SARS: China räumt Vertuschung ein
publiziert: Montag, 21. Apr 2003 / 22:40 Uhr

Peking - Im Kampf gegen die Ausbreitung der gefährlichen Lungenkrankheit SARS haben asiatische Länder drastische Massnahmen ergriffen. Die Regierung Chinas gestand zudem ein, das Ausmass der Krankheit vertuscht zu haben.

Unterschiedliche Angaben zu Zahl der Toten.
Unterschiedliche Angaben zu Zahl der Toten.
Gesundheitsminister Zhang Wenkang und der Pekinger Bürgermeister Meng Xuenong wurden deshalb entlassen. Neuer Gesundheitsminister wird voraussichtlich Vize-Gesundheitsminister Gao Qiang. Er hatte grössere Schwächen im Umgang mit SARS eingeräumt. Das Ministerium sei schlecht vorbereitet gewesen.

Die chinesischen Behörden korrigierten die Zahl der SARS-Fälle erneut nach oben. Bisher seien 92 Menschen an der Lungenkrankheit gestorben, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. 2001 Menschen seien erkrankt.

In dem Eingeständnis, dass das Ausmass der Krankheit vertuscht wurde, räumte die chinesische Regierung die Zahl von 346 Patienten allein in der Hauptstadt Peking ein. Das sind fast zehn Mal mehr als bisher bekannt.

Andere Quellen sprachen von 455 bestätigten Fällen. In Peking wurden sechs Spitäler speziell für die Behandlung der Krankheit ausgewählt.

Als Zeichen, wie ernst die Regierung die Lage einschätzt, wurden die Goldene Woche genannten Ferien über die Maifeiertage gestrichen. Damit soll verhindert werden, dass Millionen von Reisenden die Krankheit weiter verbreiten.

Unter Hinweis auf die ernste Lage schloss die 23 Millionen Einwohner zählende Innere Mongolei ihre Schulen bis 20. Mai, wie der China News Service berichtete. In der 30 Millionen zählenden Provinz Shanxi bleiben Schulen bis 7. Mai geschlossen.

SARS-Fälle seien im mittleren, westlichen und östlichen Teil der nordchinesischen autonomen Region entdeckt worden. Nach Berichten aus Ulan Bator gibt es in der Mongolei auch einen ersten SARS-Toten.

Behörden in Singapur stellten 2500 Beschäftigte eines Gemüsegrossmarkts unter Hausquarantäne, nachdem dort drei Menschen an SARS erkrankt waren. In der Handels- und Wirtschaftsmetropole gibt es bislang 178 bekannte SARS-Erkrankungen. 16 Menschen erlagen der Lungenentzündung.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf sind bis zum Samstag weltweit in 25 Ländern 3547 an SARS Erkrankte und 182 Todesopfer offiziell registriert worden.

(bert/sda)

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