SBB Cargo baut 120 Stellen ab
publiziert: Mittwoch, 3. Jul 2002 / 16:34 Uhr

Basel - Die SBB Cargo AG, Gütertochter der SBB, baut 120 Stellen ab. Wie sie am Mittwoch mitteilte, soll der Abbau sozialverträglich und ohne Entlassungen erfolgen.

SBB Cargo baut 120 Stellen ab.
SBB Cargo baut 120 Stellen ab.
Grund sind Kostensenkung und Produktivitätssteigerung. Der Stellenabbau erfolge, um die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der Strasse und anderen Bahnunternehmungen zu steigern, teilte das Unternehmen mit. Die Stellen sollen in den nächsten Monaten verschwinden.

Abgebaut werden sowohl Mitarbeitende in der Zentrale in Basel als auch in den Regionen. In der Zentrale werden rund 30 Stellen abgebaut - gemäss SBB Cargo gut zehn Prozent des Personals dort. In den sechs Produktionsregionen verschwinden 90 oder fünf Prozent der Stellen.

Projekt «Chance»

Der Abbau erfolge sozialverträglich, teilte das Unternehmen mit. Zudem folgt SBB Cargo der im Gesamtarbeitsvertrag verankerten Verbot von Entlassungen aus wirtschaftlichen Gründen. Rund 90 Stellen werden über vorzeitige Pensionierungen abgebaut. Für die restlichen Betroffenen bieten die Bahnen das Projekt «Chance» an.
Das Projekt unterstützt nach Bahnangaben Mitarbeitende bei der Suche nach einer neuen Stelle innerhalb oder ausserhalb der SBB. Zum Projekt gehören auch Weiterbildungsmöglichkeiten.

Keinen Abbau, sondern Zuwachs meldet SBB Cargo beim Lokomotiv- und beim Visiteurpersonal: die laufenden Ausbildungen von rund 85 Lokführern sowie 18 Visiteuren würden weiter geführt. Insgesamt beschäftigt SBB Cargo rund 5000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Gewerkschaften reagieren mit Befremden

Die Gewerkschaft «transfair» forderte umgehend eine Task Force zur sozialverträglichen Umsetzung des Abbaus. Erstaunlich sei, dass der Abbau wenige Monate nach der Umsiedlung des Cargo-Personals nach Basel erfolge. Es stehe zu befürchten, dass in den Regionen weitere Stellen verloren gehen, umso mehr als SBB Cargo nach dem Defizit von 70 Millionen Franken im Jahr 2001 zum Sparen gezwungen sei.

Der Schweizerische Eisenbahn- und Verkehrspersonalverband (SEV) hält den Abbau für verkehrspolitisch verfehlt. Dies sei ein falsches Signal für die Umlagerungspolitik. Der SEV fürchtet, dass die SBB Cargo ihr Güterverkehrsangebot in den Regionen minimieren will. Von der Politik fordert der Verband eine Ausgestaltung der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA), die die Umlagerung wirklich fördert.
Zum anderen bezeichnet der SEV den Abbau als personalpolitischen Schlag ins Gesicht. Die SBB müsse ihre Cargo-Tochter reintegrieren, da die strategischen Ziele nicht erreicht worden seien.

(gä/sda)

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