Russland und China blockieren erneut Syrien-Resolution
publiziert: Donnerstag, 19. Jul 2012 / 18:11 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 19. Jul 2012 / 20:29 Uhr
Die beiden Länder stemmen sich weiter gegen eine Resolution. (Archivbild)
Die beiden Länder stemmen sich weiter gegen eine Resolution. (Archivbild)

New York - Trotz zunehmender Gewalt findet die Weltgemeinschaft keine Antwort auf die Gewalt in Syrien. Russland und China haben zum dritten Mal eine Resolution des UNO-Sicherheitsrates zu Syrien platzen lassen.

8 Meldungen im Zusammenhang
Die beiden ständigen Mitglieder des mächtigsten UNO-Gremiums legten in New York ihr Veto gegen einen westlichen Entwurf ein und blockierten die Resolution so trotz grosser Mehrheit. Zwei Länder enthielten sich ihrer Stimme.

Der Entwurf sah einen Umbau der militärischen Beobachtertruppe hin zu einer zivileren Mission vor, die direkt Verhandlungen ankurbeln sollte. Zum ersten Mal enthielt der Entwurf auch die Drohung mit Wirtschaftssanktionen, sollte die Gewalt nicht enden. Das lehnt Russland ab.

Kofi Annan enttäuscht

Moskau hatte eine blosse Verlängerung der Mission ohne jede Verbindlichkeit vorgeschlagen. Sondervermittler Kofi Annan und UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hatten hingegen «Konsequenzen» gefordert, wenn der Friedensplan nicht befolgt werde.

Mit dem Scheitern der Resolution trotz elf Ja-Stimmen hat das wochenlange diplomatische Ringen um eine gemeinsame Haltung der Weltgemeinschaft im Syrienkonflikt keine Früchte getragen. Sondervermittler Kofi Annan zeigte sich enttäuscht.

Beobachtermission auf der Kippe

Und auch die Beobachtermission steht nun auf der Kippe. Das «Scheitern» des Sicherheitsrats bedeute, dass die Beobachter-Mission «nicht weitergehen» könne, sagte der Sprecher von US-Präsident Barack Obama.

Die USA würden es nicht unterstützen, unbewaffnete UNO-Mitarbeiter zur Beobachtung der «Brutalität des Assad-Regimes» nach Syrien zu schicken, wenn Damaskus nicht mit Konsequenzen für die begangene Gewalt rechnen müsse.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
New York - UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat sich für eine Fortsetzung der ... mehr lesen
Der UNO-Generalsekretär möchte dem Sicherheitsrat Vorschläge unterbreiten und Hilfe bieten.
Die Beobachtermission in Syrien wird verlängert.
Damaskus/Istanbul - Der UNO-Sicherheitsrat hat sich am Freitag in New York ... mehr lesen
Damaskus/Istanbul - Der Anschlag in Damaskus vom Mittwoch fordert einen weiteren Toten. Der von der Bombe verletzte Leiter der ... mehr lesen
Die Syrischen Beobachtungsstelle meldet heftige Kämpfe in Damaskus. (Symbolbild)
Die Freie Syrische Armee hält fortan die Grenzposten in Schach.
Damaskus - Die syrischen Rebellen ... mehr lesen
Amman - Der syrische Präsident Baschar al-Assad soll sich weiter im Lande aufhalten. Assad sei in Latakia am Mittelmeer, wo er ... mehr lesen
Assad hält sich laut Opposition weiter in Syrien auf.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Laut Aktivisten mehr als 200 Tote in ganz Syrien am Mittwoch.
Damaskus - In ganz Syrien sind nach Angaben der in London ansässigen ... mehr lesen
New York - Der UNO-Sicherheitsrat hat die ursprünglich für Mittwoch vorgesehene Abstimmung im UNO-Sicherheitsrat ... mehr lesen
Über die Resolution stimmt der UNO-Sicherheitsrat morgen Donnerstag ab.
Erinnerungen an Breiviks Terroranschläge vor drei Jahren werden wach
Erinnerungen an Breiviks Terroranschläge vor drei Jahren werden wach
Alarmbereitschaft  Oslo - Das norwegische Innenministerium hat am Donnerstag die Öffentlichkeit vor einer möglichen Terroraktion von Islamisten in den kommenden Tagen gewarnt. Es gebe eine Drohung, die sich aber nicht gegen konkrete Menschen oder Organisationen richte. 
Kolumbien  Miami - Ein US-Gericht hat die Sammelklage Tausender kolumbianischer Bürgerkriegsopfer gegen den Bananenproduzenten Chiquita abgelehnt. Die Kläger warfen dem Konzern vor, die rechtsgerichteten Paramilitärs in dem südamerikanischen Land finanziert zu haben.  
Zurückgetreten  Kiew - Mitten in der schweren politischen Krise hat der ukrainische Ministerpräsident Arseni ...  
Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk.
Titel Forum Teaser
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 14°C 21°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Basel 10°C 22°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
St.Gallen 14°C 25°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
Bern 13°C 27°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Luzern 14°C 26°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Genf 14°C 28°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Lugano 17°C 26°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten