SVP stellt Fragen zum Kontakt-Bar-Mord
publiziert: Montag, 4. Jun 2007 / 12:45 Uhr

Altdorf - Das Tötungsdelikt von Erstfeld, das zwei Menschenleben kostete, beschäftigt nun auch den Urner Landrat. Die SVP-Fraktion hat eine Interpellation mit Fragen zum mutmasslichen Täter eingereicht.

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Sie betreffen unter anderem den Aufenthalt des 40-jährigen Algeriers in der Psychiatrischen Klinik Zugersee in Oberwil.

Die SVP will wissen, ob die zuständigen Instanzen ihre Tätigkeiten vorschriftsgemäss ausgeübt, und ob die Klinikverantwortlichen eine Informationspflicht gegenüber den Behörden hatten.

Die SVP-Fraktion will auch Auskunft über die wieder abgebrochene Therapie des mutmasslichen Täters beim Sozialpsychiatrischen Dienst Uri. Zudem stelle sich die Frage, ab wann die zuständigen Behörden und Instanzen von der Gefahr für Dritte wussten, die vom mutmasslichen Täter ausging.

SVP fordert Krisenmanagement

Die SVP fordert für solche Fälle in Zukunft ein Krisenmanagement. Damit bestünde ihrer Meinung nach die Möglichkeit, mittels einer professionellen Informationsstelle die verschiedenen Informationsbedürfnisse abzudecken.

Auch für die Zusammenarbeit mit der Migrationsstelle des Schweizerischen Roten Kreuzes und die Verteilung der Asylbewerber auf die Urner Gemeinden interessiert sich die SVP. Sie fordert von der Regierung ein Asylhandbuch, das die komplexen Abläufe des Asylbereichs zusammenfasst.

(dl/sda)

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