SCL Tigers: Vorbei mit Luxus
publiziert: Montag, 30. Jan 2006 / 14:03 Uhr

Einen Monat nach der Gründung der neunköpfigen «Task Force» und eine Woche nach dem Trainerwechsel zog der einzige verbliebene SCL-Tigers-Verwaltungsrat Hans Grunder eine Zwischenbilanz.

Hans Grunder will unnötigen Luxus über Bord werfen.
Hans Grunder will unnötigen Luxus über Bord werfen.
Das Fazit: Langnau muss abspecken!

Hans Grunder wurde das nicht erst bewusst, als er letzte Woche seinem neuen Trainer Christian Weber die Räumlichkeiten zeigte und dieser plötzlich auf der Geschäftsstelle glänzende Augen bekam.

Noch nie hatte Weber im Büro eines Eishockeyvereins «so viel Luxus» in Form von Farbkopierern und weiteren hochmodernen Geräten gesichtet. Das Problem ist erkannt: Langnau muss allen Luxus über Bord werfen.

Falsch budgetiert

In der laufenden Saison wird die SCL-Tigers-AG einen Betriebsverlust von einer Million Franken erwirtschaften.

Die Gründe: falsch budgetierte Zuschauereinnahmen (500 000 Franken), zuwenig verkaufte Werbung (140 000), die zurückerhaltenen Aktien des «Schwindlers» Armin Müller (ehemaliger Verwaltungsrat) wurden noch nicht wieder verkauft (400 000), im Ausländersegment liefen die Ausgaben aus dem Ruder (389 000).

Mit dem Verkauf von Loic Burkhalter an den HC Davos wurde dieses Loch in der Kasse etwa zu einem Viertel aufgefüllt.

Sportliche Leistungen gefragt

Um die Liquidität im April zu sichern, sollen die Müller-Aktien nun schnellstens an den Mann gebracht werden. Hilfreich wären für dieses Vorhaben gute sportliche Leistungen der Mannschaft - so wie am Samstag beim 4:1-Sieg über die Kloten Flyers.

Grunder: «Primäres Ziel ist der Klassenerhalt. Zweitens müssen wir unser finanzielles Überleben sicherstellen. Und drittens wollen wir an der nächsten Aktionärsversammlung den Verwaltungsrat wieder komplettieren.»

Seit dem Abgang von Hans-Ruedi Soltermann (VR Präsident) besteht der Tigers-Verwaltungsrat einzig noch aus Grossrat Hans Grunder, wobei die «Task Force» derzeit «eine Art Ersatz-Verwaltungsrat darstellt» (Grunder).

Defizite verhindern

Hans Grunder präsentierte an der Pressekonferenz auch, wie in den nächsten Jahren Defizite wie in dieser und der vergangenen Saison verhindert werden sollen.

Grunder: «Wir müssen wieder so haushalten wie in den Saisons 2002/2003 und 2003/2004, in denen wir schwarze Zahlen schrieben. Im Vergleich zu damals stiegen die Lohnkosten aber um über eine Million.»

«Auf der Einnahmenseite können wir im Emmental von den Zuschauern und aus dem Sponsoring mit zirka vier Millionen Franken realistisch rechnen. Was mehr ist, ist unseriös. Für nächste Saison müssen wir die Lohnkosten um nochmals 600 000 Franken reduzieren.»

Diese Aufgabe ist beinahe unlösbar: Zum einen will Grunder Lohnkosten um mehr als eine halbe Million senken, andererseits sollte das Team aber nächste Saison dank starker Ausländer (Grunder: «Wir benötigen gute Ausländer, dafür aber nur noch fünf...») um die Playoffplätze mitspielen können.

(rr/Si)

 
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