Wegen hohen Restrukturierungskosten:
SAir-Tochter Sabena wieder in den roten Zahlen
publiziert: Mittwoch, 23. Feb 2000 / 20:52 Uhr

Brüssel - Sabena ist wieder in die roten Zahlen gerutscht. Restrukturierungskosten und harter Konkurrenzkampf hatten 1999 trotz mehr Umsatz und Passagieren einen Verlust von 563 Mio. belgischer Francs (22,5 Mio. Fr.) bewirkt.

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Der konsolidierte Umsatz der belgischen Fluggesellschaft, zu 49,5 Prozent im Besitz der SAir-Gruppe, ist 1999 um 3,5 Prozent auf 89,896 Mrd. Francs (3,6 Mrd. Fr.) gestiegen. Das Nettoergebnis blieb indes negativ, wie die Sabena-Gruppe an der Bilanzpressekonferenz vom Mittwoch in Brüssel bekanntgab.

Immer mehr Passagiere
Ohne ausserordentliche Restrukturierungskosten wäre das Nettoergebnis mit 237 Mio. belgischer Francs (9,6 Mio. Fr.) im positiven Bereich geblieben. Um 84,3 Prozent auf 597 Mio. belgische Francs rückläufig war zudem das operationelle Ergebnis der Gruppe.

Der Umsatzzuwachs geht laut Sabena auf steigende Passagierzahlen und die übrige Geschäftsentwicklung zurück. Mit einem Anstieg der Passagierzahlen um 13,9 Prozent auf 10,034 Mio. Fluggäste hat die Sabena-Gruppe erstmals in ihrer Geschichte die Zehn-Millionen- Grenze überschritten.
Hohe Investitionen, Konkurrenzkampf, gestiegene Kerosinpreise und die Bewältigung des Jahreswechsels hätten das Wachstum aber wieder wettgemacht, hielt die Geschäftsleitung fest. Vor allem ins Gewicht fielen jedoch die Flottenerneuerung und den Aufbau des Airline Management Partnership (AMP) mit Swissair verursacht.

AMP und Flottenerneuerung
Allein für das AMP-Projekt nahm Sabena 1999 eine ausserordentliche Rückstellung von 800 Mio. Francs vor. Das Projekt soll die kommerziellen Aktivitäten von Sabena und Swissair zusammenführen.
Im Zuge der Flottenerneuerung nahm Sabena zudem 1999 elf neue Airbus A320 in Betrieb; neun weitere Maschinen folgen 2000. Leicht zurückgegangen ist im übrigen die Sitzauslastung, nämlich um 1,9 Prozentpunkte auf 65,6 Prozent.

Auch 2000 «sehr schwierig»
Auch 2000 werde ein «sehr schwieriges Jahr» werden, sagte Sabena- Chef Paul Reutlinger. Er verwies dabei namentlich auf die steigenden Treibstoffpreise und die anhaltenden Überkapazitäten über dem Nordatlantik.
Sabena will dem unter anderem mit dem weiteren Vorantreiben des AMP-Projekts begegnen, das laut Reutlinger «Modellcharakter für die Zukunft» hat. Zudem sei «eine sehr strikte Kostenkontrolle» weiterhin erforderlich.

(ba/sda)

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