SVP ist gegen Liberalisierung des Drogenkonsums
publiziert: Freitag, 3. Okt 2008 / 20:05 Uhr / aktualisiert: Samstag, 4. Okt 2008 / 15:34 Uhr

Lenzburg - Die SVP ist klar gegen eine Liberalisierung des Drogenkonsums. Die Delegierten sprachen sich in Lenzburg deutlich gegen die Hanf-Initiative und gegen die Revision des Betäubungsmittelgesetzes aus.

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Gegen die Hanf-Initiative stimmten 395 Delegierte, dafür nur 2 bei einer Enthaltung. Das Nein zur Revision des Betäubungsmittelgesetzes erfolgte mit 397 zu 4 Stimmen. Die Delegierten folgten damit der Empfehlung des SVP-Zentralvorstandes, die beiden Vorlagen am 30. November abzulehnen.

Als Befürworterin der beiden Vorlagen zur Drogenpolitik fand die Gastreferentin und FDP-Nationalrätin Christa Markwalder (BE) kaum Anhänger. «Die Prohibition von Hanf zeigt nicht die erhoffte Wirkung», sagte sie. Cannabis und Hanf seien die meistkonsumierten illegalen Drogen in der Schweiz und belasteten die Strafverfolgungsbehörden unnötig stark.

«Stossrichtung stimme»

Die Initiative sei nicht extrem. Sogar der Bundesrat, der die Initiative ablehne, habe eingeräumt, dass deren Stossrichtung stimme.

Die SVP-Delegierten verabschiedeten zuvor einstimmig zwei Positionspapiere zur strategischen Lage der Schweiz und zum Armee-Auftrag.

In der Diskussion vor der Abstimmung hatten sich zahlreiche Basismitglieder und Parlamentarier zu Wort gemeldet. Von allen Seiten kritisiert wurde VBS-Chef Samuel Schmid. «Jeder weitere Tag mit Schmid an der VBS-Spitze ist ein verlorener Tag», sagte beispielsweise alt Nationalrat Ulrich Schlüer (ZH).

Parteistatuten geändert

Zudem haben die SVP-Delegierten mit 350 gegen 15 Stimmen bei 6 Enthaltungen ihre Parteistatuten geändert. Dies um einen zweiten Fall Widmer-Schlumpf zu verhindern. Damit wird fortan aus der Partei ausgeschlossen, wer die Wahl in den Bundesrat annimmt, ohne dafür nominiert zu sein.

Die Parolen zu den anderen drei Vorlagen vom 30. November hatte der Zentralvorstand bereits am Freitagabend gefasst: Er sagt Ja zur Initiative «Für die Unverjährbarkeit pornografischer Straftaten an Kindern» und zur Initiative «Verbandsbeschwerderecht: Schluss mit der Verhinderungspolitik». Zur Initiative «Für ein flexibles AHV-Alter» des Gewerkschaftsbundes beschloss er ein Nein.

(tri/sda)

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Guten Tag Querschleeger
Weil Sie meine Worte auf die Goldwaage legen. Dann sollten Sie mal die Meinung zu härteren Drogen hören.
fragt sich bloss noch,
wer hier spiessig ist.

Ich helfe Ihrem (nicht bekifften?) offensichtlich sehr schwachen Kurzzeitgedächtnis auf die Sprünge (mit IHREM eigenen Beitrag, wohlgemerkt!):

Thema: SVP ist gegen Liberalisierung des Drogenkonsums
Mittwoch, 5. November 2008 06:36 Uhr
Drogen
marylou aus Luzern (155 Kommentare seit Do, 31.07.08)

"Die Droge wird immer verharmlost. Es kann aber Schizophrenie auslösen. Kiffen
macht auch passiv..."
Gutan Tag Magnus
Danke für die Blumen. Schade, es gibt halt noch Leser, die meine Wort-Feinheiten nicht rausfiltern. Ich habe für KK gearbeitet und gemerkt, wie krank viele (-/+40) der CH Bevölkerung eigentlich ist und keinesfalls harmlose Krankheiten. Abgesehen davon, haben wir doch eine Vorbildfunktion für die Nachkommen. Spiesser halt.
Guten Tag Querschleeger
Wo habe ich geschrieben, dass "die Droge IMMER verharmlost wird"? Ich sehe einfach zahlreiche Menschen, die mit dem Cocktail an Möglichkeiten nicht umgehen können. Die Gesetze hat ja noch Wenige davon abgehalten zu kiffen. Aber es geht ja auch nicht nur um die Generation von jetzt, Vorbildfunktion für die Nachkommen ist gefragt.
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Ihr Kommentar, und darüber hinaus haben Sie auch noch Recht, liebe marylou! Ich kenne mich ein wenig in der Medizin aus, habe mehr 30 Jahre in diesem Gebiet gearbeitet! Alkohol hat z. B. eine mehr fach höhere Koinzidenz Krebs zu erregen als die ganze Luftverschmutzung! Und Kiffen geht ganz genau so über die Lunge wie das normale Rauchen und macht alleine da schon erhebliche Probleme, abgesehen von Rausch und der Gehirnvernebelung.!
... kann ich bestätigen ...
... zumindest Störungen der PSYCHE (Ursache im Gehirn zu finden), die man als zumindest psychotisch, schizoid wahrnehmen kann ...
Also, lieber Querschleeger, ...
... da habe ich halt mehr als 30 Jahre Erfahrung damit gesammelt, wie Cannabis, Hasch wirkt - bei Jugendlichen, allgemein jungen Menschen ... Als Kurzfassung, die Gölä (typischerweise ...ironisch grindsend) abgab, so sollten diejenigen, die sich mit Cannabis versuchen wollen nur eines im Klaren sein, dass "wenn man Cannabis so konsumiert, wie ich (Gölä), das Gedächtnis darunter extrem leidet." (sinngemäss) -
Er bringe es nicht mehr fertig, seine Texte auswendig zu lernen ... wie er sie dann singt, darüber hat er nichts gesagt ...

Wir, meine Frau und ich, haben erfahren, aus eigener Zu-schauung über längere Jahre, was es bedeutet wenn junge, jugendliche Leute Drogen (Nur wenig, gäll ...) probieren. Es bleibt kaum nur beim Probieren ...

Das Gedächnis, die Erinnerung, der Lernstoff bleibt nicht mehr stabil im Gedächtnis verfügbar - Teile des Gespeicherten oder sehr viel ist plötzlich wieder WEG ...!

Näääiiii ! Sicher nicht durch alleine das Kiffen - nein, sicher nicht!?

Nicht wahr!?

Im übrigen wird das oben Gesagte im Grundsatz durch Neurologen (Hirnspezialisten u.a.) bestätigt ...
ein Pauschalurteil ist es nun mal,
wenn Sie schreiben "Die Droge wird immer verharmlost ...".

Ob SIE eine Ahnung haben, kann und will ich nicht beurteilen. Aber wenn Sie sich persönlich von meinem Beitrag angesprochen fühlen - "Hell's Bells" (ich stehe nicht auf Rock'n'Roll) ...
Guten Tag Querschleeger
Und ich behaupte, dass Hanf Schizophrenie auslösen KANN. Wer kifft, ist auch weniger produktiv als jemand der nicht kifft. Dass auch Alkohol oder Rauchen Shit ist, steht hier nicht zur Debatte. Die die Kiffen machen es ja sowieso, wieso regen Sie sich so auf? Sie behaupten, dass ich keine Ahnung habe. Dass Sie das so genau wissen. Mein Motto Rock'N'Roll und da ist man automatisch im Geschehen drin.
ein Pauschalurteil!!!
"Die Droge" gibt es nicht!
Dieser landläufig verwendete Begriff umfasst ein Vielfaches an Substanzen. Der grosse Anteil davon ist legal - in Form von Arzneien - für jedermann zugänglich (die meisten mit einem Rezept eines Arztes).
Ein kleiner Teil läuft unter "illegal". Dazu gehören alle mehr oder minder bekannten, so genannten "Drogen".

Es geht nicht darum, illegale Drogen zu verharmlosen.
Aber Halluzinogene, Heroin, Kokain, Ecstasy und Opiate sind nun einmal nicht gleichzusetzen mit Cannabis. Weder bei der Wirkung, noch bei der Auswirkung.

Es geht lediglich darum, den Ewiggestrigen, die keine Ahnung von diesen Unterschieden haben und trotzdem mitreden wollen, diese Unterschiede verständlich zu machen.

Wer etwas dagegen hat, dass Jugendliche Alkohol trinken, ist ja vermutlich trotzdem in der Lage, zwischen Bier und Hochprozentigem zu differenzieren.
Bei "den Drogen" fehlt diese Differenzierung oft gänzlich.

Wir stimmen am 30. November über Hanf ab.
Nicht über Halluzinogene, nicht über Heroin, Kokain, Opiate und all den synthetischen Müll, die fraglos allesamt sehr gefährlich sind.

Wer seine Stimme mit einem Mindestmass an Wissen zum Thema abgeben will, der/die sei dazu ermuntert, sein/ihr Wissen hier zu erweitern.

http://www.drugcom.de/

Es lohnt sich, da die Informationen zu jeder "Droge" - und dazu gehören auch Alkohol und Nikotin - sehr umfassend sind ...
.
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