Russland trauert um getötete Geiseln
publiziert: Dienstag, 29. Okt 2002 / 08:33 Uhr

Moskau - Zwei Tage nach dem gewaltsamen Ende des Moskauer Geiseldramas hat Russland mit einem nationalen Trauertag der Opfer gedacht. Im ganzen Land wehten die Flaggen auf Halbmast, Radio und Fernsehen strichen alle Unterhaltungssendungen.

Auf Werbetafeln in ganz Moskau waren auf schwarzem Grund Putins Worte aus seiner Ansprache vom Samstagabend zu lesen: Wir konnten nicht alle retten. Vergeben Sie uns. Die Erinnerung an die Opfer soll uns einen.

Die Schulkinder in der Hauptstadt begannen den Unterricht mit einer Schweigeminute zur Erinnerung an die 117 getöteten Geiseln. Fernseh- und Rundfunksender verzichteten auf Werbung. Vor dem Moskauer Musicaltheater, in dem sich das Geiseldrama abgespielt hatte, legten die Menschen Blumen nieder und zündeten Kerzen an.

Inzwischen ist ein Polizeioffizier als mutmasslicher Komplize der Terroristen festgenommen worden. Der Mann habe die tschetschenischen Geiselnehmer im Theatergebäude per Handy über den aktuellen Stand der Polizeiarbeit informiert, berichtete die Agentur Interfax. Der Mann habe jedoch nicht zum Krisenstab gehört.

405 der bei der Befreiungsaktion vergifteten Geiseln müssten weiter stationär behandelt werden, meldete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Ärzte. Durch die gewaltsame Befreiungsaktion am Samstagmorgen starben bislang 115 Geiseln durch das eingesetzte Gas, zwei weitere wurden erschossen.

40 Familien hatten Medienberichten zufolge weiter keinerlei Informationen über das Schicksal ihrer Angehörigen. Die Leichen der Moskauer Geiselnehmer sollen laut Polizei nicht an ihre Angehörigen übergeben werden.

US-Präsident George W. Bush machte die tschetschenischen Terroristen und nicht die russische Führung für das Massensterben im Moskauer Theater verantwortlich. Solange die USA nicht mehr über die Vorgänge in Erfahrung gebracht hätten, ist der Präsident sehr stark der Meinung, dass die Schuldigen die Terroristen sind, sagte der Sprecher des Weissen Hauses, Ari Fleischer.

(bert/sda)

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