SBB muss in Bahnhöfe investieren
publiziert: Donnerstag, 23. Aug 2012 / 10:38 Uhr
Auch der Bahnhof Stadelhofen in Zürich gehört zu den Sorgenkindern.
Auch der Bahnhof Stadelhofen in Zürich gehört zu den Sorgenkindern.

Bern - Bei der Infrastruktur der SBB bleibt der Nachholbedarf unverändert. Das Bahnunternehmen beziffert ihn ähnlich wie im letzten Jahr mit 1,78 Milliarden Franken. Als Baustellen für die kommenden Jahre erweisen sich insbesondere die Bahnhöfe.

4 Meldungen im Zusammenhang
Einige davon platzen aufgrund der wachsenden Passagierströme aus allen Nähten. Mittelfristig ausgebaut werden müssen die Publikumsanlagen von zwölf Schweizer Bahnhöfen. Zu diesem Schluss kommt der Netzzustandsbericht 2011, den die SBB am Donnerstag publizierte.

Bereits aufgegleist ist der Ausbau des Bahnhofs Lenzburg, der bis 2017 abgeschlossen sein soll. Offen ist die Finanzierung der Arbeiten zur Behebung von Engpässen in den elf anderen Bahnhöfen, welche die SBB als unbefriedigend beurteilt.

Kosten von 2 bis 3,5 Milliarden Franken

Deren Funktionalität sei stark eingeschränkt und das Gefahrenpotenzial aufgrund von Engpässen im Personenfluss gross, heisst es im Bericht. Unter den Sorgenkindern befindet sich neu etwa der Bahnhof Stadelhofen in Zürich.

Der Fokus habe bisher zu stark auf dem Schienennetz gelegen, sagte Wassim Badran, Leiter Anlagen und Technologien, anlässlich eines Mediengesprächs. Bis Mitte 2013 soll nun ein Umsetzungsprogramm vorliegen. Die SBB rechnet für den Ausbau der Personenkapazität der Bahnhöfe mit langfristigen Kosten von 2 bis 3,5 Milliarden Franken.

Altersschwäche der Stellwerke

Neben den Engpässen bei den Bahnzugängen zählen unter anderem Mängel an der Fahrbahn sowie die Altersschwäche einiger Stellwerke zu den Faktoren, aus welchen sich der aktuelle Nachholbedarf von 1,78 Milliarden Franken ergibt. Der Nachholbedarf zeigt die Kosten der Investitionen auf, die eigentlich schon erfolgt sein sollten.

Damit weist die SBB im Vergleich zum Bericht 2010 nur einen geringfügig grösseren Rückstand bei der Infrastruktur aus (+ 2,3 Prozent). Der Leiter Infrastruktur, Philippe Gauderon, sprach denn auch von einer «Konsolidierung». 73,9 Prozent der Anlagen befänden sich in einem guten oder sehr guten Zustand.

Mehr Geld für Infrastruktur

Der erste Bericht zum Zustand des Bahnnetzes hatte im Jahr 2009 aufgrund der darin aufgeführten Mängel für Aufsehen gesorgt. Dieser Hilferuf blieb nicht ohne Folgen: Der Bundesrat will der SBB im Leistungsvertrag für die Jahre 2013 bis 2016 Beiträge im Umfang von 6,6 Milliarden für Betrieb und Unterhalt zur Verfügung stellen.

Hinzu kommen steigende Trassenerträge und SBB-interne Massnahmen zur Effizienzsteigerung. Im Vergleich zu 2010 rechnet die SBB in der Zeitspanne 2013 bis 2016 mit durchschnittlich rund 700 Millionen Franken pro Jahr an zusätzlichen Mitteln für die Infrastruktur.

Gauderon machte neben der Finanzierung weitere Herausforderungen für die Zukunft geltend. So will die SBB ihren Energieverbrauch bis 2025 um 20 Prozent senken. Das Ziel ist der Umstieg auf erneuerbare Energieträger.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Die SBB führt ein neues Abfallkonzept ein. Der Bahnhof Bern dient dabei als «Versuchskaninchen»: In der Nacht ... mehr lesen 2
In den Zügen findet man zunehmend liegengelassenen Abfall.
Bern - Für den Ausbau der Bahn will die ständerätliche Verkehrskommission (KVF) deutlich mehr Geld aufwerfen als der Bundesrat. Die Kommission sprach sich für einen Ausbau bis 2025 im Wert von 6,4 Milliarden Franken aus. Dafür will sie die Mehrwertsteuer erhöhen. mehr lesen 
Der Bundesrat fördert die Bahninfrastruktur mit 9,449 Milliarden.
Bern - Der Bundesrat will der SBB und den Privatbahnen in den nächsten vier Jahren deutlich mehr Geld zur Verfügung ... mehr lesen
Bern - Bei der Finanzierung der Bahninfrastruktur schlägt der Bundesrat eine neue Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen vor. ... mehr lesen
Der Bund will seine jährlichen Beiträge an die SBB erhöhen.
Die Piloten der Air France streiken seit dem 15. September gegen die Sparpläne der Gesellschaft.
Die Piloten der Air France streiken seit dem ...
Luftfahrt  Paris - Die streikenden Piloten der Air France haben ein «letztes Angebot» der Airline zur Beilegung der Krise strikt abgelehnt. Die mit Abstand grösste Piloten-Gewerkschaft sprach am Montag in Paris von einer «letzten Provokation» des Konzernchefs Alexandre de Juniac. 
Weiter verhärtete Fronten im Arbeitskampf von Air France Paris - Der Streik der Piloten von Air France hat auch am vierten ...
Weiter massive Flugausfälle bei Air France Paris - Der Streik der Piloten von Air France hat auch am dritten Tag zu ...
Air France streicht am Montag wegen Streiks jeden zweiten Flug Paris - Ein Streik bei der französischen Fluggesellschaft ...
eGadgets Device unterscheidet Frequenzen  Virginia/Kiel - Die «Texting Gun» könnte Autofahrern, die während der Fahrt SMS ...  
«Sniffer Sleuth II»: schon in Produktion.
Spektakuläre Gelmerbahn - nur eine von vielen unglaublichen Schweizer Bergbahnen.
Europa-Rekorde  Die Schweiz ist ein Land der Bahn-Pioniere. Besonders im Bau von krassen ...  
Titel Forum Teaser
  • kubra aus Port Arthur 3155
    Als ich das letze Mal in Biel war, sah ich einige Männer mit Bärten und der ... gestern 14:04
  • Kassandra aus Frauenfeld 1004
    Wohin führt das noch? Asylanten, die ihr eigenes Geld verdienen und erst noch in ... gestern 12:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1004
    Hat kaum was Alle Fanatiker und Verbrecher kosten den Staat Unmengen von Geld, aber ... gestern 11:37
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2446
    Es... geht primär darum Flüchtlingsströme zu verhindern, indem man die ... gestern 10:06
  • kubra aus Port Arthur 3155
    Hat was irgendwie so, als ob wir Schutzgeld zahlen So, 21.09.14 13:31
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2446
    Die... CH ist weiterhin ein Rückzugsgebiet für Jiadisten aus der ganzen Welt. ... So, 21.09.14 13:25
  • Kassandra aus Frauenfeld 1004
    Ein zweischneidiges Schwert... Der Tagi schrieb am 29.12.2013: "Innerhalb von nur vier Jahren wurden ... Fr, 19.09.14 20:05
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2446
    Lediglich... eine Show-Veranstaltung der Organisation "Gewählte Stimme". Die Show ... Mi, 17.09.14 16:57
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DI MI DO FR SA SO
Zürich 8°C 11°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 8°C 12°C leicht bewölkt sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
St.Gallen 10°C 13°C leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 12°C 18°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 12°C 16°C leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 13°C 20°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 15°C 26°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten