Passagierzahl so hoch wie noch nie
SBB: Mehr Passagiere, Güter und Schulden
publiziert: Mittwoch, 30. Mrz 2011 / 09:38 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 30. Mrz 2011 / 14:06 Uhr
Die Zahl der Fahrgäste bei der SBB ist auf Rekordhöhe.
Die Zahl der Fahrgäste bei der SBB ist auf Rekordhöhe.

Zürich - Die SBB hat noch nie so viele Fahrgäste befördert, wie im vergangenen Jahr. Täglich drängten sich 951'000 Menschen in den Zügen. Dazu kamen Tag für Tag 200'000 Tonnen Güter. Wegen hoher Investitionen und der Pensionskassen-Sanierung stiegen aber auch die Schulden.

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Das Konzernergebnis sei 2010 mit knapp 300 Millionen Franken erfreulich ausgefallen, sagte SBB-Chef Andreas Meyer am Mittwoch vor den Medien. Besorgniserregend sei allerdings die jährlich um fast 10 Prozent ansteigende verzinsliche Verschuldung, fügte Finanzchef Georg Radon an. Sie liege bei über 8 Milliarden Franken.

Die Mehrkosten für die Infrastruktur belaufen sich für den Personenverkehr bis 2017 auf rund 500 Millionen Franken pro Jahr. Und pro Jahr werde durchschnittlich eine Milliarde Franken in neues Rollmaterial investiert.

Bahn wird schrittweise teurer

Preiserhöhungen seien unvermeidlich, weil sich der Mehraufwand von jährlich 70 Millionen Franken nicht durch Effizienzverbesserungen und Produktivitätssteigerung kompensieren lasse. In den letzten Jahren seien die Leistungen stärker gewachsen als die Preise, sagte Meyer.

Das Bahnfahren werde deshalb in den nächsten Jahren schrittweise teurer, kündigte der SBB-CEO an. «Radikale Veränderungen» werde es nicht geben. Geplant seien jedoch differenzierte Tarife. Die Fahrt im schnellen komfortablen Zug soll künftig teurer sein als im langsameren.

40 Prozent mehr Sitzplätze

Den Fahrgästen verspricht Meyer bis 2017 40 Prozent mehr Sitzplätze in komfortablen modernen Zügen sowie dichtere Fahrpläne. Ab 2013 werden 400 Meter lange Intercity-Doppelstockzüge durch die Schweiz fahren. Bereits ab 2012 gebe es 150 Meter lange S-Bahn-Züge.

Im Hinblick auf die Eröffnung des Gotthard-Basistunnels und der Durchmesserlinie in Zürich 2017 wurden 100 neue Doppelstockzüge angeschafft. Zudem wurden 19 moderne TGV-Züge für die Strecke nach Paris bestellt.

Im Jahr 2010 benutzten sechs Prozent mehr Menschen den Zug als 2009. Vor allem der internationale Personenverkehr stieg überdurchschnittlich. Insgesamt stieg die Verkehrsleistung um 5 Prozent auf gut 17,5 Milliarden Personenkilometer. Auch SBB Cargo legte zu und transportierte täglich 200'000 Tonnen Güter.

(bg/sda)

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SBB.
Dito, JasonBond,
hier läuft definitiv etwas schief! Folglich ist die grosse Preisfrage: Wo ist das Geld?
In den letzten zehn Jahren beförderte die SBB laut Wikipedia über 50% mehr Personen, hat fast doppelt so viele GA-Abonnenten, 50% mehr Halbtax-Abonnenten und praktisch den gleichen Personalbestand wie im Jahr 2000. Ausserdem erhielt die SBB von 2007-2010 Subventionen in der Höhe von 5,88 Mia. Franken!

Die SBB sollte mal das Management überprüfen und die Effizienz steigern. Aber so kann es definitiv nicht weitergehen!
Irgendwas läuft schief
und niemand merkts??

Wenn die Bahn jedes Jahr enormen Zuwachs erfährt, kann es einfach nicht sein, dass die Schulden immer höher werden.
Das heisst einfach, dass hier ein Missmanagement vorliegt. Pensionskasse hin oder her.

Oder wollen wir uns einfach damit abfinden, dass die Bahn nie schwarze Zahlen schreiben wird, und die Schulden einfach bequem auf die Ticketpreise überwälzt werden?
.
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