Sabotage auf TGV-Strecken
publiziert: Mittwoch, 21. Nov 2007 / 14:57 Uhr

Paris - Mit gezielten Sabotageakten haben Unbekannte die französischen Hochgeschwindigkeitszüge TGV praktisch lahmgelegt. Die Folge waren stundenlange Verspätungen bei der ohnehin seit acht Tagen von Streiks getroffenen Staatsbahn SNCF.

Reisende mussten wegen der Reparaturarbeiten bis zu vier Stunden Wartezeit in Kauf nehmen.
Reisende mussten wegen der Reparaturarbeiten bis zu vier Stunden Wartezeit in Kauf nehmen.
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Diese machte militante Gewerkschafter für die Anschläge auf Signal- und Kabelanlagen verantwortlich. Die Polizei nahm Ermittlungen auf.

Reisende mussten wegen der Reparaturarbeiten an den Strecken bis zu vier Stunden Wartezeit in Kauf nehmen. Der TGV verbindet mit seinen mehr als 300 Kilometern pro Stunde schnellen Zügen die französischen Grossstädte.

Die grösste Bahngewerkschaft CGT verurteilte die Sabotageakte. «Wenn es wirklich Sabotage war, ist das eine nicht hinnehmbare Tat, die darauf zielt, unseren Berufsstand in Verruf zu bringen», sagte CGT-Chef Bernard Thibault in einem Radiointerview.

Neue Gespräche geplant

Regierung, Gewerkschaften und Firmenvertreter wollten in neuen Gesprächen nach einer Lösung im Konflikt um die von Präsident Nicolas Sarkozy geplante Anhebung des Rentenalters in Staatsbetreiben suchen.

Gegen die Reformen haben anderem die Eisenbahner gestreikt. Die Mehrheit von ihnen hat die Arbeit unterdessen wieder aufgenommen. Sarkozy rief die restlichen Streikenden auf, während der bis in den Dezember geplanten Verhandlungen den Ausstand zu beenden.

Die Streiks haben unabsehbare Auswirkungen auf die Unternehmen. «Für unsere Wirtschaft ist das eine absolute Katastrophe», sagte der Chef der Wirtschaftslobby, Laurence Parisot, dem Radiosender RTL. «Die Kosten des Streiks sind schlicht und einfach nicht kalkulierbar. Aber sie sind sicherlich gigantisch.»

(bert/sda)

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