SBB bestellt neue Neigezüge für 250 Millionen Franken
publiziert: Donnerstag, 2. Aug 2012 / 21:51 Uhr
Die Züge des Typs ETR-610 bieten 430 Personen Platz.
Die Züge des Typs ETR-610 bieten 430 Personen Platz.

Bern - Die SBB hat bei der Firma Alstom acht Neigezüge des Typs ETR-610 für den Nord-Süd-Verkehr bestellt. Der Preis für die Neuanschaffung beträgt rund 250 Millionen Franken. Die neuen Züge ersetzen die pannenanfälligen Cisalpino-Züge der ersten Generation, die Ende 2014 ausrangiert werden.

5 Meldungen im Zusammenhang
Gemäss einer Mitteilung der SBB vom Donnerstag sollen die neuen Neigezüge ab 2015 durch den Gotthard fahren. Die Bundesbahnen besitzen bereits sieben Triebzüge desselben Typs. Diese seien zuverlässig und würden für die Strecke zwischen Genf und Mailand beziehungsweise zwischen Basel/Bern und Mailand bereits eingesetzt, schreibt die SBB.

Bei der Inbetriebnahme des ETR-610 war es allerdings zu erheblichen Komplikationen gekommen. Die neuen Züge waren wegen technischer Probleme erst 2009 und damit rund zwei Jahre später als geplant zum Einsatz gekommen - und dies ausschliesslich auf der Simplonstrecke. Der geplante Einsatz auf der Gotthard-Strecke verzögert sich bis heute.

Beim ETR-610 habe es sich um einen neuen Zug mit Kinderkrankheiten gehandelt, sagte SBB-Sprecherin Patricia Claivaz auf Anfrage. Heute sei man aufgrund der bereits gemachten Erfahrungen «optimistisch», die acht bestellten Züge wie geplant Anfang 2015 auf der Gotthard-Achse einsetzen zu können.

Keine Ausschreibung

Beim Kauf der acht zusätzlichen Neigezüge handelt es sich um eine Option aus der ersten Beschaffung aus dem Jahr 2004. Deshalb sei keine Ausschreibung nötig, sagte Claivaz. Die Züge des Typs ETR-610 bieten 430 Personen Platz.

Im April hatte die SBB bereits die Beschaffung von 29 neuen Triebfahrzeugen öffentlich ausgeschrieben. Mit der Investition im Umfang von 800 Millionen soll die erwartete Verdoppelung der Nachfrage auf der Nord-Süd-Achse nach der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels aufgefangen werden.

Man habe den Kundinnen und Kunden bisher im Nord-Süd-Verkehr auf der Gotthard-Achse «nicht die gewünschte Qualität anbieten können», schreibt die SBB in ihrer Mitteilung vom Donnerstag. Die 1993 von SBB und Trenitalia ins Leben gerufene Tochtergesellschaft Cisalpino hatte aufgrund zahlreicher Pannen und Verspätungen der Pendolinos für Negativschlagzeilen gesorgt. Ende 2009 stellte die Cisalpino AG ihre operative Tätigkeit ein.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - Reisende zwischen der Schweiz und Italien sollen künftig pünktlicher und zufriedener ankommen. Die Chefs von ... mehr lesen
Schrittweise sollen Verbesserungen realisiert werden.
Arbeiten bei der Alstom. (Symbolbild)
Baden AG - Für den französischen Technologiekonzern Alstom werden kommenden Frühling in der Schweiz 300 ... mehr lesen
Basel/Bern - Die SBB mustern den pannenträchtigen Pendelzug ETR-470 per Ende 2014 aus. Die mit 4,2 Mio. ... mehr lesen
Ein Cisalpino der Serie ETR-470.
Bald ausgemustert? - Ein «Cisaplino» am HB Zürich.
Bern - Die pannenanfälligen Cisalpino-Neigezüge sollen aus dem Verkehr gezogen ... mehr lesen
Zürich - Die Bahngesellschaft Cisalpino, das Tochterunternehmen von SBB und Trenitalia, wird aufgelöst. Am 13. Dezember ... mehr lesen
Für mehr Verlässlichkeit: Die Bahngesellschaft Cisalpino wird aufgelöst.
Beim Bau des Ceneri-Basistunnels entstehen womöglich erhebliche Mehrkosten.
Beim Bau des Ceneri-Basistunnels entstehen womöglich erhebliche ...
Unbefriedigende Situation  Olten SO - Der Ceneri-Basistunnel wird mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht wie geplant 2019 in Betrieb gehen - sondern ein bis drei Jahre später. Der Rechtsstreit um die Auftragsvergabe kann zu Mehrkosten von bis zu 140 Millionen Franken führen. 
Der Bau des Ceneri-Basistunnels zieht sich hin.
Arbeiten am Ceneri-Basistunnel verzögern sich Bellinzona - Kein Durchbruch für die Alptransit Gotthard AG: Der Bauherr des Ceneri-Tunnels kann weder Kabel noch ...
Verheerende Folgen  Freetown - Die Ebola-Seuche führt nach Einschätzung der Afrikanischen Entwicklungsbank (AfDB) zu einem herben Rückschlag für die Wirtschaft in Westafrika. Die Folgen der Epidemie dürften das Wachstum in Ländern wie Sierra Leone und Liberia um bis zu vier Prozentpunkte dämpfen.  
Erster Ebola-Patient zur Behandlung in Hamburg Hamburg - Erstmals ist ein Ebola-Erkrankter aus Westafrika zur Behandlung nach Deutschland gebracht ...
Die Helfer setzen sich teilweise grossen Risiken aus. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 10°C 19°C leicht bewölkt bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Basel 10°C 19°C leicht bewölkt bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen bewölkt, Gewitter, wenig Regen
St.Gallen 12°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
Bern 13°C 23°C leicht bewölkt bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Luzern 13°C 23°C leicht bewölkt leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
Genf 13°C 25°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
Lugano 16°C 24°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten