SRG trotz höheren Gebühren ohne Gewinn
publiziert: Montag, 28. Apr 2008 / 11:04 Uhr / aktualisiert: Montag, 28. Apr 2008 / 15:12 Uhr

Bern - Die SRG SSR idée suisse hat 2007 ein Defizit von 17,2 Millionen Franken erwirtschaftet, knapp 8 Millionen weniger als 2006. Dennoch ist die nationale Radio- und Fernsehbetreiberin vor allem mit der Ertragssituation nicht zufrieden.

Mehreinnahmen wurden durch das Gebührensplittung kompensiert.
Mehreinnahmen wurden durch das Gebührensplittung kompensiert.
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Der Betriebsertrag stieg gemäss SRG-Angaben um 1,5 Prozent auf 1,57 Milliarden Franken. Die Mehreinnahmen bei den Empfangsgebühren betrugen 6 Millionen Franken, während der kommerzielle Ertrag um 7,3 Millionen Franken gesteigert wurde.

Die auf den 1. April 2007 vollzogene Gebührenanpassung habe der SRG keine Mehreinnahmen gebracht, da diese weitgehend durch das neue Gebührensplitting neutralisiert worden seien, kritisiert die SRG. Das Haushaltwachstum sei erheblich tiefer ausgefallen, als der Bundesrat beim Gebührenentscheid angenommen habe.

Ausländische Werbefenster profitieren

Von jedem Haushalt, der Gebühren entrichtet, bekomme die SRG heute vier Franken weniger als 2003, sagte Jean-Bernard Münch, SRG-Verwaltungsratspräsident.

Und dies obwohl die Gebührenrechnung um 29 Franken gestiegen sei. Mit den 30 Millionen Franken, die durch die Gebührenerhöhung realisiert wurden, hätten die Ansprüche der privaten Anbieter finanziert werden müssen.

Auch habe die SRG wegen rechtlicher Verbote und Einschränkungen im neuen Radio- und Fernsehgesetz keine zusätzlichen kommerziellen Einnahmen erschliessen können. Von den Einschränkungen im Bereich Werbung und Sponsoring profitierten einzig die ausländischen Plattformen und Werbefenster, nicht aber die SRG und die Privaten in der Schweiz.

Weiteres Defizit erwartet

Für das Jahr 2008 rechnet das Unternehmen mit einem Defizit von rund 50 Millionen Franken. Das sagte SRG-Generaldirektor Armin Walpen. Verantwortlich für die Höhe des Verlusts seien auch die grossen Sportanlässe.

«Die Kosten für die Übertragungsrechte von grossen Sportveranstaltungen wie der EURO 2008 oder den Olympischen Spielen steigen explosionsartig an», sagte Jean-Bernard Münch, SRG-Verwaltungsratspräsident.

Einen Antrag auf Gebührenerhöhung könnte die SRG frühestens im Jahr 2010 stellen. Ob die Gesellschaft davon Gebrauch machen wird, liess Walpen offen. Im Bereich der Online-Werbung sieht der Generaldirektor ein Einnahme-Potential, das es jedoch noch auszuloten gelte, wie Walpen sagte.

(ht/sda)

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