SVP Graubünden schliesst Widmer-Schlumpf nicht aus
publiziert: Donnerstag, 10. Apr 2008 / 08:53 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 10. Apr 2008 / 10:34 Uhr

Chur - Die Geschäftsleitung der SVP Graubünden hat einstimmig beschlossen, der Forderung der SVP Schweiz nicht nachzukommen und Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf nicht bis zum 30. April aus der Kantonalpartei auszuschliessen.

Eveline Widmer-Schlumpf kann (vorerst) aufatmen.
Eveline Widmer-Schlumpf kann (vorerst) aufatmen.
16 Meldungen im Zusammenhang
Ein freiwilliger Austritt der Bündner SVP aus der Mutterpartei kommt für deren Geschäftsleitung nicht in Frage.

«Das wäre ein Bückling vor der SVP Schweiz, und den machen wir nicht», erklärte Ueli Bleiker, Interimspräsident der Kantonalpartei.

Auch ein Austritt von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf «wäre ein falsches Signal an die SVP Schweiz», sagte Bleiker vor den Medien in Chur. Es bestehe kein Grund dafür, dass die Bundesrätin ihr Amt niederlegen solle.

Austrittskampagne verurteilt

Bundesrätin Widmer-Schlumpf bleibe Mitglied der SVP Graubünden. Die gegen sie gerichtete Austrittskampagne verurteile die Geschäftsleitung mit aller Schärfe, erklärte Bleiker.

Die SVP Schweiz hat die Bundesrätin aufgefordert, bis am (morgigen) Freitag aus der Partei auszutreten.

Sollte der Austritt nicht erfolgen, müsste die Kantonalpartei die Bundsrätin nach dem Willen der Mutterpartei bis am 30. April ausschliessen.

Geschieht auch dies nicht, will die SVP Schweiz das Verfahren zum Ausschluss der Bündner Sektion einleiten.

Bundesrätin an der Delegiertenversammlung

Die Ausschlussfrage wird noch die kantonale Delegiertenversammlung am 23. April beschäftigen, an der auch die Bundesrätin anwesend sein wird, wie Ueli Bleiker in Chur erklärte. Ob die Delegiertenversammlung abschliessend über die Ausschlussfrage abstimmen wird, ist aber noch offen.

Gemäss Statuten der Kantonalpartei ist die Geschäftsleitung zuständig für den Ausschluss eines Mitgliedes aus der Partei. Die Delegiertenversammlung entscheidet nur dann abschliessend als Rekursinstanz, wenn der Entscheid der Geschäftsleitung weitergezogen wird.

Die SVP Schweiz will an ihrem Fahrplan zum Ausschluss der Bündner Kantonalsektion festhalten. Eine Einflussnahme an der kantonalen Delegiertenversammlung durch die Mutterpartei sei nicht geplant, sagte Pressesprecher Alain Hauert.

(rr/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 15 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Chur - Die Bündner SVP steht fast ... mehr lesen
An der Delegiertenversammlung fand sich auch viel Prominenz ein.
Widmer-Schlumpf wird vor der Versammlung sprechen.
Chur - Die Delegierten der SVP Graubünden diskutieren am (heutigen) Mittwochabend in Chur, ob Eveline Widmer-Schlumpf aus der SVP ausgeschlossen werden soll. Es wird erwartet, dass sich die ... mehr lesen 2
Bern - In der mit Spannung erwarteten Stellungnahme hat sich der ... mehr lesen
Die meisten SVP-Kantonalparteien verlangen, dass die SVP Graubünden Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf ausschliesst.
Der Ausschluss von Eveline Widmer-Schlumpf war von der Bündner SVP einstimmig abgelehnt worden.
Bern/Frauenfeld - SVP-Bundesrätin ... mehr lesen 13
Bern - Über 12'000 Personen haben ... mehr lesen 18
Über 12'000 Personen haben in Bern für Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf demonstriert.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Die Bundesrätin der SVP will sich für einen schlanken, leistungsfähigen und bürgernahen Staat einsetzen.
Bern - Nach 100 Tagen im Amt hat ... mehr lesen 1
Frauenfeld - Der Kantonalvorstand ... mehr lesen 4
Die SVP Thurgau hätte sich von Eveline Widmer-Schlumpf klarere Äusserungen gewünscht.
Widmer-Schlumpf ist am kommenden Freitag 100 Tage im Amt.
Bern - Die Frauenorganisation ... mehr lesen 13
Bern - Die Sozialdemokraten, die ... mehr lesen 10
Die SVP-Bundesrätin erhält den Zuspruch eines breiten Spektrums.
Bundesrat Samuel Schmid kritisiert den Kulturverlust in der Politik. (Archivbild)
Bern - Bundesrat Samuel Schmid verurteilt die Forderung seiner Partei an Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, aus der SVP auszutreten. Eine derartige Politkultur bedeute einen Kulturverlust, ... mehr lesen 5
Lungern - Der Zentralvorstand der SVP Schweiz stellt sich hinter den von der ... mehr lesen 5
SVP Präsident Toni Brunner spricht an der Medienkonferenz.
Eveline Widmer-Schlumpf bleibt standhaft.
Bern - Bundesrätin Widmer-Schlumpf lässt sich von der SVP-Parteileitung nicht einschüchtern: Sie trete weder aus der Partei aus noch aus der Landesregierung zurück, sagte die Justizministerin ... mehr lesen 7
Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hält die Drohung der SVP für unakzeptabel.
Bern - Der gesamte Bundesrat steht laut Aussenministerin Micheline Calmy-Rey hinter Eveline Widmer-Schlumpf. Die Drohungen, die die SVP-Justizministerin erhalten habe, seien ein Angriff auf ... mehr lesen 2
Etschmayer Das Theater um Eveline Widmer-Schlumpf geht in die nächste Runde und ans Eingemachte – die SVP droht der Bundesrätin und ihrer Kantonspartei off ... mehr lesen 
Landquart GR - Die Beschlüsse der ... mehr lesen 7
Ueli Bleiker, Vizepräsident der SVP Graubünden, hält Ton und Qualität der Vorwürfe der SVP Schweiz für untragbar.
Lügen, nichts als Lügen?
In jedem Land mit einer einigermassen funktionierenden Demokratie muss ein Minister, der nachweislich das Parlament anlügt, zurücktreten. Keine Regierung in Europa würde einen Minister im Amt dulden, der sich im Ausland anbiedern würde und dort die eigene Verfassung oder ein Gesetze in Frage stellte! Unser Parlament hat nur getan, was eigentlich schon lange fällig war! Sie setzte einen unhaltbaren Magistraten ab. Und darüber sollten wir uns freuen. Stattdessen lamentieren wir herum, ob Frau Widmer-Schlumpf, die im übrigen gar nicht meine Interessen in Bern vertritt, sich abgesprochen hat oder nicht. Gegen das, was sich Herr Blocher leistete, sind das Bagatellen!!
Nicht gekannt
Wenn eine Person 30 Jahre in der Partei arbeitet und man kennt sie nicht, dann ist das mehr als verdächtig. Es kann doch nicht sein, dass man sich 30 Jahre lang verstellt und dann plötzlich sein wahres Gesicht zeigt! Mir kann das nun wirklich niemand erzählen! Und ausserdem ist es ja gar nicht bewiesen, dass Frau Widmer-Schlumpf irgend etwas unredliches getan hat. Na, mir ist's ohnehin egal, wie sich die Rechte zerfleischt. Mich stört vielmehr, dass ich jetzt für den Blocherfreund Ospel mehr Steuern zahlen muss! Nach Bundesrat Merz wird es so gegen eine Milliarde Franken Steuereausfall geben. Ich hab noch keinen SVP-ler zu diesem Thema gehört. Da drücken sie sich offensichtlich!
Tatsächlich nicht gekannt!
Damals wusste Ueli Maurer auch noch nichts über die Fähigkeit Widmers, auf diese hinterlistige Art, durch Lügen und Kollaborieren mit dem politischen Gegner sich ein so hohes Amt aneignen zu können.
Von wegen nicht gekannt
Vor einigen Jahren hat Herr Maurer,damals noch Präsident der Partei, offenbar in weiser Voraussicht, Eveline Widmer-Schlumpf als sehr fähige zukünftige Bundesrätin bezeichnet!
Bravo
Das heutige Bravo geht in den Kanton Thurgau! Werden heute zur Feier des Tages Thurgauer Apfelmost trinken!
Bezugspunkte
Ich habe mit den deluxe-Ausdrücken "Opfer" "Polit-Komplott" und "einseitiges Bestimmen" Mühe. Es wurden in der Geschichte wiederholte Male nicht vorgeschlagene Parteivertreter gewählt.

P.S. "Sie" und "Ihnen" schreibt man übrigens in Ihrem ersten Satz gross. Wir können uns aber auch du (klein) sagen.
Deluxe's Statement ist korrekt...
Wenn sie richtig gelesen hätten, wäre ihnen aufgefallen, dass deluxe beschrieb wie korrekt es abgelaufen ist. Jedoch das Ganze nichts mit Widmer-Schlumpf als Person zu tun hat. Im Normalfall gilt: Es werden die vorgeschlagenen Vertreter einer Partei gewählt und nicht eine Person, die die meisten Nationalräte noch nie gesehen haben.
Bravo
Ich schliesse mich an und gratuliere der SVP Graubünden zu ihrem Entscheid!
Kindergartenspiel
Da kann man den Bündnern nur gratulieren, dass sie das Kindergartenspiel der Schweizerischen SVP nicht mitmacht. Bravo!!
Absprachen
Lieber Alpstein, wie lange verfolgen sie schon die Schweizer Politik? Haben sie die Wahl von Bundesrat Stich oder die von Frau Dreifuss noch im Sinn? Oder die Erpressung von der SVP als Frau Ruth Metzler nicht mehr gewählt wurde? Gegen das, was damals passierte ist die Wahl von Frau Widmer Schlumpf direkt ein Musterbeispiel für demokratische Wahlen. Und hätten die demokratischen Parteien sich nicht vorher bei Frau Widmer Schlumpf versichert, dass sie eine eventuelle Wahl annehmen würde, müsste man man doch von völligem Versagen reden. Sie hat doch u.a. auch die Wahl angenommen, weil sonst ausser Schmid kein weiterer SVP'ler gewählt worden wäre.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Ab dem 11. Mai können Gastrobetriebe unter strengen Auflagen wieder öffnen. In einem ersten Lockerungsschritt sind an einem Tisch maximal vier Personen oder Eltern mit Kindern erlaubt.
Ab dem 11. Mai können Gastrobetriebe unter ...
Publinews Läden, Restaurants, Märkte, Museen und Bibliotheken dürfen wieder öffnen  Bern - Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 29. April 2020 entschieden, die Massnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus weiter zu lockern. Ab Montag, 11. Mai 2020, können Läden, Restaurants, Märkte, Museen und Bibliotheken wieder öffnen, in den Primar- und Sekundarschulen darf der Unterricht wieder vor Ort stattfinden und im Breiten- und Spitzensport sind wieder Trainings möglich. Das Fahrplanangebot im öffentlichen Verkehr wird deutlich erhöht. Für die Maturitätsprüfungen können dieses Jahr die Erfahrungsnoten im Zeugnis stehen, über schriftliche Prüfungen für die gymnasiale Maturität entscheiden die Kantone. Die Lockerungen werden durch Schutzkonzepte begleitet. Das Abstandhalten und die Hygienemassnahmen müssen nach wie vor eingehalten werden. Parallel zu diesen Öffnungsschritten werden die Einreisebeschränkungen gelockert. Ab dem 11. Mai soll zudem in allen Kantonen die flächendeckende Rückverfolgung ... mehr lesen  
Auch die Online Medien sollen profitieren  Bern - Die Medien sind für unsere direkte Demokratie von zentraler Bedeutung. Sie informieren die Bevölkerung und ermöglichen dadurch wichtige Debatten. Sinkende Erträge machen ... mehr lesen
Um die Medienbranche bei der digitalen Transformation zu unterstützen, sollen neu auch Online-Medien gefördert werden.
Bundesrat hat entschieden  Der Bundesrat hat am Mittwoch über weitere Lockerungen in der Coronakrise informiert. Dabei machte er auch Angaben zu den Profiligen im Sport und zu Grossveranstaltungen. mehr lesen  
Publinews Bern - Die sukzessive Aufhebung der Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie erfordert Anpassungen bei der Entschädigung des Erwerbsausfalls. Der Bundesrat hat am 22. April 2020 den Anspruch der Selbständigerwerbenden, die ihre Betriebe am 27. April oder am 11. Mai wieder öffnen können, bis zum 16. Mai verlängert. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 1°C 3°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Schneeregenschauer
Basel 1°C 4°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt starker Schneeregen
St. Gallen 0°C 1°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Schneeregenschauer
Bern 0°C 2°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Schneeregen
Luzern 1°C 3°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich Schneeregenschauer
Genf 2°C 4°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich trüb und nass
Lugano 3°C 4°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich starker Schneeregen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten