Russland verlangt Adamows Auslieferung
publiziert: Donnerstag, 19. Mai 2005 / 10:57 Uhr

Bern - Russland hat die Schweiz um die Auslieferung des ehemaligen russischen Atomministers Jewgeni Adamow ersucht.

Russland hat Angst, dass Jewgeni Adamow Staatsgeheimnisse verrät.
Russland hat Angst, dass Jewgeni Adamow Staatsgeheimnisse verrät.
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Das Gesuch sei am Dienstag eingegangen, teilte das Bundesamt für Justiz (BJ) mit. Das Auslieferungsersuchen stützt sich demnach auf einen Haftbefehl eines Moskauer Gerichts vom 14. Mai. Gegen Adamow ermittelt die russische Generalstaatsanwaltschaft wegen Betrugsdelikten, die er während seiner Amtszeit begangen haben soll.

Gegen Adamow hatte im Jahr 2001 eine Duma-Kommission wegen Korruption ermittelt. In ihrem Bericht warf sie Adamow unter anderem Korruption und Betrug vor. Die russische Staatsanwaltschaft prüfte anschliessend den Bericht, eröffnete aber damals kein Verfahren gegen Adamow. Adamow war von 1998 bis 2001 Atomminister seines Landes.

Adamow war am 2. Mai aufgrund eines Festnahmeersuchens aus den USA in Bern verhaftet worden. Die USA werfen dem ehemaligen Minister die Veruntreuung von neun Millionen Dollar US-Regierungsgelder vor.

Gelder für nukleare Sicherheit

Der Untersuchungsgegenstand in Russland sei nicht derselbe wie in den USA, teilte das BJ mit. In beiden Fälle gehe es aber um Gelder, die für die nukleare Sicherheit bestimmt waren.

Den USA bleibt noch bis 30. Juni Zeit, ein Auslieferungsersuchen einzureichen. Vorläufig bleibt offen, welches Ersuchen Vorrang habe, hiess es von Seiten des BJ weiter. Dies soll im Verlauf des Auslieferungsverfahrens geprüft werden. Gemäss den internationalen Verträgen sei es jedoch die Schweiz, die darüber entscheide.

(fest/sda)

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