Saddam Hussein in Bagdad gehängt
publiziert: Samstag, 30. Dez 2006 / 05:51 Uhr / aktualisiert: Samstag, 30. Dez 2006 / 20:49 Uhr

Washington - Der frühere irakische Diktator Saddam Hussein ist hingerichtet worden. Der 69-Jährige wurde kurz vor 06.00 Uhr Ortszeit (04.00 Uhr MEZ) gehängt, wie die Behörden in Bagdad mitteilten.

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Noch heute Samstag sollen auch sein Halbbruder Barsan al-Tikriti und der frühere Richter Awad al-Bandar exekutiert werden. Die drei Männer waren wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zum Tode verurteilt worden. Ihnen wurden ein Massaker an 148 angeblichen Verschwörern im Jahr 1982 zur Last gelegt.

Die Anwälte Saddams bestätigten die Hinrichtung. Wie Anwalt Curtis Doebbler dem US-Sender CNN sagte, will die irakische Regierung den Leichnam Saddams nicht der Familie übergeben, sondern in einem anonymen Grab beisetzen.

Dagegen forderte eine Tochter Saddams die vorübergehende Beisetzung im Jemen. Wenn es die politischen Verhältnisse erlauben, solle ihr Vater dann später im Irak seine letzte Ruhe finden.

Saddam war am 5. November zum Tod durch den Strang verurteilt worden. Ein Berufungsregericht hatte das Urteil am vergangenen Dienstag bestätigt.

Hinrichtung ausgestrahlt

Das irakische Fernsehen hat am Morgen Bilder von der Hinrichtung des früheren Staatschefs Saddam Hussein ausgestrahlt. Auf den Bildern war zu sehen, wie Saddam von zwei schwarz maskierten Henkern zum Galgen geführt wurde.

Der verurteilte Ex-Präsident war mit einem weissen Hemd und einer schwarzen Jacke bekleidet, die Augen waren nicht verbunden. Die Henker legten ihm einen Strick um den Hals. Danach endete die Übertragung.

Bilder vom Todeskampf Saddam Husseins wurden nicht gezeigt. Auch der US-Sender CNN übertrug die letzten Minuten des irakischen Ex-Präsidenten.

24 Jahre an der Macht

Saddam Hussein beherrschte den Irak als Staats- und Parteichef fast 24 Jahre lang mit harter Hand. Im April 2003 war er von einer US-geführten Streitmacht gestürzt worden.

Nach der Einnahme Bagdads versteckte er sich in der Nähe seiner Heimatstadt Tikrit, wo er erst im Dezember 2003 von US-Soldaten in einem Erdloch entdeckt wurde.

Im Oktober 2005 wurde der Prozess gegen den gestürzten Diktator und sieben seiner Gefolgsleute vor dem Sondertribunal in Bagdad eröffnet.

(ps/sda)

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