Russland verbietet Jagd auf Sattelrobben-BabysMoskau - Russland hat die Jagd auf Sattelrobben-Babys verboten. Das Umweltministerium gab in Moskau neue Regeln bekannt, nach denen die Jagd auf die kleinsten Sattelrobben im Weissen Meer im Norden des Landes untersagt ist.
(smw/sda)

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Das Verbot gilt nur für die weniger als einen Monat alten Robben mit weissem Fell.
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Laut einem Bericht der Regierungszeitung «Rossijskaja Gaseta» erfolgte die Entscheidung auf Anordnung von Ministerpräsident Wladimir Putin. Die Zeitung zitierte Putin mit den Worten, die Jagd sei eine «blutige Praxis, die schon längst hätte verboten werden müssen».
Umweltschützern gehen die neuen Regeln allerdings nicht weit genug. Denn das Verbot gilt nur für die weniger als einen Monat alten Robben mit weissem Fell. Die Tötung ihrer bis zu ein Jahr alten grossen Geschwister mit grauem Fell bleibt dagegen erlaubt.
Die kleinen Robben mit dem grauen Fell seien die Hauptziele der Jäger, sagte Wassili Spiridonow von der Umweltschutzorganistaion WWF Russland. Igor Beliatski vom Internationalen Tierschutz-Fonds (IFAW) kritisierte, dass das Verbot nur für den Zeitraum vom 1. Mai bis 10. März gelte. In der Jagd-Hochsaison im März und April dagegen sei die Tötung der kleinsten Robben weiterhin möglich.
Die Zahl der Sattelrobben ist in Russland in den vergangenen zehn Jahren stark zurückgegangen. Jahr für Jahr werden im Weissen Meer 35'000 Sattelrobben getötet, um ihr Fleisch, Fell und Fett zu verkaufen. Die EU-Kommission berät derzeit über ein EU-weites Handelsverbot für Robbenprodukte.
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