Russland will UNO-Entscheid über Kosovo
publiziert: Mittwoch, 12. Mrz 2008 / 09:11 Uhr

New York - Russland besteht darauf, dass die geplante Kosovo-Mission der EU nur mit Zustimmung des Sicherheitsrats ihre Arbeit aufnehmen darf. «Wir akzeptieren die Rechtmässigkeit der europäischen Mission nicht», betonte der russische UNO-Botschafter Witali Tschurkin.

Vuc Jeremic begrüsst das EU-Engagement grundsätzlich.
Vuc Jeremic begrüsst das EU-Engagement grundsätzlich.
8 Meldungen im Zusammenhang
Vor allem die geplante Ablösung der bisherigen UNO-Verwaltung UNMIK durch EU-Kräfte sei inakzeptabel, kritisierte Tschurkin nach einer Sitzung des Sicherheitsrats in New York.«All das liegt klar jenseits der Grenzen der UNO-Resolution 1244 und ausserhalb der (europäischen) Zuständigkeit.»

Die EU will im Rahmen der EULEX-Mission rund 1900 Polizisten, Richter, Staatsanwälte und Verwaltungsfachleute ins Kosovo entsenden, um dort vor allem für Recht und Ordnung zu sorgen.Auch die Schweiz will sich mit 15 bis 20 Experten an der Mission beteiligen.

Die Europäer hoffen darauf, die entsprechenden Kompetenzen nach einer Übergangsphase von der UNO-Verwaltung übertragen zu bekommen.

Serbien betont Gewaltverzicht

Wie Tschurkin forderte auch der serbische Aussenminister Vuk Jeremic einen Entscheid des Sicherheitsrats zu der Frage. «Wir begrüssen grundsätzlich jedes Engagement der EU in unserem Land, aber es muss auf eine saubere und legale Weise geschehen», sagte er.

«Das ist der einzige Weg, um eine weitere Verschlechterung der Lage vor Ort zu verhindern.» Ausdrücklich bekannte er sich zu einem Verzicht auf Gewalt.

Keine Verständigung

Die Sitzung des höchsten UNO-Gremiums war auf Antrag Belgrads einberufen worden. Eine Verständigung gab es nicht. Die USA und die europäischen Länder widersetzten sich einer von Russland eingebrachten Erklärung, weil sie die Unabhängigkeit des Kosovo nicht anerkannte.

Die ehemalige serbische Provinz hatte am 17. Februar die Unabhängigkeit von Belgrad erklärt. Seitdem wurde der Staat Kosovo von 27 Staaten anerkannt, darunter die Schweiz, USA und zahlreiche EU-Staaten.Serbien wehrt sich gegen die Abspaltung Pristinas und wird dabei von Russland unterstützt.

(ht/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Der neue Staat Kosovo ist erst ein paar Wochen alt und erhält schon ... mehr lesen
Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey wird auch Pristina im Kosovo besuchen.
Ottawa - Nach einer Reihe von ... mehr lesen
Maxime Bernier betont, dass es sich bei dem Kosovo nicht um einen Präzedenzfall handle.
Die internationale Schutztruppe KFOR trägt nun das Kommando in Mitrovica. (Archivbild)
Pristina - Nach schweren Unruhen in der Stadt Mitrovica im Nordkosovo hat die internationale Schutztruppe KFOR das Kommando übernommen. Zuvor hatte sich die UNO-Polizei aus dem Norden der ... mehr lesen 1
Mitrovica - Hunderte Kosovo-Serben ... mehr lesen 8
Joachim Rücker, der Chef der UNO im Kosovo.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Differenzen um die Kosova-Frage: Vojislav Kostunica.
Belgrad - Nach dem Scheitern der ... mehr lesen
Merdare - Drei Wochen nach der Unabhängigkeitserklärung des ... mehr lesen 2
«Die Mentalität der Vergangenheit in Serbien hat verloren», so Regierungschef Thaci. (Archivbild)
In einer Situation, «in der emotional so viel auf dem Spiel steht und widersprüchliche Interessen aufeinandertreffen», gebe es keine Ideallösung, erklärte Couchepin.
Bern - Die Schweiz anerkennt das Kosovo als eigenständigen Staat. Der Bundesrat beschloss am Mittwoch, diplomatische und konsularische Beziehungen mit dem Land aufzunehmen. In einer ersten ... mehr lesen 14
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Gezi Park Proteste in Istanbul in 2013. (Archivbild)
Gezi Park Proteste in Istanbul in 2013. ...
«Überall ist Taksim, überall ist Widerstand»  Istanbul - Zum dritten Jahrestag des Beginns der Gezi-Proteste haben in Istanbul Hunderte Menschen gegen die islamisch-konservative Staatsführung der Türkei demonstriert. mehr lesen 1
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. ... mehr lesen   1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben Deutschland und Grossbritannien am Dienstag gemeinsam der tausenden Toten des grössten Seegefechts der Geschichte ... mehr lesen  
Gotthard 2016  Berlin - «Tunnel» - mit sechs Riesenbuchstaben feiert die Schweizer Botschaft in Berlin die ... mehr lesen   1
Die Schweizer Botschaft in Berlin mit Tunnel-Schriftzug.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich -1°C 9°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
Basel -1°C 11°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt
St. Gallen -2°C 7°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wolkig, aber kaum Regen
Bern -2°C 9°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wolkig, aber kaum Regen
Luzern 0°C 9°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Genf 2°C 12°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Lugano 3°C 16°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten