SVP kann zulegen
publiziert: Sonntag, 6. Apr 2008 / 10:07 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 6. Apr 2008 / 18:52 Uhr

Bern - Die SVP geht als grosse Siegerin aus den kantonalen Wahlen in Uri, Thurgau und Glarus hervor. Im Urner Landrat konnte sie ihre Sitzzahl fast verdoppeln, im Thurgauer Grossen Rat ihren Vorsprung auf die anderen Parteien weiter ausbauen.

Werner Hösli muss am 20. April in den zweiten Wahlgang.
Werner Hösli muss am 20. April in den zweiten Wahlgang.
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Mit einem Plus von 8 Sitzen vereint die SVP nun 17 Sitze im Urner Parlament auf sich. Verlierer sind die CVP und die FDP. Sie büssten je 4 Sitze ein. Die SVP ist somit nun zweitstärkste Fraktion hinter der CVP.

Die Sitze im 64 Mitglieder umfassenden Parlament verteilen sich neu wie folgt: CVP 24 (-4), SVP 17 ( 8), FDP 11 (-4), SP/Grüne 10 (unverändert), parteilose 1 (unverändert); die parteilose Landrätin wird sich der FDP-Fraktion anschliessen.

Regierungsrat bestätigt

Ein Sitz in Spiringen konnte noch nicht besetzt werden. Hier kommt es zu einem zweiten Wahlgang - und für die CVP oder die SVP zur Chance, noch ein Mandat zu gewinnen.

In Kontrast zur neuen Kräfteverteilung im Parlament steht die Regierungsratswahl im Gotthardkanton. Hier wurden das bisherige SVP-freie Team Isidor Baumann (CVP), Josef Arnold (CVP), Heidi Z'graggen (CVP), Josef Dittli (FDP), Stefan Fryberg (FDP), Markus Züst (SP) und der parteilose Markus Stadler problemlos bestätigt.

Vorsprung ausgebaut

Im Grossen Rat von Thurgau konnte die SVP ihren Vorsprung auf die anderen Parteien weiter ausbauen. In der Legislatur 2008 bis 2012 stellt sie neu 51 statt der bisher 47 Abgeordneten. Grosser Wahlverlierer ist die SP. Sie rutscht von bisher 23 auf 17 Sitze.

Die CVP bleibt stabil bei 22 Sitzen. Die Grünen verlieren 2 Sitze an die neu angetretenen Grünliberalen und stellen noch 11 Ratsmitglieder.

Auch bei der Ersatzwahl in die Glarner Regierung konnte die SVP punkten. Ihr Kandidat Werner Hösli, der sich vom Hardliner-Kurs der SVP Schweiz allerdings abgrenzt, erhielt bei einer Wahlbeteiligung von 36,7 Prozent 3597 Stimmen.

Da er aber das absolute Mehr verfehlte, kommt es am 20. April zu einem zweiten Wahlgang. Der FDP-Kandidat Andrea Bettiga lag um 170 Stimmen hinter Hösli.

(tri/sda)

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