SVP erstmals in der St. Galler Kantonsregierung
publiziert: Sonntag, 4. Mai 2008 / 07:49 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 4. Mai 2008 / 20:17 Uhr

St. Gallen - Die SVP hat im dritten Anlauf den Sprung in die St. Galler Kantonsregierung geschafft. Im zweiten Wahlgang wurde der 37-jährige Treuhänder Stefan Kölliker gewählt. Staatssekretär Martin Gehrer verteidigte den zweiten Sitz der CVP.

Martin Gehrer erreichte die meisten Stimmen.
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Die Ergebnisse im Überblick

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Der 50-jährige Staatssekretär Martin Gehrer erzielte ein Glanzresultat. Gehrer erhielt in den 88 Gemeinden des Kantons 51'586 Stimmen. Kölliker kam auf 41'590 Stimmen.

Auf dem dritten Platz - und damit nicht gewählt - ist Andreas Hartmann (FDP) mit 37'421 Stimmen, gefolgt von Yvonne Gilli (Grüne) mit 30'393 Stimmen.

Deutlich zurück lagen die beiden parteilosen Alice Egger mit 13'758 und Rolf Huber mit 13'034 sowie der Schweizer Demokrat Markus Giger mit 3139 Stimmen. Die Stimmbeteiligung betrug 37,9 Prozent.

SVP stärkste Partei

Seit den Kantonsratswahlen vom 16. März ist die SVP in allen acht Wahlkreisen die wählerstärkste Partei. Sie sicherte sich im 120-köpfigen Kantonsparlament 41 Sitze und verdrängte die CVP als stärkste Fraktion.

Im ersten Wahlgang erzielte Stefan Kölliker das beste Resultat der Nichtgewählten. In zweiten Wahlgang setzte die SVP erneut auf den 37-jährigen Treuhänder und schaffte es, die Parteibasis zu mobilisieren.

Kölliker, der als lininentreuer SVP-Mann gilt, gab sich nach seiner Wahl in die Regierung moderat. Er unterstrich seine Teamfähigkeit, er wolle «konstruktiv mitregieren». Seine berufliche Erfahrung mache die fehlende politische Erfahrung wett, sagte er.

CVP wechselte Strategie

Die CVP war im ersten Wahlgang erfolglos mit Nationalrätin Lucrezia Meier-Schatz und Kantonsrat Armin Eugster angetreten. Danach wechselte die CVP ihre Strategie. Anstelle von Meier-Schatz und Eugster nominierte sie Gehrer als einzigen Kandidaten.

Mit der Wahl von Gehrer und Kölliker setzt sich die St. Galler Regierung neu aus je zwei Vertretern von CVP, FDP und SP sowie einem SVP-Mitglied zusammen. Die FDP verliert ihren dritten Sitz an die SVP. Gehrer und Kölliker ersetzen die zurücktretenden Peter Schönenberger (CVP) und Hans Ulrich Stöckling (FDP).

(smw/sda)

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