Wahlen 2015
SVP verliert laut Umfrage an Wählergunst
publiziert: Sonntag, 21. Dez 2014 / 09:07 Uhr
Der abtretende Bundespräsident Didier Burkhalter (FDP) soll laut Wählerumfrage für wichtige Rollen eingesetzt werden und liegt damit an der Spitze.
Der abtretende Bundespräsident Didier Burkhalter (FDP) soll laut Wählerumfrage für wichtige Rollen eingesetzt werden und liegt damit an der Spitze.

Bern - Wäre in der Schweiz in der vergangenen Woche gewählt worden, hätte die SVP gegenüber den Wahlen 2011 die stärksten Verluste hinnehmen müssen. Die übrigen Parteien wären praktisch gleich stark geblieben oder hätten leicht zugelegt, wie eine Umfrage zeigt.

4 Meldungen im Zusammenhang
23,8 Prozent der Wählerinnen und Wähler würden derzeit für die SVP wählen, wie aus der Umfrage hervorgeht, welche die «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» beim Institut Léger Schweiz (ehemals Isopublic) in Auftrag gegeben haben. 2011 hatte die Volkspartei einen Wähleranteil von 26,6 Prozent erzielt.

Die Umfrage sieht die SVP indes nach wie vor unangefochten als wählerstärkste Partei. Die SP legt rund einen Prozentpunkt auf 19,8 Prozent zu (2011: 18,7), die FDP erreicht 15,7 Prozent (15,1) und die CVP kommt auf 12,4 Prozent (12,3).

Eng beieinander liegen die kleineren Parteien. Für die Grünen sprachen sich in der Umfrage 8,2 Prozent aus (2011: 8,4). Den grössten Sprung nach vorne machten Grünliberale und BDP: Die GLP erreichte 7,4 Prozent, die BDP 7,2 Prozent. Bei den letzten Wahlen vereinten die beiden Parteien je 5,4 Prozent der Stimmen auf sich.

Betrachtet man die politischen Lager, ergibt sich aus der Umfrage eine leichte Stärkung für die Mitte sowie für die Linke, während die Rechte geringfügig verliert. Verglichen mit der letzten Léger-Befragung im vergangenen März zeigt die SVP einen Abwärtstrend. Alle anderen Parteien verbesserten sich leicht.

Rekordwert für Burkhalter

In der Umfrage fragte das Befragungsinstitut auch danach, ob bestimmte Politiker eine wichtige Rolle spielen sollen. Dabei lagen die Westschweizer Bundesräte an der Spitze. Der abtretende Bundespräsident Didier Burkhalter (FDP) erreichte 87 Prozent Ja-Antworten, laut den Zeitungen ist das der höchste jemals im Politbarometer registrierte Wert.

Auf Burkhalter folgen SP-Bundesrat Alain Berset (78 Prozent), Doris Leuthard (CVP, 76 Prozent), Simonetta Sommaruga (SP, 75 Prozent) und Eveline Widmer-Schlumpf (BDP, 68 Prozent). Auf Rang 6 klassiert sich CVP-Präsident Christophe Darbellay (57 Prozent) als erster Nicht-Bundesrat, gefolgt von Christian Levrat (52 Prozent).

Weniger als die Hälfte der Befragten wünschten sich für die Bundesräte Johann Schneider-Ammann (47 Prozent) und Ueli Maurer (42 Prozent) eine wichtige Rolle. Auf 20 Prozent der Befragten brachte es SVP-Vizepräsident Christoph Blocher.

Für die Umfrage befragte Léger zwischen dem 5. und 16. Dezember insgesamt 1004 Stimmberechtigte in der Deutschschweiz und der Romandie. Der statistische Unschärfebereich wird nicht genannt.

(asu/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Bei den Wahlen im kommenden Herbst wird es keinen umfassenden ... mehr lesen
«Es wird keine flächendeckenden Listenverbindungen mit der SVP geben», sagte Müller im Interview mit der «NZZ am Sonntag».
Die Sonntagspresse de­bat­tie­rt u.a. über die Léger-Wahlumfrage.
Bern - Eine Umfrage der «SonntagsZeitung» zeigt einen leichten Aufwärtstrend für fast alle Parteien ausser der SVP. Zudem geht Didier Burkhalter aus der Umfrage als beliebtester ... mehr lesen
Bern - Die Masseneinwanderungsinitiative scheint der SVP keinen Rückenwind ... mehr lesen
Fast drei Viertel der Befragten befürworten eher oder sicher die Strategie des Bundesrats, die Masseneinwanderungsinitiative umzusetzen. (Symbolbild)
Die SVP käme rund eineinhalb Jahre vor den nächsten nationalen Wahlen auf einen Wähleranteil von 25,0 Prozent.
Bern - SVP und FDP sind die ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Armee wächst in ihrem Ansehen.
Die Armee wächst in ihrem Ansehen.
In unsicheren Zeiten  Bern - Flüchtlingsströme, Terrorismus und Kriege verunsichern die Bevölkerung. Nie haben Schweizerinnen und Schweizer die weltpolitische Lage in den letzten Jahren so düster eingeschätzt wie heute. Mit der Unsicherheit wächst die Bedeutung der Armee. mehr lesen 1
Zustimmung bröckelt  Bern - Bei der Pro-Service-public-Initiative, die von Bundesrat und allen Parteien im Parlament bekämpft wird, zeichnet sich ein offenes Rennen ab. ... mehr lesen  
Die Zustimmung zur Pro-Service-public-Initiative ist gesunken.
Laut Umfrage  Zürich - Die Zustimmung für die Pro-Service-public-Initiative schmilzt laut einer Umfrage. Doch die Befürworter der Vorlage behalten trotz dem starken Vormarsch der Gegner mit 48 Prozent vorerst die Oberhand. mehr lesen  
Laut der Umfrage würden sich 13 Prozent der Befragten Waren aus dem Einzelhandel per Drohne liefern lassen.
Digitalverband BITKOM  Geht es nach dem Willen des Grossteils der Verbraucher, könnten Logistik-Drohnen schon morgen mit ... mehr lesen  
Typisch Schweiz Der Bernina Express Natürlich gibt es schnellere Bahnverbindungen in den Süden, aber wohl ...
saleduck.ch, Logo
Shopping «Wär hetts erfunde?» Zwei Jahre nach der Gründung erhält Saleduck.ch eine neue Plattform und wird zu einer Deal Community. Neben einem neuen Layout bieten sich auch für Netzwerke und Advertiser viele ...
Erstaunliche Pfingstrose.
Jürg Zentner gegen den Rest der Welt.
Jürg Zentner
Frauenrechtlerin Ada Wright in London, 1910: Alles könnte anders sein, aber nichts ändert sich.
Regula Stämpfli seziert jeden Mittwoch das politische und gesell- schaftliche Geschehen.
Regula Stämpfli
«Hier hätte ich noch eine Resistenz - gern geschehen!» Schematische Darstellung, wie ein Bakerium einen Plasmidring weiter gibt.
Patrik Etschmayers exklusive Kolumne mit bissiger Note.
Patrik Etschmayers
Obama in Hanoi mit der Präsidentin der Nationalversammlung, Nguyen Thi Kim Ngan auf einer Besichtigungstour: Willkommenes Gegengewicht zu China.
Peter Achten zu aktuellen Geschehnissen in China und Ostasien.
Peter Achten
Recep Tayyp Erdogan: Liefert Anstoss, Strafgesetzbücher zu entschlacken.
Skeptischer Blick auf organisierte und nicht organisierte Mythen.
Freidenker
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 8°C 12°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Basel 12°C 13°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
St. Gallen 6°C 11°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Bern 10°C 11°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Luzern 3°C 12°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Genf 8°C 12°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Lugano 2°C 8°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, wenig Regen trüb und nass
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten