millionen Dollar. Einige russische Unternehmen sind durch die Sanktionen vom westlichen Kapitalmarkt abgeschnitten.

«Ich halte es für wichtig, dass wir trotz der schwierigen Situation, offen für neue Möglichkeiten sind», sagte der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew bei der Unterzeichnung der Abkommen.

Ausbau von Öl- und Gaslieferungen

Auch die russischen Öl- und Gas-Lieferungen nach China sollen forciert werden - wie schon bei einem China-Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin im Mai vereinbart. Beide Seiten besiegelten nun die 400 Milliarden Dollar schweren Pläne für eine östliche Pipeline-Route, die die Vorkommen in Sibirien mit den energiehungrigen Küstenregionen Chinas verbinden soll.

Medwedew äusserte sich zudem zuversichtlich, im nächsten Jahr auch eine Einigung mit China für Gaslieferungen über eine westliche Route zu erreichen. Wegen der Spannungen mit der EU und den USA in der Ukraine-Krise verstärkt Russland seine Bemühungen, die Abhängigkeit vom westlichen Markt zu verringern und die Wirtschaftsbeziehungen mit Asien auszubauen.

(flok/sda)

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die Chinesen die lachenden Dritten im Bunde sein werden, war schon klar, bevor sie den Gasdeal mit Russland unterzeichnet hatten. Genauso klar ist, warum die Chinesen sich nicht wirklich an der Krim gestört haben. Die haben in Tibet etwas ganz ähnliches.
Genauso fatal ist die Annahme bei Russland ginge es nur um Gas und Öl. Es geht auch um seltene Erden und andere rare Rohstoffe. Mit einem besseren Zugriff auf Rohstoffe können die Chinesen mehr Waren exportieren und somit auch mehr Nahrung aus anderen Ländern importieren.
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