SBB-Pensionskasse: Probleme strukturbedingt
publiziert: Donnerstag, 5. Jun 2003 / 20:55 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 5. Jun 2003 / 21:17 Uhr

Bern - Die Probleme der SBB-Pensionskasse sind strukturbedingt. Die SBB-Spitze glaubt nicht, dass eigene Fehler Ursache des Finanzlochs sind. Für eine Sanierung, allenfalls über Rentenkürzungen, spielt die SBB dem Bundesrat den Ball zu.

SBB-Mitarbeiter.
SBB-Mitarbeiter.
In einem Mediengespräch reagierte die SBB namentlich auf die Kritik der Medien. Um Fehlinterpretationen in der öffentlichen Diskussion abzuhelfen, wolle man absolute Transparenz schaffen, sagte SBB-Direktionspräsident Benedikt Weibel.

Die Schlussfolgerung der SBB-Spitze: In der Vergangenheit seien bei der Pensionskasse keine massgebenden Fehler begangen worden. Die aktuellen Schwierigkeiten stünden in direktem Zusammenhang mit der Krise an den Finanzmärkten.

Der Fehlbetrag von 2,7 Mrd. Franken Ende 2002 ergebe sich zu 77 Prozent aus Verlusten an den Finanzmärkten, erklärte Rudolf Stampfli, Geschäftsführer Pensionskasse SBB. Die Anlagepolitik der Pensionskasse SBB inklusive der Aktienanteil war vernünftig.

Eine Reduktion des Aktienanteils bereits 2001 hätte die Höhe der Unterdeckung zwar um 400 Mio. Franken reduziert. Doch zum Zeitpunkt der damaligen Entscheidungen habe das Wissen um die anschliessende Entwicklung gefehlt.

Ohne Schwankungsreserve ausgestattet musste die Pensionskasse zwischen 1999 und 2002 eine Rendite von 5,1 Prozent erzielen. Um dieses Ziel zu erreichen, verfolgte die SBB-Pensionskasse eine Anlagestrategie mit einem Aktienanteil von 30 Prozent, wie Benedikt Weibel ausführte.

Ende 2002 wurde dieser Anteil auf 23,9 Prozent gesenkt. Dennoch resultierte ein Verlust von 1,745 Franken, der kumulierte Fehlbetrag stieg auf 2,7 Mrd. Franken. Der Deckungsgrad lag damit noch bei 80,5 Prozent.

Zu leiden hat die SBB-Pensionskassen auch an einer äusserst ungünstigen Alterstruktur der Versicherten. Von den rund 59 000 Versicherten beziehen rund 30 000 bereits eine Rente. Dies sei zwar kein ursächlicher Faktor für den schlechten Deckungsgrad, sagte Weibel. Aber er mache ein Sanierung ausschliesslich über die Aktiven und die SBB unmöglich.

Erste Sanierungsschritte hat die SBB bereits eingeleitet: Ab Juli wird ein Sanierungsbeitrag von 3 Prozent erhoben, den sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber hälftig teilen. Für die so genannten Altrentner spielt die SBB-Spitze dem Bundesrat den Ball zu.

Nach geltendem Recht ist ein Sanierungsbeitrag der Rentenbezüger, die vor 2001 pensioniert wurden, nicht möglich. Deshalb habe man vorgeschlagen, dass der Bund in irgendeiner Form die finanzielle Verantwortung für diese ehemaligen Bundesbeamten übernehme.

Oder aber: Der Bund schaffe die rechtlichen Voraussetzungen, damit diese Rentner zu Sanierung beigezogen werden könnten. Diese Lösung dürfte laut Weibel nicht ganz einfach sein.

(bert/sda)

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