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SVP bläst zur Volkswahl des Bundesrates
publiziert: Samstag, 23. Jan 2010 / 14:45 Uhr / aktualisiert: Samstag, 23. Jan 2010 / 16:31 Uhr

Stans - Bereits in der nächsten Woche will die SVP mit der Unterschriftensammlung für die Volkswahl des Bundesrates beginnen. Für Parteipräsident Toni Brunner ist der Zeitpunkt nach dem «Debakel» der Regierung vor dem Bundesverwaltungsgericht gekommen.

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Für Parteipräsident Toni Brunner ist der Zeitpunkt für eine Volkswahl des Bundesrates nach dem Debakel der Regierung vor dem Bundesverwaltungsgericht gekommen.
Für Parteipräsident Toni Brunner ist der Zeitpunkt für eine Volkswahl des Bundesrates nach dem Debakel der Regierung vor dem Bundesverwaltungsgericht gekommen.
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Eigentlich kamen die Delegierten der SVP nach Stans, um über Energiepolitik zu diskutieren.

Doch das am Freitag publizierte Urteil zum Staatsvertrag mit den USA in Sachen UBS liess den «Strom» vorerst versiegen. Dafür lieferte es Parteipräsident Brunner Munition für einen Angriff auf den Bundesrat.

Bundesrat als Sicherheitsrisiko?

Die Schweiz habe eine Staatskrise, sagte Brunner, und der Bundesrat sei ein Sicherheitsrisiko. Am gescheitesten wäre es laut Brunner, wenn jene Bundesräte, die den Staatsvertrag in der Öffentlichkeit vertreten haben - Merz, Widmer-Schlumpf und Calmy-Rey - zurücktreten würden und in der Schweiz Neuwahlen stattfinden könnten.

Denn der Bundesrat sei schwach und inkompetent, so der SVP-Präsident. Er sende verheerende Signale nach aussen und nach innen.

Keine Verletzung des Bankgeheimnis

Einen Pfeil schoss Brunner auch auf den neuen Staatssekretär im Finanzdepartement, Michael Ambühl. Als Chefunterhändler mit den USA habe er seinerzeit versichert, es laufe alles rechtens, eine Lösung komme nur im Rahmen des bestehenden Rechts in Frage, das Bankgeheimnis werde nicht verletzt.

Nun habe das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass der Vertrag rechtswidrig sei, sagte Brunner weiter. «In jeder Unternehmung würde ein Prokurist, der Verträge abschliesst, die er nicht abschliessen darf, entlassen.»

Unterschriftensammlung

Für Brunner ist der Zeitpunkt für die Volkswahl des Bundesrates gekommen. Die Publikation im Bundesblatt vorausgesetzt, will die SVP noch kommende Woche mit der Unterschriftensammlung für ihre Initiative beginnen.

Zum eigentlichen Thema der DV wurde - bei nur vereinzelten Gegenstimmen - eine Resolution «für eine sichere, günstige und umweltfreundliche Stromversorgung» verabschiedet. Erreicht werden soll dies unter anderem mit der unverzüglichen Realisierung neuer Atomkraftwerke.

(sl/sda)

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Thomy, sie haben
mich falsch verstanden. Ich meinte nicht man soll die SVP-Spitze fragen wie man eine direkte Bundesratswahl abhalten sollte. Sondern es würde mich selbst interessieren was sich diese Leute überhaupt dabei gedacht oder ausgedacht haben.

Ganz sicher und nötigerweise müsste man bei einer Annahme der Volkswahl für den Bundesrat bei den Fragen um Grundsatz-und Ausführungsgesetzgebung mehr auf die anderen Parteien hören als auf die Initiantenpartei um ihr das Diktat das sie ja so gerne behält, zu entnehmen.
Welche Entscheide?
Welche Entscheide waren den so falsch? Wir haben ein Volk und zwei Parlamentskammern die mitentscheiden. Die Regierung ist nicht alleine Schuld an der momentanen Lage der Schweiz. Meinen sie der "Fall UBS"? Was hätte der Bundesrat den da machen sollen? Die USA ist eine Supermacht! Denen ist doch schweizer Recht, das Steuerhinterzieher und Räuber schützt, völlig egal. Gadaffi? Das ist ein rachsüchtiger Diktator. Was hätte der Bundesrat den tun sollen? Zu Leuenberger, da bin ich ihrer Meinung, 15 Jahre reichen, aber das ist seine Entscheidung, das ist so in unserem System.
Eventuell
Wenn es denn Bundesratswahlen durch das Volk braucht damit Bundesräte Konsequenzen ihrer Entscheide auch tragen müssen oder ein Sesselfurzer wie Leuenberger nach 15 Jahren endlich mal weg kommt, dann bin ich für Volkswahlen.

Und ich bin ganz und gar nicht SVP. Aber Bundes Bern hat langsam wirklich verscherzt. Würden die Mitteparteien und die SP nicht ständig alles verpennen und aussitzen wollen, hätte die SVP auch nicht diesen für das Land schädlichen Erfolg.
Das glaube ich nicht
Die SVP ist keine wirkliche Regierungspartei mehr. Sie müssen dauernd Kravall machen damit sie von den unzufriedenen ständig von Angst erfüllten Leuten gewählt wird. Den etwas anderes als Angst predigen sie ja nicht. Angst vor der EU, Angst vor dem Fremden usw. Jetzt erzählen sie uns vor dem Untergang der Schweiz, wegen Gadaffi, dem Bankgeheimnis, einer Armee die Geld braucht islamischen Fundamentalisten usw. und sagen das wir deswegen unsere Regierungsform ändern sollten. Es geht niemals darum diese Probleme zu lösen. Den daran hat man gar kein Interesse wenn man Lärmen will. Um Blocher geht es nicht mehr, das ist ein verbitterter alter Mann, der immer wirrer wird. Das weiss auch die SVP Parteileitung.
Aber doch sicher nicht nach der Devise
Ich kann Ihre Argumente verstehen, caissa. Das ist für mich aber noch lange kein Grund, von einer BR-Wahl durch das Volk abzusehen!

Die Ausführungsgesetzgebung müsste dann halt solche Machenschaften als nicht rechtens bezeichnen oder sich "beglaubigen" lassen.
Solches müssten dann die zuständigen Juristen sich ausdenken. Diese müssten es ja eigentlich wissen .... - meinte ich schon einige Male und realisierte dann später, dass die allerbeste Ausbildung dazu eben doch nicht auszureichen scheint - trotzdem ...!

PS: Ihr Vorschlag, die SVP-Spitze zu befragen, dies würde wohl nur zu warmer Luft reichen, hat doch die SVP noch nichts wirklich Tragendes und Komplexes zustande gebracht, meine ich ...
Nachtrag
Das wichtigste habe ich noch vergessen...

Die Rechnung von Toni Brunner geht schon auf. Die vorgeschlagenen Kandidaten würden auf jeden Fall gewählt, da nicht die ganze Schweiz jeden so gut kennen kann wie die Vereinigte Bundesversammlung. Wer im Zweifel ist und trotzdem wählen will (von denen gibt es viele, das sollte man nicht unterschätzen), wählt also den offiziellen Kandidaten.

Allfällige Sprengkandidaten bekämen nur regionale Stimmen, der grosse Gewinner wird dann der offizielle Kandidat der jeweiligen Partei sein.

Und wir glauben, wir hätten was zu sagen... Wahlen ohne (Aus)Wahl sind Scheinwahlen.

Ich habe es schon geschrieben: Ich bin gegen eine direkte Wahl des Bundesrates.
so stelle ich mir einen Gedankenaustausch eigentlich vor,
wie das jetzt hier bei diesem Thema plötzlich möglich wird. Ich habe alle Ihre Kommentare dazu noch einmal gelesen, sogar meinen eigenen. Auch wenn ich nicht jede Meinung teilen kann, so kann ich sie doch verstehen.

Ich freue mich jedenfalls über diese ziemlich faire Diskussion. Und ohne Youtube...

An caissa: Sie haben recht, dieser Mann war mir noch nie sympathisch. Für mich ist er wie ein rotes Tuch, schlimmer noch als Leuenberger. Ich werde ihn nie mehr in diesem Forum erwähnen. Und noch etwas: wo kein Staub liegt, können wir auch keinen aufwirbeln.
Einverstanden
Das mit dem Tu ich dir nichts, tust du mir auch nichts, bin ich einverstanden. Das finde ich auch nicht gut. Was mich interessieren würde, welche in den letzten Jahren gewählten Bundesräte waren den so schlecht? Bis auf Blocher, der hat das Amt des Bundesrates nie verstanden. Die andern haben Fehler gemacht, der/die eine mehr die anderen weniger, klar. Aber ich glaube das alle immer das Beste für unser Land gewollt haben. Was soll man gegen einen Diktator machen? Krieg? Wohl kaum, Was soll man als Schweiz gegen EU und USA machen? Handelsblockaden? Wir wissen beide wer solche Kraftproben gewinnen würde. Wir sind ein kleines Land, Wir haben keine mächtige EU im Rücken. In Brüssel sind wir Bittsteller, in Deutschland sind wir die Banker der Reichen. Was würden sie den von unseren BR erwarten? Säbelrasseln? Unser Land hat fast keine Freunde mehr, aber ist daran wirklich unser BR schuld?
Danke für diese Stellungnahme
Den thomy kenne ich schon seit langer Zeit. Er steht konsequent auf der Seite der hilfebedürftigen, der vom Schicksal gebeutelten und Kranken, die selbst nicht mehr in der Lage sind, das Leben selbst zu gestalten. Vor dieser unerschütterlichen Menschlichkeit habe ich grosse Achtung.
Aber ich will ja nicht über andere Schreiber urteilen, es hat mich halt interessiert, wie Sie darauf kamen, der thomy sei so ganz eindeutig links, wo er doch gerade mal einen Vorschlag der SVP nicht rundweg ablehnt.
Sie scheinen ja auch einen sehr ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit zu haben, das lese ich aus diesem Beitrag heraus.
(Das mit ausländischen Finanzhaien sehe ich gar nicht mal so ultra rechts, denn hier im Thurgau wollten die Rechten die Flat Rate einführen, mit der Begründung, damit finanzkräftige Ausländer anzulocken um dann den Steuerausfall wieder zu kompensieren. Das hat die SP entschlossen und siegreich bekämpft. Ein Teil SVP wollte ja die Lex Furgler wieder einführen, der wurde jedoch von den eigenen Leuten zurück gepfiffen! Ich will nur sagen, es ist es oft schwer, rechts und links zu unterscheiden.)
Nochmals vielen Dank für Ihre Antwort.
Starke Persönlichkeiten bräuchte es
sicher. Die wahre Stärke liegt ja nicht im grossen Mundwerk, sondern kann auch bedeuten, dass man sich stark für unser politisches System und die Schweiz einsetzt und nicht nur davon redet.
Bundesräte sollten nicht von türkischen Generälen, vor einem Quadafi oder der zweitrangigen US-Politikern in die Knie gehen. Das meinte ich mit Stärke. Die Stärke des Charakters und der Überzeugung scheint mir sogar sehr wichtig.
Ansonsten kann ich Ihre Vorstellungen teilen.
Das Parteiengezänk wird sich durch eine Volkswahl des Bundesrates sicher nicht wesentlich ändern, das meinte ich auch nicht. Ich dachte vielmehr an die Päktlimacherei bei Bundesratswahlen und an die Kompromiskandidaten, die danach meist dann Bundesrat werden. Tust du mir nichts, tu ich dir nichts, wählst du meinen, wähl ich deinen Kandidaten. Das würde wahrscheinlich durch die Volkswahl besser werden.
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