Saison für Didier Cuche vorbei
publiziert: Dienstag, 4. Jan 2005 / 18:25 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 4. Jan 2005 / 19:02 Uhr

Hiobsbotschaft aus dem Skiverband zum Start ins neue Jahr: Didier Cuche, der beste Schweizer Skifahrer mit Podestplätzen in Alta Badia und Flachau, erlitt einen Kreuzbandriss. Damit ist die WM-Saison für den 30-jährigen Neuenburger zu Ende.

Didier Cuche verletzte sich im Training.
Didier Cuche verletzte sich im Training.
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Cuche zog sich die Verletzung im Riesenslalom-Training in Adelboden zu. Die Aerzte diagnostizierten einen "isolierten Kreubandriss" im rechten Knie. Damit ist der Aufwärtstrend, der sich im Schweizer Männer-Team abzeichnete, auf abrupte Weise gebremst worden.

Cuche selber macht aber seinen Teamkollegen Mut. "Heize den Burschen ein und sage ihnen bei der Teamsitzung, dass es für sie weitergeht", forderte Cuche Cheftrainer Martin Rufener auf. "Wir sind eine Mannschaft. Auch andere haben schon gute Resultate erzielt und sind imstande, mich zu ersetzen."

Für Cuche selber ist die Verletzung hart, umso mehr als er sich seiner Bestform Rennen für Rennen weiter näherte. Bei der Abfahrt in Bormio verhinderte nur starker Wind einen neuerlichen Podestplatz.

Ausgerechnet auf seiner Lieblingspiste in Adelboden, wo er vor drei Jahren gewonnen hatte, zog er sich die Verletzung zu. Er stürzte beim drittletzten Tor, doch laut Augenzeugen dürfte er sich das Knie schon vorher verletzt haben.

"Er geriet nach der ´Banane´ bei der Einfahrt in den steilen Zielhang etwas tief, sass hinten auf den Ski und versuchte Druck zu erzeugen", erzählt Rufener. Dabei entstand jener Schubladen-Effekt, der bei den Skifahrern so gefürchtet ist.

Am Ziel schätzten Cuche und sein Physiotherapeut Michael Burgener die Verletzung vorerst als nicht so gravierend ein, weil die Schmerzen sich im Rahmen hielten. Erst nach einer MRI-Untersuchung im Spital Interlaken stellten die Ärzte die niederschmetternde Diagnose - Kreuzbandriss. Glücklicherweise blieben die Knorpel unversehrt.

Um eine Pause von einem halben Jahr wird Cuche trotzdem nicht herumkommen. Wo er operiert werden soll, wird im Verlaufe des Mittwochs entschieden.

Für Didier Cuche, fünffacher Weltcupsieger und Olympia-Zweiter im Super-G von Nagano, ist dies die dritte schwere Verletzung in seiner Karriere, aber die erste als bestandener Weltcup-Crack.

1993 hatte er sich in einem Europacuprennen in Meiringen eine Oberschenkelfraktur zugezogen, im September 1996 im Sommertraining in Australien erlitt er eine Unterschenkel-Fraktur, die ihn während des ganzen Winters 1996/97 zum Pausieren zwang. Nach seiner Rückkehr gewann er in Kitzbühel die Sprint-Abfahrt und holte die Silbermedaille in Nagano.

Ausser einer lästigen Schulterverletzung zu Beginn der letzten Saison, die wohl nicht so gravierend, aber gleichwohl störend war, blieb er seither von weiteren Blessuren verschont.

(rr/Si)

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