SP nominiert Gewerkschafter Charles Beer
publiziert: Dienstag, 7. Jan 2003 / 14:34 Uhr

Genf - Die Genfer SP steigt am 2. März mit dem Gewerkschafter Charles Beer in die Kampfwahl um die Nachfolge von Micheline Calmy-Rey im Genfer Staatsrat. Die SP-Basis zog Beer der gescheiterten Bundesratskandidatin Liliane Maury Pasquier vor.

Gewerkschafter Charles Beer.
Gewerkschafter Charles Beer.
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Drei Frauen und ein Mann standen zur Auswahl. Während die Parteileitung eine weibliche Kandidatur favorisiert hatte, entschieden die Delegierten am späten Montagabend knapp anders. Der Gewerkschafter und Grossrat Charles Beer vereinigte 148 Stimmen auf sich, Nationalrätin Liliane Maury Pasquier erhielt 133.

Keine Wahlchance gaben die SP-Delegierten den ehemaligen Grossrätinnen Elisabeth Reusse-Decrey und Christine Sayegh. Die Frauenkandidaturen, insbesondere diejenige von Maury Pasquier, waren auch von SP Schweiz-Präsidentin Christiane Brunner unterstützt worden.

Die FDP schickt für die Kampfwahl vom 2. März den 39-jährigen François Longchamp ins Rennen. Die Freisinnigen hatten den früheren Parteisekretär bereits Mitte Dezember nominiert. Longchamp, ein Zögling des früheren, linksfreisinnigen Staatsrates Guy-Olivier Segond, gilt als Hoffnungsträger, mit dem die FDP ihr Comeback versuchen will.

Die Delegierten haben bereits grünes Licht zur Lancierung einer eigenen Kandidatur erteilt. Der Parteivorstand entscheidet am Mittwoch über eine allfällige Nomination. Die SVP hatte bei den letzten Grossratswahlen auf Anhieb 10 von 100 Sitzen erobert.

Die siebenköpfige Genfer Regierung setzt sich bisher aus 2 Liberalen, 2 CVP, 2 SP und einem Grünen zusammen. Nach dem Weggang von Micheline Calmy-Rey sind noch zwei Frauen im Staatsrat; beide gehören der Liberalen Partei.

(bert/sda)

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