SGB will AHV-Blockade durchbrechen
publiziert: Freitag, 4. Jan 2008 / 12:10 Uhr / aktualisiert: Freitag, 4. Jan 2008 / 14:05 Uhr

Bern - Die Initiative «für ein flexibles AHV-Alter» muss bald vors Parlament, denn ihre Behandlungsfrist läuft ab. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) fordert dabei von den Räten Zugeständnisse und zeigt sich offen für einen Gegenvorschlag.

Die Senkung des Umwandlungssatzes diene gemäss SGB nur der Gewinnmaximierung der Versicherer.
Die Senkung des Umwandlungssatzes diene gemäss SGB nur der Gewinnmaximierung der Versicherer.
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Mit der Blockade bei der AHV müsse es nach dem Volksnein von 2004 zur 11. AHV-Revision ein Ende haben, verlangte SGB-Präsident Paul Rechsteiner in Bern bei der Jahresmedienkonferenz seines Verbands. Die Revision sei damals an der mangelnden Ausgestaltung des flexiblen Altersrücktritts gescheitert.

Seither habe sich das Parlament vor der Frage gedrückt. Der Bundesrat habe ein Jahr nach dem Nein eine praktisch unveränderte Revision vorgelegt, die auf «rabenschwarzen» volkswirtschaftlichen Annahmen beruhe. Die Finanzen der AHV seien aber trotz höherer Lebenserwartung der Bezüger seit Jahren im Lot.

Eine Flexibilisierung des Rentenalters sei mit drei Lohnpromillen finanzierbar. Die Initiative des Gewerkschaftsbundes sei das richtige Mittel zu einem Altersrücktritt ab 62 Jahren bei ungekürzter Rente nicht nur für Privilegierte. Komme das Parlament der Initiative in substanziellen Punkten entgegen, stemme sich der SGB nicht gegen einen Gegenvorschlag, sagte Rechsteiner.

Collette Nova, Sozialversicherungsexpertin und geschäftsführende Sekretärin beim SGB, sagte einer weiteren Senkung des Umwandlungssatzes und damit der Pensionskassen-Renten den Kampf an. Die vom Bundesrat vorgeschlagene und im Ständerat abgelehnte Senkung des Umwandlungssatzes in der Berufsvorsorge auf 6,4 Prozent ab 2011 diene allein der Gewinnmaximierung der Lebensversicherer.

(bert/sda)

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