SVP-Kandidat Rime rechnet mit Stimmen aus der SP
publiziert: Montag, 6. Sep 2010 / 10:50 Uhr / aktualisiert: Montag, 6. Sep 2010 / 11:55 Uhr
Hofft darauf, dass Micheline Calmy-Rey und Eveline Widmer-Schlumpf in einem Jahr nicht mehr im Bundesrat sitzen: Jean-François Rime.
Hofft darauf, dass Micheline Calmy-Rey und Eveline Widmer-Schlumpf in einem Jahr nicht mehr im Bundesrat sitzen: Jean-François Rime.

Bern - Der Bundesratskandidat der SVP für die Nachfolge der Bundesräte Moritz Leuenberger oder Hans-Rudolf Merz, Jean-François Rime, rechnet sich dank Stimmen aus der CVP und der SP Wahlchancen aus.

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Im Interview mit der «Mittelland Zeitung» vom Montag begründet er seinen Optimismus damit, dass «für die Nachfolge von Calmy-Rey in einem Jahr» zwei welsche SP-Kandidaten bereit stünden: Der Freiburger Ständerat Alain Berset und der Waadtländer Regierungsrat Pierre-Yves Maillard. «Ich glaube, dass mich die Maillard-Anhänger wählen, um Berset mattzusetzen.»

Rime rechnet fest damit, dass die Bundesrätinnen Micheline Calmy-Rey und Eveline Widmer-Schlumpf nur noch ein Jahr im Amt sind. «Sollte ich in den Bundesrat gewählt werden, würde ich es ein Jahr lang mit den beiden sicher aushalten. Danach sind sie hoffentlich weg.»

Er könne mit Widmer-Schlumpf keine «menschliche Beziehung unterhalten», sagte er im Interview. «Auch mit Micheline Calmy-Rey gibt es kein Auskommen.»

Politische Positionen

Seine härtere und immer rechtere politische Linie erklärt Rime mit seiner Erfahrung. Er sei über die Jahre härter geworden. «Früher war ich in meinem Abstimmungsverhalten oft kompromissbereiter.» Seit er in Bern sei, habe er dazugelernt.

Der Politiker, der jahrzehntelang Mitglied der FDP war und 2002 zur SVP wechselte, sagt: «Heute weiche ich wirklich nur dann von der Parteilinie ab, wenn es sich lohnt.» Als Beispiele nennt Rime die Ausweitung der Personenfreizügigkeit oder die Teilzweckbindung der CO2-Abgabe.

Klar ist er auch bei seinen politischen Positionen: keine Steuererhöhungen, kein EU-Beitritt. «Bei anderen Problemen muss man aber konstruktive Lösungen suchen», so bei der Finanzierung der Sozialwerke und der Verkehrsinfrastruktur.

(sl/sda)

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