SBB-Milliardenauftrag geht an Bombardier
publiziert: Mittwoch, 12. Mai 2010 / 13:43 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 13. Mai 2010 / 09:10 Uhr

Bern - Der kanadische Konzern Bombardier hat das Rennen gemacht: Er erhält den grössten Auftrag in der Geschichte der SBB und baut 59 Doppelstockzüge für 1,9 Milliarden Franken. Für SBB-Chef Andreas Meyer ist es «ein historischer Tag für den Personenverkehr der SBB», wie er vor den Medien in Bern sagte.

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Bombardier, der Weltmarktführer in der Bahntechnik, wird 59 Doppelstockzüge bauen - 436 vollklimatisierte Wagen mit über 36'000 Sitzplätzen. Der Entscheid ist laut SBB klar ausgefallen.

Zwar haben auch die Mitkonkurrenten Stadler Rail und Siemens Angebote «auf gutem Niveau» gemacht, doch Bombardier habe sowohl beim Komfort für die Kunden als auch bezüglich Wirtschaftlichkeit am besten abgeschnitten. Die Züge kosten die SBB 1,9 Milliarden Franken statt der budgetierten 2,1 Milliarden.

Verkehrsminister zufrieden

Verkehrsminister Moritz Leuenberger ist mit dem Entscheid zufrieden, wie er an der Medienkonferenz des Bundesrats sagte. Mit Bombardier sei ein Unternehmen gewählt worden, das in der Schweiz viele Arbeitsplätze habe und diese wohl auch erhalten könne.

Weshalb Siemens und die in der Ostschweiz ansässige Stadler Rail von SVP-Nationalrat Peter Spuhler leer ausgingen, wollte SBB-CEO Meyer nicht kommentieren. Er verwies darauf, dass gemäss GATT- und WTO-Vorschriften die Wertschöpfung in der Schweiz kein Vergabekriterium sein dürfe.

Hoher Komfort

Die Züge der neuesten Generation versprechen einen hohen Komfort für Reisende. So soll es unter anderem an allen Sitzplätzen in der 1. und 2. Klasse Steckdosen und kabelloses Internet geben. In Tunnels sowie beim Kreuzen von Zügen sollen zudem geringere Druckwellen und damit weniger Ohrendruck entstehen.

Die SBB wird die neuen Züge zudem so vorbereiten, dass sie auch in Deutschland und Österreich verkehren können. Dazu werden zunächst drei Züge für den internationalen Einsatz zugelassen, was mit 10 Millionen Franken zu Buche schlägt. Bei Bedarf können alle Züge nachgerüstet werden.

(bert/sda)

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Ich kenne die angeblich sachlichen Argumente schon. Man kann unsere verbleibenden Industriebetriebe auch auf diese Art austrocknen und sie zwingen, den Hauptteil der Produktion ins Ausland zu verlagern. Welches Produkt geeignet ist, wird sich weisen, denn alle 3 Anbieter haben noch nie Doppelstockwagen mit derartigen Anforderungen gebaut. Über den Preis hätte man bestimmt sprechen können, WTO-Regeln hin oder her.
kein Skandal
wieso soll die SBB, welche eh mehr kostet als sie einbringt noch der Stadler unter die arme greifen und ein ungeeigneteres Produkt kaufen? Also noch mehr kosten?
Mann kann es auch so sehen.
Alle haben abgebaut. Unsere Firma hat 25% der Mitarbeiter ausgelagert oder entlassen.
Ein Skandal
Bombardier (vormals Schindler Waggon) hat in der Schweiz unzählige Arbeitsplätze abgebaut und die Kosten dem Schweizer Steuerzahler überlassen. Als Belohnung erhält diese Firma nun den Zuschlag. Auch wenn ein Teil in Villeneuve hergestellt wird, so ist es ein Affront eines Staatsbetriebs, mit am Schluss eben doch subjektiven Argumenten einen Riesenauftrag ins Ausland zu vergeben. Da machen es die Franzosen usw. besser, die betreiben bei derartigen Geschäften Heimatschutz. Warum hat sich der Vorsteher des UVEK nicht zu Wort gemeldet? Sonst kommentieren die Bundesräte doch jeden Haferkäse in der Öffentlichkeit. Das Argument, dass die SBB ein eigenständiges Unternehmen ist, zählt nicht, denn ohne Staatssubventionen wäre diese Firma nicht überlebensfähig.
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