
Lugano TI - Die Debatte um das umstrittene SP-Migrationspapier konzentrierte sich am Samstag auf flankierende Massnahmen im Zusammenhang mit der Personenfreizügigkeit. Im Zentrum standen Themen rund um Steuerpolitik, Schwarzarbeit, Wohnraumpolitik und Bildung.
Kritik gab es in mehreren Fällen an Formulierungen, bei denen eine fremdenfeindliche Wirkung befürchtet wurde. Dies bezog sich unter anderem auf die Debatte um den Missbrauch von Sozialwerken. Doch die Delegierten lehnten es ab, das Themenfeld komplett zu streichen.
Kontroverse um Integrationsvereinbarungen
Für eine kontroverse Diskussion sorgte das Thema Integrationsvereinbarungen für Zuwanderer. Die Geschäftsleitung befürwortete solche Massnahmen in ihrem Papier ursprünglich. Doch die Versammlung folgte dem Antrag der JUSO. Diese verlangte, dass sich die SP gegen Integrationsvereinbarungen aussprechen sollte.
Es handele sich um keinen Vertrag, sondern um eine einseitige behördliche Anordnung, lautete die Begründung. Berücksichtigt wurde dabei die Ende August geäusserte Absicht des Bundesrats, auf obligatorische Integrationsvereinbarungen verzichten zu wollen.
Die Debatte um die zahlreichen Änderungsanträge für das Migrationspapier wird am Sonntag fortgesetzt. Umstrittene Themen im Bereich des Asylwesens - beispielsweise Zwangsausschaffungen und Sans-Papiers - werden dann auf den Tisch kommen.
Berste spricht über Sozialstaat
Bundesrat Alain Berset hat in seiner Ansprache vor dem SP-Parteitag die Bedeutung des Sozialstaats hervorgehoben. Dieser sei in der Vergangenheit immer häufiger in Frage gestellt worden.
Der Druck der Schuldenkrise werde in vielen Ländern auf den Sozialstaat abgewälzt, sagte Sozialminister Berset. Doch sozialpolitische Sicherheit sei die Voraussetzung für eine starke Wirtschaft.
Berset wies darauf hin, dass es aus China Interesse am Schweizer Gesundheitssystem gebe. Dort müsse nach dem Wirtschaftsboom nun der Sozialstaat aufgebaut werden. Die Schweiz müsse sich ihrer historischen Errungenschaften in diesem Bereich bewusst werden.
Auch auf Lohngleichheit und soziale Gerechtigkeit kam Berset zu sprechen. In diesem Punkt könne die Schweiz von den skandinavischen Ländern lernen. Im umgekehrten Fall schwäche Ungleichheit eine Gesellschaft.
Eine Reformierung der Sozialwerke sei notwendig. Berset rief die Delegierten des Parteitages auf, einen Patriotismus gegenüber den sozialen Institutionen zu entwickeln.
(bert/sda)
Zeigt offenbar klar, dass die Jungsozialisten die Probleme nicht lösen doch aber bewirtschaften wollen. Pech nur, dass das nach wie vor auf Kosten des Steuerzahlers geht, dazu noch milliardenschwer.
- zombie1969 aus Frauenfeld 1575
Fast getroffen! "Das Bundesamt für Migration (BfM) hat am Mittwoch die Armeeunterkunft ... gestern 23:42 - Querschleeger aus Rheinfelden 982
... ;-) ... and f*ck the Friedens-Nobelpreisträger Barrack Obama!!! gestern 22:58 - Midas aus Dubai 3063
Pest und Cholera Darunter hatten wir ja die Wahl. Nun haben wir die Cholera. Wie man ... gestern 21:44 - Midas aus Dubai 3063
Zeichen für was? Schaden? Also Grendel, Sie wollen also ein Gesetzt annehmen dass der Schweiz ... Di, 18.06.13 21:24 - Midas aus Dubai 3063
Batman Es geht nicht um das Kopftuch, sondern wofür es steht. Falsches ... Di, 18.06.13 21:11 - jorian aus Gretzenbach 1196
Witzig Langsam werden Sie zur Witzfigur! Bleiben Sie bitte beim Thema ... Di, 18.06.13 18:01 - HeinrichFrei aus Zürich 239
Keine wichtigeren Probleme als Kopftücher? Das Fernsehen, die Gratiszeitung 20 Minuten, der Blick, der Tages ... Di, 18.06.13 16:48 - keinschaf aus Henau 1552
Wie ich die Lage einschätze... ...war nicht mehr zu erwarten, als ein Nichteintretensentscheid. Es ist ... Di, 18.06.13 16:44
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