Säuglingssterblichkeit nimmt ab
publiziert: Dienstag, 27. Nov 2007 / 12:02 Uhr

Bern - In der Schweiz sinkt die Säuglingssterblichkeit weiter - obschon immer mehr Kinder untergewichtig geboren werden. Dies zeigt eine Studie des Bundesamtes für Statistik (BFS). Andere Länder Europas haben eine noch tiefere Säuglingssterblichkeit.

Die Schweiz hat ihre Spitzenposition eingebüsst.
Die Schweiz hat ihre Spitzenposition eingebüsst.
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Die Säuglingssterblichkeit in der Schweiz ist 1993 bis 2002 um 12 Prozent zurückgegangen. 2002 starben im Schnitt noch 4,5 von 1000 Neugeborenen, heisst es in der veröffentlichten BFS-Studie über Totgeburten und Säuglingssterblichkeit der Jahre 1993 bis 2002.

Gab es im europäischen Vergleich in der Schweiz Anfang der 1990er Jahre noch am wenigsten Totgeburten, so liegt sie nun im Mittelfeld. Eine tiefere Kindersterblichkeitsrate haben Finnland, Schweden und Nordwegen mit durchschnittlich 3 bis 3,4 Promille sowie Frankreich und Deutschland mit 4,1 respektive 4,2 Promille.

Immer mehr Untergewichtige

Laut dieser Studie kommen in der Schweiz fast 6 Prozent der Kinder zu leicht, d.h. mit einem Gewicht von unter 2500 Gramm, auf die Welt. Das ist gegenüber 1994 eine Zunahme der untergewichtigen Neugeborenen von 11 Prozent. Das mittlere Geburtsgewicht sank 1994-2002 jährlich um durchnittlich 3 Gramm.

Die Studie nennt zwei Ursachen für diese Entwicklung: den Anstieg des Anteils von Zwillings- und Mehrlingsgeburten auf 2,7 Prozent sowie die Zunahme von Frühgeburten, welche sich aber nicht beziffern lässt.

(ht/sda)

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