Russland und China wollen Weltraumwaffen-Verbot
publiziert: Dienstag, 12. Feb 2008 / 16:42 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 12. Feb 2008 / 20:23 Uhr

Genf - Russland und China haben an der UNO-Abrüstungskonferenz in Genf einen Vertragsentwurf gegen Weltraumwaffen vorgelegt. Russlands Aussenministers Sergej Lawrow sagte, die Stationierung solcher Waffen im All würde eine Kettenreaktion auslösen.

Massenvernichtungswaffen sind im All bereits verboten.
Massenvernichtungswaffen sind im All bereits verboten.
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Der Vertrag soll sicherstellen, dass keinerlei Waffen im Weltraum platziert werden. Auch sei es dann verboten, Satelliten oder Raumfahrzeuge zu bedrohen. Atom- und andere Massenvernichtungswaffen sind seit 1967 nach internationalen Verträgen im Weltraum verboten.

Die US-Regierung lehnte den Vorschlag ab. Es sei «unmöglich», die Einhaltung eines derartigen Abkommens zu gewährleisten, sagte Regierungssprecherin Dana Perino in Washington.

Sie plädierte stattdessen für Transparenz und vertrauensbildende Massnahmen, um ein Wettrüsten im All zu verhindern. Das Recht der USA auf Forschung, Entwicklung, Tests und andere Aktivitäten im Weltall dürfe nicht eingeschränkt werden.

Neues Wettrüsten im Weltraum?

Sorgen über ein neues Wettrüsten im Weltraum waren aufgekommen, nachdem China im vergangenen Januar eine Rakete zum Abschuss von Satelliten getestet hatte. Moskau verdächtigt Washington ebenfalls ein heimliches Waffenprogramm zur Zerstörung von Satelliten zu verfolgen.

Lawrow verwies auch noch einmal darauf, dass Russland durchaus Möglichkeiten habe, auf die unerwünschte Stationierung eines US-Abwehrsystems in Osteuropa zu reagieren.

Lawrow betonte auch, dass die USA und Russland über einen neuen Vertrag verhandeln müssten, der den Vertrag über die Verringerung strategischer Waffen (START) ersetzen kann.

Die Abrüstungskonferenz der Vereinten Nationen in Genf versucht seit zehn Jahren, sich auf Verhandlungen über eine internationale Abrüstung zu einigen.

(smw/sda)

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