SVP lanciert Ende Jahr EAI (Eliten-Ausschaffungs-Initiative)
publiziert: Montag, 29. Feb 2016 / 16:02 Uhr / aktualisiert: Montag, 29. Feb 2016 / 23:21 Uhr
Der Abgang ins geheime SVP-Hauptquartier, tief unter dem Pfannenstiel...
Der Abgang ins geheime SVP-Hauptquartier, tief unter dem Pfannenstiel...

Nachdem am 28. Februar die sogenannte Durchsetzungsinitiative von «Eliten» mit einem klaren und dadurch eindeutig unverdienten Mehr um den verdienten und für das Volk notwendigen Sieg betrogen wurde, lanciert die SVP nun eine Initiative, die künftig solche skandalösen Resultate verhindern soll.

6 Meldungen im Zusammenhang
Das geheime SVP-Hauptquartier, das sich tief im ausgehöhlten Pfannenstiel oberhalb Herrliberg befindet, summt vor Aktivität. Hier, fast hundert Meter unter der Goldküstenidylle, wurde mit Entsetzen beobachtet, wie in den wenigen Wochen seit Januar elitäre Organisationen (Freimaurer und Illuminaten werden verdächtigt) und von Ausländern unterwanderte fünfte Kolonnen aus einem sicheren Sieg beim Kampf um die Durchsetzungsinitiative (DSI) eine krachende Niederlage gemacht haben.

Nr. 2, der auf seinen Wunsch anonym bleibende Leiter des Zentrums, ein ehemaliger Oberst des Schweizer Nachrichtendienstes, steht in ständiger Verbindung mit der Nummer 1 - auch 'big B' genannt. Er beschreibt, warum die DSI-Niederlage der nächste Schritt der Schweiz in ein dunkles Zeitalter von Diktatur und Schreckensherrschaft darstellt.

«Was in den letzten Wochen passierte, ist einfach unerhört! Es wurden - und nicht nur in irgendwelchen Diskussionszirkeln, Wirtschaftsverbänden und bei SP-Regionalgruppen - sondern breit und in aller Öffentlichkeit die angeblichen Inhalte und Folgen einer SVP-Initiative diskutiert. Dies ist ein Skandal sondergleichen! Eine solche Unterwanderung der Schweizer Politik kann nur durch gut finanzierte Eliten, Geheimorganisationen und die breite Unterwanderung der Gesellschaft durch unanständige Schweizer erklärt werden, die das Stimmvolk auf die dunkle Seite verführten. Plötzlich war die ganze Abstimmungsdebatte völlig verkopft - gewählt werden muss aber aus dem Bauch heraus!»

Auf den Einwand hin, dass fast 60% Nein-Stimmende kaum «verführt» sein können, sondern sich womöglich einfach auf Grund von Abwägungen von Argumenten und den zur Verfügung stehenden Fakten für ein Nein entschieden hätten, winkt Nr. 2 energisch ab.

«Linkes, defätistisches Gedankengut ist schon immer ein Problem für unsere Gesellschaft gewesen. Was sie hier sehen, ist ein die Waffen strecken, bevor man diese überhaupt aufgenommen hat! Das war früher bei den langhaarigen Kommunisten so und heute sehen wir wieder das Gleiche! Vergewaltiger, Sozialbetrüger, Verkehrssünder und Raubmörder werden von nun an auf unseren Nasen herum tanzen! Es reicht daher nicht mehr, nur diese auszuschaffen!»

Dies löst natürlich die Folgefrage aus, wer denn sonst ausgeschafft werden müsse, wenn nicht die Leute, auf welche die DSI gezielt hatte.

«Natürlich die Eliteschweizer, denn es ist klar, dass diese nicht Teil eines gesunden Volkskörpers sein können!» Nr. 2 schlägt, während er diesen Satz sagt, immer stärker und energischer auf den Eichentisch («das Holz kommt aus dem oberen Emmental!»), seiner Aussage mit der Faust noch mehr Gewicht verleihend.

Auf den Hinweis, dass 60 % schon von der Terminologie her keine Elite sein können, da es sich bei Eliten ja per Definition um eine schmale Oberschicht handele, lässt Nr. 2 nicht gelten: «Eliten definieren sich durch eine Geisteshaltung! Sie glauben, dass sie es besser als das gesunde Volksempfinden, das beispielhaft durch die SVP und ihr politisches Programm definiert wird, wissen.» Aus diesem Grund arbeite man daran, für die Zukunft die Wiederholung einer solchen Katastrophe zu verhindern.

«Dazu wird es nötig sein, Schweizer, denen es am notwendigen Empfinden dafür, was gut für das Volk ist mangelt und an der Urne Landesverrat begehen, vom Stimmprozess auszuschliessen. Sei dies durch Ausschaffung, Aberkennung ihres Stimm- und Wahlrechtes, oder den Entzug ihrer Staatsbürgerschaft. Am besten wäre es ja, wenn die Elitebürger, diese vaterlandslosen Gesellen, die ihre Frauen und Töchter nicht beschützen wollen, gleich freiwillig auf ihre Staatsbürgerschaft verzichteten. Leider ist damit nicht zu rechnen, weshalb wir wohl wieder eine Initiative einbringen müssen!»

Auch wenn im Hauptquartier schon jetzt hunderte Mitarbeiter genau an dieser Initiative arbeiten und diese bis Ende Jahr vorliegen soll, sind - auch Nr. 2 gibt das zu - noch einige Fragen offen: Wie macht man die Elitebürger im Falle einer Annahme ausfindig? Reichen da schon eindeutige Facebookeinträge oder ist doch die Denunziation durch mindestens zwei Nachbarn oder ein SVP-Mitglied nötig? Wohin würden diese Elite ausgeschafft? Das wäre vor allem ein Problem, sollte die Personenfreizügigkeit im nächsten Jahr fallen. Und Schlussendlich: Wie bringt man die Mehrheit der Bürger dazu, für die «EAI» zu stimmen, wenn diese für weit mehr als die Hälfte den Verlust von Bürgerrechten und womöglich der Heimat bringen würde?

Zumindest für die letzte Frage glaubt Nr. 2 eine Antwort zu haben: «Die CVP hat es mit ihrer Heiratsstrafe-Initiative vorgemacht, als sie vorgab, Steuererleichterungen anzustreben, dabei aber durch die Hintertüre die Homo-Ehe verhindern wollte. Das ist zwar knapp schief gegangen, aber ein vielversprechender Ansatz. Unglaublich, dass wir selbst nicht darauf gekommen sind. Wir haben einige andere Punkte, die wir als Lockvogel verwenden könnten, um sogenannte Links-Wähler anzuziehen. Wir denken da zum Beispiel an neue Jagdflugzeuge, das bedingungslose Grundeinkommen oder irgendetwas mit TTIP. Und plötzlich hat sich diese Elite von selbst aus unserer Schweiz raus gewählt!»

Dass dies absolut essenziell sei - auch um die Demokratie vor sich selbst zu retten - macht Nr. 2 denn auch mit seinem Schlusssatz klar, bevor er ihren Berichterstatter wieder aus dem geheimen Hauptquartier hinausgeleitet: «Denn das müssen Sie wissen: Wenn wir die 38%, die den Urnen fern blieben, mit einrechnen, sind wir immer noch die klare, schweigende Mehrheit in diesem Land. Jene Mehrheit, deren Aufgabe es ist, uns vor einer kommunistisch-islamistischen Diktatur zu schützen! Und das werden wir schaffen, so wahr uns Gott und vor allem Nr. 1 helfen!»

(Patrik Etschmayer/news.ch)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Claude Fankhauser Ein offener Brief an die Elite der Schweiz, die, dem Lamento der Verlierer vom 28. Februar nach, eine schändliche SVP-Initiative zu Fall gebracht hat. mehr lesen
Christoph Blocher: Neuerdings Mitglied des Proletariats.
Das Ergebnis der DSI bestärkt die Gegner.
Bern - Das deutliche Nein zur Durchsetzungsinitative weckt bei ... mehr lesen
Bern - Das Nein zur Durchsetzungsinitiative der SVP hat europaweit Wellen geworfen. Die SVP habe mit der Initiative den Bogen überspannt und die Quittung erhalten, so das Urteil europäischer Medien. Selbst der deutsche Justizminister äusserte sich - und Edward Snowden. mehr lesen 
Bern - Die vier Vorlagen vom Abstimmungswochenende haben die Stimmberechtigten weit stärker als ... mehr lesen
Für die aktuellen Abstimmungen waren deutlich mehr Schweizer an der Urne. (Symbolbild)
Die Durchsetzungsinitiative der SVP wird vom Schweizer Stimmvolk vermutlich bachab geschickt.
Bern - Die Durchsetzungsinitiative der SVP ist gescheitert. 58,9 Prozent der ... mehr lesen 84
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bern - Das Schweizer Stimmvolk befindet heute Sonntag über vier eidgenössische Vorlagen. Vor allem zur Durchsetzungsinitiative wurden heftige Kontroversen geführt. Es könnte ... mehr lesen 2
Der leidenschaftlich geführte Abstimmungskampf um die Durchsetzungsinitiative der SVP wird viele Stimmberechtigte an die Urne locken. (Symbolbild)
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 20
«Hier hätte ich noch eine Resistenz - gern geschehen!» Schematische Darstellung, wie ein Bakerium einen Plasmidring weiter gibt.
«Hier hätte ich noch eine ...
In den USA ist bei einer Frau mit Harnwegsinfektion zum ersten mal ein Bakterium aufgetaucht, das gegen das letzte Reserve-Antibiotikum resistent ist. Wer Angst vor ISIS hat, sollte sich überlegen, ob er seinen Paranoia-Focus nicht neu einstellen will. Denn das hier ist jenseits aller im Alltag sonst verklickerten Gefahren anzusiedeln. mehr lesen 3
Durch ungeschickte Avancen von SBB- und Post-Chefs, droht die Service-Public-Initiative tatsächlich angenommen zu werden. Von bürgerlicher Seite her solle laut einem Geheimplan daher ein volksnaher ... mehr lesen
Künftig mindestens 500'000.-- und die ganze Schweiz inklusive: SwissPass, der schon bald mal GACH heissen könnte.
Urversion von IBM's Supercomputer WATSON: Basis für 'ROSS'... und unsere zukünftigen Regierungen?
Eine renommierte US-Kanzlei stellt einen neuen Anwalt Namens Ross ein. Die Aufgabe: Teil des Insolvenz-Teams zu sein und sich durch Millionen Seiten Unternehmensrecht kämpfen. Und nein, ROSS ist kein armes Schwein, sondern ein ... mehr lesen  
In letzter Zeit wurden aus Terrorangst zwei Flüge in den USA aufgehalten. Dies, weil Passagiere sich vor Mitreisenden wegen deren 'verdächtigen' Verhaltens bedroht fühlten. Die Bedrohungen: Differentialgleichungen und ein ... mehr lesen
Sicherheitskontrolle in US-Airport: 95% Versagen, 100% nervig.
Typisch Schweiz Der Bernina Express Natürlich gibt es schnellere Bahnverbindungen in den Süden, aber wohl ...
Der Umsatz mit fair gehandelten Produkten hat zugenommen.
Shopping 62 Franken pro Kopf für fair gehandelte Produkte Zürich - Schweizerinnen und Schweizer haben 2015 für 520 Millionen Franken fair gehandelte Produkte mit dem Label Max Havelaar eingekauft. Den ...
Erstaunliche Pfingstrose.
Jürg Zentner gegen den Rest der Welt.
Jürg Zentner
Frauenrechtlerin Ada Wright in London, 1910: Alles könnte anders sein, aber nichts ändert sich.
Regula Stämpfli seziert jeden Mittwoch das politische und gesell- schaftliche Geschehen.
Regula Stämpfli
«Hier hätte ich noch eine Resistenz - gern geschehen!» Schematische Darstellung, wie ein Bakerium einen Plasmidring weiter gibt.
Patrik Etschmayers exklusive Kolumne mit bissiger Note.
Patrik Etschmayers
Obama in Hanoi mit der Präsidentin der Nationalversammlung, Nguyen Thi Kim Ngan auf einer Besichtigungstour: Willkommenes Gegengewicht zu China.
Peter Achten zu aktuellen Geschehnissen in China und Ostasien.
Peter Achten
Recep Tayyp Erdogan: Liefert Anstoss, Strafgesetzbücher zu entschlacken.
Skeptischer Blick auf organisierte und nicht organisierte Mythen.
Freidenker
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich -4°C 6°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel recht sonnig
Basel -2°C 8°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
St. Gallen 5°C 8°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
Bern -6°C 5°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Luzern -4°C 6°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel recht sonnig
Genf -1°C 4°C Nebelleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Nebel recht sonnig
Lugano 2°C 8°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten