SBB-Netz zusammengebrochen
publiziert: Mittwoch, 22. Jun 2005 / 18:48 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 23. Jun 2005 / 07:32 Uhr

Bern - Auf auf dem Schweizer SBB-Schienennetz geht nichts mehr. Wegen einem Spannungsabfall stehen im ganzen Land alle Züge still.

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Gemäss SBB-Angaben sind rund 100 000 Reisende von dem Netzzusammenbruch betroffen.

SBB-Sprecher Jean-Louis Scherz äusserte sich optimistisch, dass die Panne in etwa zwei Stunden behoben werden könne. Aus noch unbekannter Ursache habe sich ein "Spannungsproblem" über die ganze Schweiz ausgebreitet, sagte SBB-Sprecher Roland Binz im Schweizer Radio DRS.

Das Problem mit der Stromversorgung ist im Tessin zu orten, wie eine Mediensprecherin der SBB gegenüber der Nachrichtenagentur sda erklärte. Das Problem ist, dass die Fahrleitungen nicht genügend Spannung aufweisen; statt 15 000 sind es 12 000 Volt.

Reduzierter Strom und Dieselloks

Wo es mit reduziertem Strom noch möglich sei, würden die Züge in die nächsten Bahnhöfe fahren oder es würden dazu Dieselloks verwendet, sagte Binz.

Wie SBB-Kommunikationschef Werner Nuber gegenüber Radio DRS sagte, waren bis 19.00 Uhr alle Passagiere aus den steckengebliebenen Zügen ausgestiegen. So seien die Reisenden wenigstens an der frischen Luft, sagte Nuber.

Weitere Bahnen betroffen

Auch das BLS-Netz ist von der Panne betroffen. Die Züge der BLS können ausschliesslich auf ihrem Kernnetz fahren: Zweisimmen-Spiez-Brig sowie Spiez-Interlaken.

Auf dem Netz der Rhätischen Bahn gibt es ebenfalls Probleme mit der Stromversorgung. Die Züge verkehren noch, allerdings mit Verspätungen von rund 20 Minuten.

Die Züge des Regionalverkehrs Bern-Solothurn (RBS) fahren dank unabhängiger Stromversorgung störungsfrei. Die RBS-Busse fahren als Bahnersatz für die ausgefallenen Züge auf dem SBB-Netz.

(bert/sda)

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