IS-Vormarsch
Russland und USA verstärken Geheimdienst-Kooperation gegen IS
publiziert: Dienstag, 14. Okt 2014 / 21:47 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 14. Okt 2014 / 22:06 Uhr
Kerry beriet mehr als drei Stunden mit Russlands Aussenminister über den Kampf gegen den IS. (Archivbild)
Kerry beriet mehr als drei Stunden mit Russlands Aussenminister über den Kampf gegen den IS. (Archivbild)

Paris - Im Kampf gegen die Extremistenorganisation Islamischer Staat (IS) wollen die USA und Russland enger zusammenarbeiten. Nach einem Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow in Paris sagte US-Aussenminister John Kerry, beide Seiten hätten vereinbart, ihre Geheimdienst-Kooperation zu verstärken.

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Es werde auch geprüft, ob Russland mehr im Kampf gegen den IS tun könne. Lawrow habe seine Bereitschaft erkennen lassen, mit Waffen oder möglicherweise bei der Ausbildung zu helfen.

Kerry beriet mehr als drei Stunden mit Russlands Aussenminister über den Kampf gegen den IS, die Lage in Syrien und im Irak, aber auch über die Ukraine.

Die USA hatten im Irak Luftangriffe gegen die für ihre Gräueltaten bekannten Islamisten vom IS gestartet und fliegen derzeit auch Luftangriffe in Syrien. Andere Staaten, die sich an der internationalen Koalition gegen die Extremisten beteiligen, haben ebenfalls Luftangriffe geflogen, liefern wie Deutschland Waffen oder beteiligen sich an der Ausbildung von Kämpfern gegen den IS.

Truppenabzug bestätigt

Kerry bestätigte ausserdem, dass Russland im Ukraine-Konflikt seine Truppen zurückzieht. «Die Truppen ziehen sich zurück», sagte der US-Aussenminister. Allerdings müsse auch noch «die schwere Ausrüstung zurückgezogen und die Grenze angemessen überwacht und gesichert werden».

Der Abzug der russischen Truppen ist eine der Bedingungen der westlichen Staaten, bevor sie eine Reihe von Sanktionen wieder aufheben, die sie in der Ukraine-Krise vor allem gegen Russland verhängt hatten.

Auf dem Höhepunkt des Konflikts standen im Sommer rund 17'600 russische Soldaten nahe der Grenze zur Ukraine. Seither gab es widersprüchliche Angaben über den Rückzug.

Anfang September wurde für den Osten der Ukraine eine Waffenruhe vereinbart, doch gibt es weiterhin praktisch täglich Kämpfe zwischen den Regierungstruppen und prorussischen Separatisten. Der Westen geht davon aus, dass die prorussischen Einheiten mit russischem Kriegsgerät versorgt werden.

Nach UNO-Angaben wurden im Ukraine-Konflikt innert sechs Monaten 3600 Menschen getötet. Für Freitag ist ein Treffen des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Mailand angekündigt.

(fest/sda)

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