SP bezeichnet Wahl-Debakel als Einzelfall
publiziert: Montag, 16. Apr 2007 / 20:31 Uhr / aktualisiert: Montag, 16. Apr 2007 / 21:36 Uhr

Zürich - Die SP Schweiz bezeichnet das Debakel der Zürcher SP bei den Wahlen vom Sonntag als Einzelfall. Daraus lasse sich kein Trend für die nationalen Wahlen ableiten. FDP und Grüne sehen es auch so. Politologen hingegen sagen der SP Verluste voraus.

SP-Präsident Hans-Jürg Fehr hat Hoffnung für die Wahl im Herbst.
SP-Präsident Hans-Jürg Fehr hat Hoffnung für die Wahl im Herbst.
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Man dürfe das Ergebnis der Zürcher Wahlen nicht verabsolutieren, nicht hochrechnen, findet SP-Präsident Hans-Jürg Fehr. Man könne das Debakel der Zürcher SP «nicht bruchlos verlängern bis in den Herbst». Er sei überzeugt, dass die SP bei den eidgenössischen Wahlen bedeutend besser abschneiden werde.

Zürich sei aber zweifellos ein wichtiger Kanton, und die SP habe dort eine schwere Niederlage erlitten, sagte Fehr im «Tagesgespräch» von Radio DRS weiter. In einer telefonischen Konferenz hatte sich die SP-Spitze beraten.

Das Ergebnis dieser Krisendiskussion laut Fehr: «Wir müssen nun herausfinden, was in Zürich wirklich passierte.» Und warum es nicht gelungen sei, die Wählerinnen und Wähler zu mobilisieren. Mit Blick auf die nationalen Wahlen im Oktober werde die Partei die Frage der sozialen Gerechtigkeit noch mehr ins Zentrum rücken.

Die SP sollte im Hinblick auf die nationalen Wahlen nach Ansicht der Berner Politologin Regula Stämpfli mit den Grünen unbedingt die Bildung eines gemeinsamen Blocks anstreben. Allerdings sei davon auszugehen, dass die im Vorfeld bereits als grosse Gewinner bezeichneten Grünen daran wenig interessiert wären.

Von der Gewinner- zur Verliererpartei?

Die Prognosen für die SP stünden schlecht, sagte Stämpfli zur SDA. Vor einem Jahr noch als Gewinnerpartei gehandelt, werde sie sich voraussichtlich in eine Verliererpartei verwandeln.

Etwas weniger pessimistisch fällt die Prognose des Lausanner Politologen Andreas Ladner aus: Die SP werde im Oktober einen leichten Rückgang in Kauf nehmen müssen. Jedenfalls werde die Partei ihr Ziel, die wichtigste politische Kraft im Lande zu werden, nicht erreichen.

(fest/sda)

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