SP-Frauen wollen Armee-Chefin
publiziert: Freitag, 25. Jul 2008 / 13:37 Uhr

Bern - Eine Frau soll Chefin der Armee werden, verlangten die SP-Frauen am Freitag. Die Forderung dürfte kaum eine Chance haben. Unter den 55 Sterne-Generälen der Schweizer Armee findet sich nämlich keine Frau.

Ist die Führung der Armee reine Männersache? (Symbolbild)
Ist die Führung der Armee reine Männersache? (Symbolbild)
5 Meldungen im Zusammenhang
Alle 4 Korpskommandaten, 19 Divisionäre und 32 Brigadiers sind Männer. Frauen bekleiden in der Schweizer Armee zwar den Rang eines Oberst, wie Armee-Sprecher Christoph Brunner am Freitag auf Anfrage sagte. Diese Grade können allerdings nicht zum Chef der Armee gewählt werden. In der Schweizer Armee mit 100'000 aktiven Mannschaften, 20'000 Unteroffizieren und 6000 Offizieren dienen rund 1000 Frauen.

An der Armee sei der gesellschaftliche Wandel der letzten 50 Jahre hin zur Gleichstellung von Frau und Mann offensichtlich vorbeigegangen, schreiben die SP-Frauen in einer Stellungnahme vom Freitag. Nef habe die Anzeige wegen Nötigung seiner Ex-Partnerin zu seiner Privatsache erklärt.

Die SP-Frauen fragten sich darum, weshalb Steuergelder für eine Verteidigungsmaschinerie aufgewendet werden, die Frauen den Schutz vor Gewalt verweigert. Sie fordern daher, dass sich die Armee vom «Männerfilz» zur geschlechtergerechten Organisation wandelt. Dazu brauche es jetzt das Können und Wissen und die Lebenserfahrung einer aufgeschlossenen Frau mit Führungskompetenzen.

(tri/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 7 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Neuenburg - Die Gleichstellung von ... mehr lesen
Seltenes Bild: Noch immer besteht ein  Nachholbedarf in der Berufswelt.
Der Imageschaden durch Roland Nef sei «ziemlich gross».
Bern - «Ziemlich gross» sei der ... mehr lesen
Bern - Bundespräsident Pascal ... mehr lesen
Couchepin will nichts von einem Skandal wissen. (Archivbild)
 
Armeechef Roland Nef ist bei weitem ... mehr lesen 13
Bern - Die Sicherheitspolitischen Kommissionen (SiK) fordern keinen Rücktritt von ... mehr lesen 13
Nef bedaure die Vorwürfe gegen Bundesrat Schmid. (Archivbild)
Nicht immer besser
Die Geschichte hat gezeigt, dass Frauen zwar anders, aber längst nicht immer besser, führen (Ein Mann würde sich niemals vor Despoten verhüllen und kuschen!). Und die Geschichte hat auch gezeigt, dass kandidierende, fähige und nicht pflegeleichte Frauen bis ins intimste Detail durchleuchtet werden (z.B. Christiane Brunner und weitere). Ich weiss erstens nicht, ob eine Frau deshalb die Aufgabe als Armeechefin übernehmen möchte. Und diejeinigen, die es tun würden und die es sicher auch gibt, sind meist Frauen, die sich oft "männlicher" geben als Männer selbst.Dann habe ich doch geich lieber einen richtigen Mann am Ruder. Es ist zudem die SP, die eine Frau als Armeechefin fordert. Deshalb nehme ich an, dass man/frau an eine SP- oder Grüne Armeechefin denkt. Das wäre zuerst zwar vielleicht lustig, doch käme es wohl doch nicht so toll heraus, wenn die Armeechefin selbst eigentlich Abschaffungsgedanken hegt. Und wenn es schon kaum Männer in Sichtweite gibt, die für den schwierigen Posten in Frage kommen, gibt es wohl ein Mehrfaches weniger Frauen, die es könnten.
Wirklich?
Ich mach ja nicht gern auf Apokalypse und Horrorvisionen - aber man sollte sich nie zu sicher sein.

Schauen Sie sich in Europa um, in Paris brennen die Banlieus mit hübscher Regelmässigkeit, in Italien ist eben der Notstand ausgerufen worden, in Spanien streikten die Lastwagenchauffeure, die ETA ist nicht auszumerzen. Ich gebe allen Armeekritikern recht - im echten, militärischen Bedrohungsfall durch eine feindliche ausländische Macht könnten wir wohl zusammenpacken, mit oder ohne neuen Kampfjets :-).

Heute gibt es aber weit mehr als "nur" solche Szenarien, die doch einiges realer erscheinen.Stellen Sie sich vor, die Unwetter häufen sich, stellen Sie sich vor, die Güter werden knapp, stellen Sie sich vor, der Westen öffnet seine Pforten für die Armen aus aller Welt. Stellen Sie sich vor, einige hitzköpfige Staatsmänner "füüürlet" einmal zuviel.

Nur schon das Kasperletheater mit Lybien zeigt doch, wie trügerisch der Friede unter den Staaten und Menschen doch immer ist. Ich jedefalls gebe zu, dass mir der Gedanke, dass in der Schweiz innert nützlicher Frist eine Armee mobilisiert werden kann, der man zu 95% vertrauen kann (also keine putschgefährdeten Söldner sondern Soldaten mit einem gesunden Rechtsempfinden) zu meinem persönlichen Sicherheitsquotienten beiträgt.
Gute Idee
wir brauchen keine!
Lieber fred50 ...
Ich finde Ihre Gedanken echt ironisch spassig ... wirklich grins ...

"..... Wie das Ganze mit der Wirtschaft sowie der Familie (wohin mit den Kindern während des WK's?) zu vereinbaren wäre, kann ich auch nicht sagen. Aber vermutlich haben die SP-Frauen hier schon eine Lösung bereit. Staatlich zur Verfügung gestellte Ferienlager - ähnlich den schon lange geforderten Kinder-Tagesstätten - wäre doch eine Möglichkeit.

Und in etwa zehn, fünfzehn Jahren wäre es dann soweit, dass auch eine Frau in die höchsten Grade aufgestiegen und zum Chef der Armee gewählt werden könnte."

Ich fahre fort: Und dann das mit der Wirtschaft ... Sie meinen, dass wir dann Militärfrauen im Tenu Grün (wie wir sagten ...) in der Beiz beim Jassen oder Bier/e hinunterschütten antreffen würden und kurz vor dem Einrücken grölend ins Kantonnement wanken sehen könnten ... natürlich auf frauliche Art und nicht ... eben ...

Nur so nebenbei: Ich bin überzeugt, dass wir in der Schweiz etliche profilierte, fachlich kompetente Führungsfrauen (ich denke ans wirliche Führen und nicht an Profi-Machos, die führen möchten ...) hätten, die diesen Armeechefposten übernehmen könnten - nicht zum Schaden der Armee, ganz bestimmt nicht.
Super...
... da führen wir doch sofort die obligatorische Wehrpflicht für alle Frauen ein. Natürlich mit der Rekrutenschule und den Wiederholungskursen bis zum 30. Lebensjahr, so wie es auch für die jungen Männer gilt. Und dazu mit der Pflicht, Dienst mit der Waffe zu leisten und auch jährlich die obligatorischen Schiessübungen zu absolvieren. Was den Nebeneffekt hätte, unseren Schützenvereinen das Überleben ein bisschen einfacher zu machen.

Wie das Ganze mit der Wirtschaft sowie der Familie (wohin mit den Kindern während des WK's?) zu vereinbaren wäre, kann ich auch nicht sagen. Aber vermutlich haben die SP-Frauen hier schon eine Lösung bereit. Staatlich zur Verfügung gestellte Ferienlager - ähnlich den schon lange geforderten Kinder-Tagesstätten - wäre doch eine Möglichkeit.

Und in etwa zehn, fünfzehn Jahren wäre es dann soweit, dass auch eine Frau in die höchsten Grade aufgestiegen und zum Chef der Armee gewählt werden könnte.


brauchen wir das?
An dieser Stelle könnte man gleich darüber diskutieren, ob die Schweiz überhaupt eine Armee braucht?!
Kriegshandwerk ist nichts für Frauen
Jetzt gehen die SP-Frauen zu weit und schiessen weit übers Ziel hinaus. Frauen können zwar Militärdienst leisten, aber in gewissen Grenzen und das ist gut so und sollte auch so bleiben.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Private Radio- und Fernsehveranstalter werden mit 30 Millionen Franken aus der Radio- und Fernsehabgabe direkt unterstützt.
Private Radio- und Fernsehveranstalter werden mit 30 ...
57.5 Millionen Franken für entgangene Werbeeinnahmen  Bern - Die Coronavirus-Pandemie trifft die Medien hart. Ihre Werbeeinnahmen sind bereits drastisch gesunken. Aufgrund der besonderen Bedeutung der Medien für die Demokratie hat das Parlament in der ausserordentlichen Session breit abgestützte Motionen überwiesen, um finanzielle Soforthilfe im Umfang von 57.5 Millionen Franken zu leisten. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 20. Mai 2020 zwei entsprechende Notverordnungen verabschiedet. mehr lesen 
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, ... mehr lesen 3
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Finanzhilfen für bestehende Grosswasserkraftwerke waren im ersten Massnahmenpaket zur Energiestrategie ursprünglich nicht vorgesehen.
Ständerat schwenkt auf Linie des Nationalrats  Bern - Grosswasserkraftwerke sollen Subventionen erhalten, wenn sie den Strom zu tiefen Preisen ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 2°C 4°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wolkig, wenig Schnee
Basel 2°C 5°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
St. Gallen 0°C 2°C wolkig, wenig Schneeleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wolkig, wenig Schnee
Bern 1°C 3°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, wenig Schnee wolkig, wenig Schnee
Luzern 1°C 3°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wolkig, wenig Schnee
Genf 2°C 4°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wechselnd bewölkt
Lugano 2°C 10°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten