SBB führt Gratis-Toiletten in Bahnhöfen wieder ein
publiziert: Sonntag, 11. Dez 2011 / 10:31 Uhr
Weil öffentliche Toiletten auf Bahnhöfen zumeist kostenpflichtig sind, benutzen viele Besucher die WCs stehender Züge.
Weil öffentliche Toiletten auf Bahnhöfen zumeist kostenpflichtig sind, benutzen viele Besucher die WCs stehender Züge.

Bern - Die SBB wird in den Bahnhöfen wieder mehr Gratis-WC anbieten. Entsprechende Umbauarbeiten ab 2012 sind budgetiert. Dies sagt SBB-Chef Andreas Meyer in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag».

6 Meldungen im Zusammenhang
Zahlreiche Passagiere würden in den Bahnhöfen die WC stehender Züge benutzen, weil die Bahnhof-Toiletten kostenpflichtig sind. Deshalb «werden wir wieder mehr öffentliche Toiletten gratis anbieten», verspricht Meyer. «Wir müssen aber noch mit Gemeinden und Städten über die Reinigung in jenen Bahnhöfen verhandeln, in denen wir kein eigenes Personal haben.»

Die SBB hat aber auch weitere Pläne in den Bahnhöfen: Mit Japan als Vorbild will sie ihre Bahnhöfe stärker kommerziell nutzen. «Japanische Bahnhöfe enthalten ganze Warenhäuser. Damit nutzen sie die Passagierströme noch besser als wir für kommerzielle Interessen, um finanziell ein gesundes Eisenbahnunternehmen zu betreiben.»

In Japan gebe es in den Bahnhöfen auch grosse Begegnungsplätze. In Kyoto etwa diene eine riesige Treppe für Konzerte. «Aus Japan haben wir den Mut mitgenommen, diesen originellen Mix voranzutreiben, unsere Ideen haben noch einmal eine grössere Dimension angenommen», sagt Meyer.

In die Nase gebissen

Das härtere Vorgehen gegen Schwarzfahrer und Taschen auf den Sitzen mit Beginn des neuen Fahrplans verteidigt Meyer vehement. «Es geht auf keine Kuhhaut, was unsere Zugbegleiter teilweise erleben. Dieses Jahr wurde einem gar in die Nase gebissen.»

«Wenn wir dann gezwungen sind, an den gesunden Menschenverstand und die gute Kinderstube zu appellieren, wird uns sofort eine Verbotskultur vorgeworfen», sagt Meyer.

Die SBB wolle mit dem Kampf gegen das Schwarzfahren verhindern, dass die Billettpreise noch stärker steigen. «Wir werden auf ein paar neuralgischen Strecken wie Winterthur-Zürich, Liestal-Basel oder Freiburg-Bern weniger Fahrgäste haben, die es darauf ankommen lassen.»

Dadurch erwarte die SBB Mehreinnahmen im zweistelligen Millionenbereich. «In diesem Umfang müssen wir nicht Preiserhöhungen für unsere ehrlichen Kunden vornehmen», sagt der SBB-Chef.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die SBB hat am Dienstag auf Zügen grosser Linien den mobilen Putzdienst gestartet. Nötig wurde diese Reinigung, die ... mehr lesen
Insgesamt sorgen 800 Personen bei der SBB für die Sauberkeit der Züge.
Reisende ohne Billett soll es härter an den Kragen gehen.
Bern - Wer ohne Billett in ein öffentliches Verkehrsmittel steigt, soll künftig ... mehr lesen 1
Bern - In den neuen Zügen auf der Nord-Süd-Achse sind getrennte WC-Anlagen für Frauen und Männer geplant. «Es sind auch ... mehr lesen
Die SBB rechnen bei einer Aufteilung mit mehr Sauberkeit in den Toiletten.
Die Umstellung auf den neuen Fahrplan gestaltet sich bisher ohne Schwierigkeiten.
Bern - Der Fahrplanwechsel bei der SBB in der Nacht auf Sonntag ist ohne irgendwelche Probleme erfolgt. Alles lief wie am ... mehr lesen
Bern - Was im Regionalverkehr längst üblich ist, gilt ab Dezember im ganzen Bahnverkehr: Passagiere können auch in ... mehr lesen
Billettverkauf noch bis Dezember.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Wegen des Unfalls musste die Einfahrt Attikon sowie die Ausfahrt Bertschikon kurzzeitig gesperrt werden.
Wegen des Unfalls musste die Einfahrt Attikon ...
Verkehr  Ein Selbstunfall eines Lastwagenchauffeurs hat am Freitagmorgen (24.10.2014) auf der A1 bei Wiesendangen zu grösseren Verkehrsbehinderungen geführt. Der Lenker welcher vermutlich ein medizinisches Problem hatte, ist kurz vor dem Mittag im Spital verstorben. 
In Betrieb  Neuenburg - Am Bahnhof Neuenburg werden die Abfahrtszeiten der Züge seit Freitag zum ...
Neuenburg hat als erster Bahnhof eine LED-Anzeigetafel.
Lockerung des Kündigungsschutzes  Rom - Die Bediensteten des Öffentlichen Verkehrs haben am Freitag in mehreren italienischen Städten ihre Arbeit niedergelegt. Zum Streik riefen die Gewerkschaften auf, um gegen Pläne der Regierung zur Lockerung des Kündigungsschutzes zu protestieren.  
Italiens Regierung bekommt Vertrauen für Arbeitsmarktreform Rom - Italiens Regierung hat das Vertrauen des Senats für seine umstrittene ...
Matteo Renzi will die Arbeitgeber zu mehr Neueinstellungen bewegen. (Archivbild)
Titel Forum Teaser
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich 6°C 8°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 5°C 10°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 4°C 10°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 7°C 12°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 7°C 12°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 8°C 14°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 10°C 16°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten